Fume-Events – Wer will denn da noch in die Luft gehen?

Heute kam ich zufällig ins Gespräch mit einer Frau, die bei einer großen Airline als Flugbegleiterin arbeitet.

Wir standen nebeneinander an der Kasse eines Drogeriemarktes und ich sah, dass sie viele Flaschen „Hygiene-Spray“ auf dem Laufband liegen hatte. Unsere Blicke trafen sich und ich sagte ihr, dass dieses Hygiene Spray höchstens für ein gutes Gefühl, aber nicht gegen das Corona-Virus helfe. Und so kamen wir ins Gespräch. Und zwar in ein sehr interessantes Gespräch.

Sie war der Meinung, dass wahrscheinlich schon sehr viele Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus infiziert sind und es gar nicht wissen, vor allem, da ja noch eine recht lange Zeit die Maschinen aus China in Deutschland gelandet sind und die Menschen fröhlich aus- und umgestiegen sind, ohne irgendwie kontrolliert zu werden. Das Kalb wäre hier schon längst versoffen, auf hessisch gesagt.

Sie erzählte dann weiter, was für Dreck- und Bakterienschleudern die Flugzeuge bzw. die Kabinen sind und riet mir, niemals die Schuhe oder gar Strümpfe in einem Flugzeug auszuziehen oder Dinge zu berühren. Die Kabinen wären die reinsten Bakterienschleudern und hochgradig verseucht und verdreckt. Und nicht nur das.

Fume-Events

Sie erzählte mir von den sogenannten „Fume-Events“. Diese kommen über die Turbinen, die die Außenluft abzapfen, zustande. Während dieses Prozesses entsteht die sogenannte „Zapfluft“. Das ist also quasi eine kontaminierte Kabinenluft, die durch Inhaltsstoffe von Kerosin, Öl oder Hydraulikflüssigkeit verunreinigt ist. Man erkennt bzw. erriecht diese kontaminierte Luft schlicht dadurch, dass es stinkt. Diesen Dreck atmen dann die Passagiere und natürlich die Crew ein. Diese gefährlichen Stoffe lassen sich im Blut und Urin der Menschen nachweisen, die unter dem „Fume-Event“ leiden. Lest gerne selbst einmal hier nach.

So weit so eklig.

Die freundliche Flugbegleiterin führte weiter aus, dass den Airlines natürlich nicht daran gelegen ist, dass dies groß an die Öffentlichkeit gelangt. Reihenweise erkranken und versterben Flugbegleiter und Piloten. Klar, als Insider muss man ja auch aufpassen, aus dem Nähkästchen zu plaudern, da ja der eigene Job dranhängt, also schweigen die Meisten oder wollen anonym bleiben solange sie noch dort beschäftigt sind.

Wenn das die Menschen wüssten, wie gefährlich das Fliegen ist, unabhängig von der Gefahr eines Absturzes, dann würde es sich der ein oder andere vielleicht doch zweimal überlegen, ein Flugzeug zu besteigen, nur um ein Wochenende auf Mallorca zu verbringen oder zum Weihnachtsshopping nach New York zu jetten.

Vor ein paar Jahren hatte ich Kontakt zu einer anderen Stewardess, die mir Ähnliches berichtete. Sie konnte ihren Job nicht mehr ausüben, da sie unter einer schweren Nervenkrankheit litt, die sie und auch ihr Arzt auf den Fume-Event zurückführte.

Fliegen macht also tatsächlich krank. Wie froh bin ich, dass ich unter Flugangst leide und daher nicht oft in meinem Leben geflogen bin und es nun auch ganz sicher weiter vermeiden werde.

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