Man sieht nur mit dem Herzen gut…oder: Ein ermutigender Rundgang durch die Wiege Sachsens

Ein Spaziergang heute durchs ausgestorbene Städtchen, und das an einem Samstag vor Weihnachten, machte mich traurig und zugleich auch hoffnungsvoll. Während des Rundgangs keimte Hoffnung auf: Es ist noch nicht alles verloren und die Herzen vieler Menschen sind noch nicht erkaltet. Und das obwohl der Staat mit eisernem Besen den verbliebenen Rest an Mitmenschlichkeit aus den Herzen und aus der Gesellschaft fegen möchte. Aber er hat die Rechnung ohne viele mutige und herzensgute Menschen gemacht.

Ein Licht am Horizont

Ich freue mich, dass es mich hierher verschlagen hat, in eines der vielen standhaften Städtchen Sachsens und das macht mich wirklich glücklich, hier zu sein unter zahlreichen gleichgesinnten Menschen, die es gut mit mir und mit anderen meinen. Bei meinem Rundgang durch die fast verwaisten Altstadtgassen bemerke ich viele Schaufenster, auf denen mutige Geschäftsinhaber durch diverse Schilder und Aufschriften ganz klar Stellung zur staatlich verordneten 2G-Regel bezogen haben. Viele Läden bieten an, ihr Sortiment für die Ungeimpften nach draußen zu bringen, damit diese sich vor dem Ladengeschäft etwas aussuchen können. Eine schrieb, sie würde gerne „alles hinausschleppen“. Ein anderer Laden lädt ein, anzurufen und nach der Geschäftszeit sich per exklusiver Privataudienz Kleidungsstücke in aller Ruhe auszusuchen. Ein paar Cafés und Restaurants schreiben, dass sie bis auf Weiteres geschlossen haben. An einem liebevoll gestalteten Schaufenster für Home Accessoires lädt die Geschäftsinhaberin ebenfalls freundlich auf einer herzförmigen Tafel dazu ein, an die Scheibe zu klopfen und die Artikel draußen vor der Tür anzusehen und ggf. zu erwerben. Das tat ich dann auch. Eine Tasse mit dem Motiv des kleinen Prinzen und der Aufschrift „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ sollte es sein und dann noch ein größerer Untersetzer auf dem verschiedene Tiere des Waldes, die an einer Waldlichtung Ausschau nach etwas halten, abgebildet sind. Man sieht die Tiere von hinten sitzen und zum hellen Horizont sehen, als würden sie auf etwas oder jemanden warten. Das ist für mich symbolhaft und so passend zu dem, was ich derzeit empfinde. Auch ich halte Ausschau nach einem Licht am Horizont. Und ich weiß, dass dies viele von Euch auch tun. Wir haben (noch) Hoffnung. Denn diese stirbt bekanntlich zuletzt.

Die so freundliche Verkäuferin trug mir alles was ich sehen wollte hinaus, beriet mich und verpackte schließlich liebevoll meine ausgewählten Gegenstände und auch die Bezahlung wickelten wir draußen vor der Tür ab. Zum Schluss meinte sie zu uns: „Bleiben Sie gesund und bleiben Sie wie Sie sind“ und zwinkerte uns dabei mit einem freundlichen Lächeln zu. Ja, wir hatten uns verstanden. Sie ist eine Gleichgesinnte. Und ich glaube, wir sind mehr als man uns glauben machen möchte! Auf jeden Fall hier in Sachsen.

Lieber Mitmensch…

Am Schaufenster eines anderen Geschäfts hatte sich jemand besonders viel Mühe gemacht. Auf zwei großen Plakaten stehen Worte, die mich sehr in meinem Herzen berührt haben. So sehr, dass mir beim Lesen die Tränen kamen und ich sie gerne mit Euch teilen möchte:

Danke an all die mutigen Menschen da draußen, die in dieser finsteren Zeit ein Zeichen setzen und damit ein Licht für all die sind, die Angst haben und ihre Hoffnung verloren haben. Danke an alle, die klar Position beziehen an dem Ort und mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Danke an all die Spaziergänger in den vielen Städten Deutschlands, die sich auf den Weg machen und damit ein Statement gegen die Staatswillkür setzen. Danke an alle, die den Mut haben, ihre Anstellung aufzugeben, weil sie sich nicht zu einer Impfung zwingen lassen.

Irgendwann, so hoffe ich, wird eine andere Zeit kommen. Eine Zeit nach Corona. Und dann gilt, was dieser mutige Mensch auf seinem Schaufenster zum Schluss geschrieben hat:

Bitte denkt daran, es wird eine Zeit nach Corona geben, egal welche Meinung ihr jetzt habt. Nur gemeinsam bewältigen wir diese Zeit!!!

Es gibt sie also noch, die Menschen, die ihr Herz auf dem rechten Fleck haben. Menschen, die sich ein Herz fassen und aufstehen gegen Unrecht und Ungerechtigkeit. Menschen, die mit ihren Herzen sehen. Das ermutigt mich. Und ich hoffe, auch Euch mit diesem Text ermutigt zu haben.

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