Der sozialistische Einheitsmensch – oder: Individualität ade

Für alle Individualisten gibt es schlechte Nachrichten: Die persönliche Entfaltung und Individualität soll ausgemerzt werden zugunsten des sozialistischen Einheitsmenschen. Das wollen die Grünen und ihre reichen Davoser Freunde und Einflüsterer.

Masse statt Klasse

Schon anhand der Wohnungseinrichtung kann man erkennen, dass es in den letzten Jahrzehnten einen Niedergang an Individualität gab. Schuld daran sind Läden wie IKEA oder Depot. Vor allem dem Möbeldiscounter IKEA ist es zu verdanken, dass fast alle Wohnzimmer, Küchen und Schlafzimmer in deutschen Landen fast gleich aussehen. Kennst Du eine Wohnung, kennst Du alle. Sogar die Dekoration wie Bilder an den Wänden, Vasen und sonstiger Billigtand und China Nippes gleichen sich. Der Geschmack der Menschen hat sich angeglichen bzw. ist angeglichen worden. Wenn man Dinge immer wieder sieht, findet man sie irgendwann auch schön und möchte sie haben. Die Individualität in Wohnungseinrichtungen ist flöten gegangen. Fast jeder von uns hat ein Billy-, Kallax,- oder Ivar-Regal zuhause, macht es sich in seinem Wohnzimmer auf einem Ektorp-Sofa bequem, räumt seine Wäsche im Schlafzimmer in eine Hemnes Kommode und seine Klamotten in den PAX Kleiderschrank. Tatsächlich sind die IKEA Schranksysteme mit den verschiedenen Innenausstattungsmöglichkeiten und Schrankfronten gar nicht so schlecht und wenigstens hier lässt sich noch ein wenig eigene „Individualität“ ausleben. Das war es dann aber auch.

Aufgewachsen bin ich in der Wohnung meiner Eltern mit Antiquitäten, die sie damals in Berlin in der Suarez-Straße in Charlottenburg und auf Trödel- und Antiquitäten Märkten mühevoll zusammengesucht haben. Auch in meinem Kinderzimmer gab es außer einem Kiefernholz Kinderbett und einem Echtholz-Schreibtisch nur individuelle Möbel. Nichts passte so richtig zusammen oder war farblich aufeinander abgestimmt. Aber es „lebte“ und hatte Atmosphäre und kein anderes Zimmer sah so aus wie meines. Oder wenn ich an die Wohnung meiner Tante denke, die ebenfalls voller Antiquitäten ist und mit vielen Erinnerungen aus Südamerika (Mexico, Peru) bestückt ist, da sie dort für ein paar Jahre lebte. An den Wänden hängen interessante und nicht alltägliche Bilder, nicht immer wertvolle Dinge, aber für sie sind sie wertvoll, da sie Erinnerungen und Erlebnisse damit verbindet. Besondere Menschen leben in besonderen Wohnungen. Auch meine Mutter hat sich, obwohl sie sich im Alter sehr verkleinert hat, doch das ein oder andere kostbare Möbelstück erhalten und gibt ihrer Wohnung eine absolut individuelle Note.

Wenn es nur die Einrichtung wäre…

Wer es warm braucht wird bestraft

Wirtschaftsminister Habeck bringt gerade ins Gespräch, finanzielle Anreize zu schaffen für Menschen, die die Raumtemperatur von 21 Grad einhalten. Die Regierung will uns also mangels Gas und aufgrund der grünen Agenda dazu bringen, unsere Wohnungen nicht wärmer als 21 Grad zu heizen. Das ist eine bodenlose Unverschämtheit. Und vor allem eine unerträgliche Übergriffigkeit des Staates. Duschen sollen wir ja auch nicht mehr und wenn, dann nicht so warm und nicht so oft. Bald schreiben sie uns vor, welche Körperstellen wir noch waschen dürfen und wie oft wir aufs Klo gehen dürfen. Alles wollen sie reglementieren, wirklich jeden Lebensbereich. Was wir essen und nicht essen dürfen, wohin wir in den Urlaub fahren, was wir einkaufen und mit wem wir Kontakt haben. Nichts, wirklich keinen Lebensbereich gibt es mehr, aus dem der Staat sich noch heraushält. Dass wir alle Individuen sind mit unterschiedlichen Bedürfnissen und körperlichen Fähig- und Unfähigkeiten, interessiert die nicht. Dass wir unterschiedlich denken und fühlen und dass genau diese menschliche Vielfalt uns erst interessant und das Leben bunt macht, das ist nicht mehr erwünscht und den Regierenden ein Dorn im Auge. Sie wollen den Einheitsmenschen mit der Einheitsmeinung und dem Einheitsgeschmack. Das ist das Ziel: Der sozialistische Einheitsmensch, der sich im Gleich- und Stechschritt von den Herrschenden beherrschen lässt. Der nicht mehr aufmuckt oder aus den von der Regierung vorgegebenen Bahnen ausschert. Kennst Du einen, kennst Du alle. Das wollen sie erreichen.

Feind hört mit

Dazu passt, dass Die EU Kommission gerade das sog. „Chat-Gesetz“ plant, mit dem Chat-Protokolle all unserer Gespräche abgehört bzw. kontrolliert werden und das ohne Verdachtsfall. Das bedeutet, dass wir alle ganz legal überwacht werden können. Das wiederum hat Auswirkungen auf unser Verhalten. Wir fühlen uns nicht mehr frei. Wir werden jedes Wort, jeden Text den wir schreiben auf die Goldwaage legen und abwägen, was wir überhaupt noch sagen. Irgendwann werden wir nur noch das sagen, was von den Regierenden freigegeben und unverdächtig ist, aus Angst, dass bei einem unbedachten und von Algorithmen als gefährlich eingestuften Wort am nächsten Morgen der Verfassungsschutz vor der Tür steht und uns mitnimmt. So weit ist es gekommen.

Es ist im Inneren wie im Äußeren alles beliebig und austauschbar geworden. Die paar wenigen Individualisten und Selbstdenker stellen eine Gefahr für die Regierenden dar und sollen daher immer weiter in die Ecke gedrängt, verfolgt und mundtot gemacht werden. Bis sie ihr Ziel erreicht haben: Den sozialistischen Einheitsmassenmenschen.

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