Relikt aus einer vergangenen Zeit: Das Schwimmbad

Mit Wehmut denke ich an die Sommer meiner Kindheit zurück, in denen ich ins Freibad ging und dort vergnügliche Stunden verbrachte. Das war für mich der Inbegriff des sommerlichen Vergnügens und der Unbeschwertheit. Leider ist diese Zeit für immer vorbei und sie wird auch niemals mehr wiederkommen.

Hort der Glückseligkeit

So gern erinnere ich mich, wie ich mich an heißen Sommertagen, nachdem es in der Schule „Hitzefrei“ nach der 4. Stunde gab, mit meinem Fahrrädchen auf den Weg ins Freibad machte, um ein wenig Abkühlung im kühlen Nass zu finden. Das war toll, allein diese Vorfreude während des Wegs dorthin, endlich ins Wasser zu springen, zu plantschen, zu schwimmen und die Aussicht auf eine leckere Portion Pommes oder ein Dolomiti-Wassereis, das ich mir dort meistens gönnte. Ich kann mich nicht erinnern, Frei- oder Hallenbäder jemals mit Furcht oder Unbehagen besucht zu haben.

Später dann wohnten wir in einem Wohnpark mit eigenem Schwimmbad. Dort wurde ich dann zur endgültigen Wasserratte. Es verging kein Tag, an dem ich nach der Schule nicht schwimmen ging. Dort schwomm ich dann meine Bahnen, übte mich im Brustschwimmen und Kraulen sowie im Tauchen. Ich sprang kopfüber ins Becken und trainierte schnell zu schwimmen, was mir auch gelang und gehörte schließlich im Schwimmunterricht in der Schule zu den besten Schwimmerinnen. Ob meine Liebe zum Wasser mit meinem Sternzeichen (Fisch) zusammenhängt weiß ich nicht, aber Tatsache ist, dass das Wasser absolut mein Element ist, in dem ich mich wohl und sicher fühle.

Schwimmbäder heute: Orte des Schreckens und der Verwahrlosung

Tja, das war einmal. Vor ungefähr acht Jahren war ich das letzte Mal in einem Hallenbad. Was sich dort an „Badegästen“ im Wasser und am Beckenrand tummelte war einfach nur noch fürchterlich. Es waren Gruppen von ausländischen „Gästen“, die unser Land seit Jahren okkupieren, herzlich eingeladen von Merkel, die unsere Gastfreundschaft aufs schmählichste ausnutzen und sich aufführen, als gehöre ihnen, den neuen Herrenmenschen, hier alles. Es war ohrenbetäubend laut und an ein normales, entspanntes Schwimmen war nicht mehr zu denken. Sich mit unappetitlichen Gestalten in einem Wasserbecken aufhalten ist nicht mein Ding und daher bin ich seither niemals mehr wieder in einer öffentlichen Badeanstalt gewesen.

Diese aggressiv aufgeladenen jungen Männerhorden, die gerade in Berlin Steglitz aufgrund einer Lappalie ihre Messer zückten und das Freibad zu ihrem eigenen Refugium erklärten, jene finden sich mittlerweile in sehr vielen Frei- und Hallenbädern Deutschlands und vergraulen normale Leute wie Du und ich, die einfach nur ein wenig in Ruhe und Frieden schwimmen gehen wollen.

Es ist das gleiche wie mit den Parkanlagen, den Innenstädten, dem ÖPNV und den öffentlichen Toiletten. Auch dort möchte man sich, vor allem als Frau und zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr allein aufhalten. Selbst am helllichten Tage war es mir als Frau nicht mehr möglich, in Offenbacher Parkanlagen in Ruhe auf einer Bank zu sitzen und die Sonne zu genießen oder ein Buch zu lesen. Auf versifften, zerstörten, voll gekotzten, urinierten sowie verschmierten Bänken, umsäumt von Kronkorken, Kippen, Dreck und Müll und belagert von aggressiv aufgeladenen Männerhorden, sitzt man halt nicht mehr gern. Man macht einen großen Bogen um diese ständigen Aufenthaltsorte einer bestimmten Klientel, die ich hier nicht deutlicher benennen möchte, aber ich bin sicher, Ihr wisst, wen ich meine.

