Kunst für Banausen – Maler des Impressionismus

Kunst und Malerei interessieren mich. Und zwar in ihrer ganzen Bandbreite von klassisch bis modern. Dabei bin ich aber keine Kunstexpertin, sondern betrachte die Gemälde lediglich als interessierter Laie.

Gerne möchte ich mit Euch einen kleinen Streifzug durch den Impressionismus machen. Zwar gefallen mir nicht alle Bilder von jedem Maler des Impressionismus, aber dennoch würde ich die Stilrichtung des Impressionismus – neben der des Expressionismus – als eine meiner liebsten Kunstrichtungen bezeichnen.

Mir gefallen fast alle Vertreter des Impressionismus. Fast jeden mag ich auf seine Art. Ich liebe die zarten und lieblichen Seerosenbilder von Claude Monet, oder auch die wunderschön farbigen und lebendigen, opulenten Bilder von Auguste Renoir. Diese begeistern mich sehr.

Camille Pissarro

Einer meiner Lieblingsmaler im Impressionismus ist Camille Pissarro. Der mit Claude Monet und mit Pierre-Auguste Renoir befreundete Pissarro hat viele ländliche und bäuerliche Szenen des Alltags auf die Leinwand gebracht. In seinen Zeichnungen stellte er oftmals die Lebensumstände der armen Menschen dar. Seine Bilder sind sanft und natürlich und er zeigt oft die einfache, bäuerliche Welt und wie die Menschen damals gelebt haben. Er bildet diese in Tätigkeiten wie bei der Landarbeit oder beim Flanieren ab. Schön sind aber auch seine Stadt-Gemälde, in welchen er oftmals Stadtansichten von Paris (u.a. den Boulevard Montmartre) zeichnete. Ich mag seinen sanften Pinselstrich und seine pastelligen Farben in warmen Gelb- und Ockertönen. Seine Bilder sind niemals überladen. Sie lassen Raum für Phantasie und Träumen und geben Möglichkeit, in diese von ihm dargestellte Welt einzutauchen.

Edgar Degas

Den begnadeten Maler Edgar Degas mag ich ebenfalls sehr. Meist zeichnete er Balletttänzerinnen und Frauen bei der Körperpflege und auch Portraits. Dafür ist er bekannt. Seine Bilder unterscheiden sich ein wenig von denen der anderen Impressionisten durch eine exakte Linienführung und durch seine Bildkomposition, die oftmals die eigentliche Szenerie an den Bildrand rückt und dadurch eine gewisse Spannung erzeugt, der man sich nur schwer entziehen kann. Besonders gefällt mir sein Gemälde „Musiker in der Oper“. Neben Gemälden fertigte Edgar Degas auch Skulpturen an, meist von Balletttänzerinnen.

Ich finde, gerade der Impressionismus (lat. „impressio“ = Eindruck) spricht direkt die Seele, das Herz an. Meines jedenfalls. Es ist eine Stilrichtung, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand und durch stimmungsvolle Darstellungen und Momentaufnahmen einzelner Lebenssituationen gekennzeichnet ist. Daher kann ich mich gerade mit den Zeichnungen des Impressionismus mehr als mit allen anderen Stilrichtungen identifizieren. Die Gemälde müssen nicht mühsam interpretiert werden. Man versteht sie einfach, kann sie auf sich wirken lassen.

Weitere bekannte Maler des Impressionismus sind Édouard Manet, Berthe Morisot, Alfred Sisley und Mary Cassatt. Später gesellen sich mit dem Post-Impressionismus noch Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul Cézanne und Henri Toulouse-Lautrec sowie mit dem „Pointillismus“ Georges Seurat und Paul Signac hinzu.

Berthe Marie Pauline Morisot

Eine ganz wunderbare Malerin ist in meinen Augen Berthe Marie Pauline Morisot, ich liebe ihre Gemälde sehr. Wenn ich mein Lieblingsbild  benennen müsste, wäre das  Ihr „Sommertag“, ausgestellt in der National Gallery in London. Wunderschön sind die Farben, die sie verwendet, ihr federnder Pinselstrich, die lieblichen Gesichter, die Sommerfrische, die sie gekonnt auf die Leinwand zaubert. Stellte ich mir einen perfekten Sommertag vor, dann denke ich an dieses Bild.

Paul Gauguin

Mit manchen Bildern von Paul Gauguin werde ich nicht so recht warm. Ich weiß nicht genau warum. Vielleicht sind es die Farben, die meist dunkleren, erdigen, grünen Farben, die er oftmals einsetzt. Und die oftmals harten, dunklen Konturen. Paul Gauguin malt aus einer Welt, die mir nicht so vertraut ist. Da er in der Südsee auf Tahiti lebte, hat er diese Welt dort auf seine Leinwand gebracht. Gauguin gehört schon zu den Post-Impressionisten und ist eben dadurch nicht mehr ein ganz typischer Repräsentant des eigentlichen Impressionismus à la Monet oder Pissarro. Er gilt als einer der Wegbereiter des Expressionismus.

Georges Seurat und Paul Signac

Georges Seurats Gemälde finde ich seltsam. Seine Punktetechnik, auch „Pointillismus“ genannt, lassen seine Bilder seltsam leblos und starr erscheinen. Auf mich wirken sie unwirklich. Sie bestehen aus kleinen Farbtupfern, die sich aus der Entfernung als flächige Einheit zusammen setzen. Eines seiner bekanntesten Gemälde, „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ ist im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt.

Ähnlich empfinde ich auch die Zeichnungen von Paul Signac, die denen Seurats sehr ähneln. Ich werde einfach nicht warm mit ihnen.

Gustave Caillebotte

Auf Gustave Caillebotte möchte ich auch zu Sprechen kommen. Er unterscheidet sich von den anderen Malern. Seine Bilder ähneln eher der Fotografie, die erst später aufkam, als klassischen Gemälden. Der spätere bekannte Fotograf László Moholy-Nagy, der von 1923 bis 1928 von Walter Gropius zum Meister an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen wurde, griff mit seinen Fotografien oftmals die gleichen Motive wie der Maler Caillebotte auf.  Eines der bekanntesten Bilder von Caillebotte sind die „Parketthobler“. Ich habe Caillebotte und sein Werk auf einer Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle „Schirn“ vor ein paar Jahren erst kennen gelernt. Er war mir vorher nicht wirklich bekannt.

Vincent van Gogh

Vincent van Gogh, der als einer der Vertreter des Post-Impressionismus gilt und wohl wirklich jedem bekannt sein dürfte, soll hier natürlich nicht unerwähnt bleiben. Wer kennt nicht seine berühmten „Sonnenblumen“ oder sein Selbstbildnis mit dem verbundenen Ohr. Durch seinen geschwungenen Pinselstrich kann man seine Gemälde relativ schnell erkennen. Seine „Sternennacht“ gefällt mir von allen seinen Bildern am besten. Van Gogh zählt nicht zu meinen bevorzugten Malern des Impressionismus.

Mich begeistert die Kunst und hier vor allem die Malerei. Ich mag es, mich in die Bilderwelten zu versenken, um der Realität und dem Alltag für eine kurze Zeit zu entfliehen. Ein Gemälde kann die Phantasie anregen und den Geist inspirieren. Ich finde, dass man Kunst vor allem mit dem Herzen sehen und nicht unbedingt intellektuell ergründen kann.

Wie Arthur Schopenhauer sagt: „Jedes Kunstwerk kann nur durch das Medium der Phantasie wirken.“

Bild von Markus Baumeler auf Pixabay 

3 Kommentare zu „Kunst für Banausen – Maler des Impressionismus

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