Deutschland ist am Arsch

Aber sowas von. Das kann und will ich nicht mehr eleganter ausdrücken. Deutschland hat sowas von fertig und zwar in wirklich jeder Beziehung. Deutschland wird mit grüner Absicht mit Volldampf gegen die Wand gefahren und entwickelt sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu einem Shithole-Land.

Als ich kürzlich in Berlin war und mit der S- und U-Bahn fuhr, da wurde es mir fast schlecht und ich hätte mir eine Maske gewünscht. Nicht aus Angst vor Corona sondern wegen des ekelhaften Gestanks zwielichtiger Gestalten, die dort vollgekifft und besoffen in den Sitzen hingen oder bettelnd und torkelnd durch die Gänge der U-Bahn schlurfen. Grauenhaft, wenn man sich dort für eine längere Zeit aufhalten muss, um ein entfernteres Ziel zu erreichen. Die Grünen wollen uns das Auto und den Individualverkehr nehmen und uns aufs Fahrrad bzw. in den ÖPNV zwingen. In Berlin keimt jetzt die Idee auf, dass jeder zwangsverpflichtet werden soll, ein ÖPNV Ticket zu kaufen, ob er den Nahverkehr nutzt oder nicht, egal. So wie wir gezwungen werden, die GEZ Gebühr zu bezahlen, obwohl wir diesen öffentlichen rechtlichen Scheißdreck schon lange nicht mehr ansehen, soll das mit den ÖPNV Tickets werden. Und genauso wird das sukzessive auch auf anderen Ebenen passieren. Nennt sich Sozialismus. Heraus kommt die totale Verwahrlosung. Geliefert wie bestellt.

Es geht mit großen Schritten voran. Über einen Vergleich der öffentlichen Toiletten in Tschechien und Deutschland habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, der aufzeigt, dass uns Tschechien in Sachen Sauberkeit der öffentlichen WC-Anlagen MEILENWEIT voraus ist:

Das Ende vom Lied

Um auf das Freibad zurückzukommen. Es wird so sein, dass es bald überhaupt keine Frei- und Hallenbäder mehr geben wird. Denn neben dem gruseligen Klientel, das sich dort aufhält, wird es auch in anderer Beziehung ungemütlich dort. Erste Schwimmbäder drosseln aufgrund der hohen Gaspreise bzw. Gasmangel die Wassertemperaturen und in manch einem Schwimmbad kann man bald nur noch kalt duschen. Wer will das noch? Die Leute werden wegbleiben und irgendwann tragen sich diese Einrichtungen nicht mehr. Dann wird man sie schließen und schlägt damit gleich noch Putin ein Schnippchen, so werden sie uns das verkaufen. Wer schwimmen gehen oder warm duschen möchte, ist ein Nazi und Systemfeind sowie Putin-Freund.  Tja, das ist dann im wahrsten Sinne des Wortes eine kalte Dusche und aus der Traum von einem Land, in dem sich die Menschen wohl und sicher fühlen.

Aus der Traum

Es bleiben die Erinnerungen an eine bessere Zeit, an einen unbeschwerten Freibadbesuch im Hochsommer, an gepflegte Parkanlagen, gemütliche und saubere Innenstädte und öffentliche Toiletten.

Schön war die Zeit…

Ein Kommentar zu „Relikt aus einer vergangenen Zeit: Das Schwimmbad

  1. Nicht die Hoffnung aufgeben 😉
    Politiker wie Orban oder Trump zeigen, dass wir immer einen letzten Pfeil im Köcher behalten: MAGA. Make America Great Again. Macht Deutschland wieder groß. Dazu gehören auch so scheinbar nebensächliche Kleinigkeiten wie friedvolle Schwimmbäder, sauberer Nahverkehr, vorzeigbare Toiletten, adrette Parks und müllfreie Innenstädte.
    Irgendwann kommt das große Aufräumen. Im übertragenen wie wörtlichen Sinn. Wir müssen nur kollektiv wagen, Menschen nach vorne zu bringen, die konservativ sind – bewahrend im allerbesten Sinn.

    Gefällt 1 Person

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