Mikado – Über ein kastriertes Kinderspiel und den Zustand unserer Gesellschaft

Um mal ein wenig Abstand von den täglichen Horrormeldungen zu bekommen und in wohliger Erinnerung an heitere Kindertage, an denen wir mit der Familie oftmals in den Ferien oder an Wochenenden miteinander spielten, kauften wir uns ein paar alt bekannte Spiele. Darunter war neben „Kniffel“ und „Mensch ärgere Dich nicht“ auch „Mikado“, das beliebte Stäbchen Spiel.

Wie konnte ich bloß meine Kindheit überleben?

Voller Vorfreude auf das Mikado-Spiel, das ich das letzte Mal wohl vor über 30 Jahren spielte, bereitete ich also gestern Nachmittag den Tisch vor, indem ich eine Tischdecke auflegte, damit die glatten Stäbchen auf der sehr glatten Holzoberfläche nicht zu sehr hin- und herrutschen. Dann öffnete ich die kleine Plastikschatulle, in der die spitzen Stäbchen bruchsicher aufbewahrt werden, nahm die Holzstäbchen mit einer Hand heraus, verdrehte sie ein wenig ineinander und ließ sie dann, wie bei Mikado üblich, schnell los, damit sie sich quer über den Tisch und übereinander ausbreiten konnten. Als sie da so über- und untereinander lagen, und ich schon überlegte, wie ich die einzelnen Stäbchen jetzt geschickt unter Zuhilfenahme eines losen Stäbchens herausziehen könnte, ohne dass sich die anderen Stäbchen bewegen, traute ich meinen Augen nicht, was ich dort sah: Sämtliche Stäbchen hatten keine Spitzen. Sie waren stumpf wie Oskar, kastriert, ihres Markenkerns beraubt.

Wie in aller Herrgotts Namen soll man denn mit stumpfen Stäbchen richtig Mikado spielen können?

Die Spitze ist es doch, die man antippen und die Stäbchen dann jeweils anheben und ein darunter liegendes Stäbchen langsam rausziehen kann. Ohne Spitze ist alles spitz- und witzlos. Schlagartig war mir die Lust vergangen. Ist ja klar, dass die Spitzen dem Zeitgeist zum Opfer gefallen sind. Der Zeitgeist, der es hier im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze getrieben hat. Irgendeiner kam auf die Idee, dass die spitzen Stäbchen für Kinder gefährlich sein können. Oh ja, das können sie tatsächlich, das bestreite ich auch gar nicht. Ein offenes Fenster, ein heißer Herd, Küchenmesser, Streichhölzer und vieles mehr können aber ebenfalls für Kinder gefährlich werden. Wenn es danach ginge, müsste man die lieben Kleinen in Gummizellen verbringen und am besten parenteral ernähren. Dann hätte man sie unter Kontrolle und wäre auf der absolut sicheren Seite.

Seltsamerweise haben die gleichen besorgten Eltern, die sonst bei allem auf Nummer sicher gehen wollen, überhaupt keine Probleme damit, ihre Kinder einer unerprobten Gen-Impfung auszusetzen. Wie schizophren ist das denn bitteschön? Wenn ich Mutter wäre, so würde ich darum kämpfen und zwar bis zum Äußersten, dass mein Kind nicht mit solch einem Zeug geimpft wird.

Diese betüttelten Kinder, die jetzt also mit spitzenlosen Stäbchen so tun, als würden sie Mikado spielen, bekommen von ihren überbesorgten Eltern dann passenderweise auch nur noch gesunde, gesinnungsreine Süßigkeiten wie die, die die Firma Katjes jetzt herausgebracht hat: Auf der hellblauen Tüte ist ein Einhorn und ein Regenbogen zu sehen. Einhorn und Regenbogen sind Symbole für Bisexualität und queere Identitäten im Allgemeinen. Diese gesinnungsreinen Gummis sind natürlich klimaneutral, ohne tierische Gelatine und vegan. Mehr Zeitgeistpropaganda geht wirklich nicht mehr. Da spielen also die lieben antiseptischen Kleinen heute mit Mund- und Nasenschutz lieber an sich selber herum, so wie das die Frühsexualisierung in den Kindergärten vorsieht und kauen dabei auf zuckersüßen aber dafür klimaneutralen Kaugummis, anstatt sich ihres Kinderlebens zu erfreuen, wie das früher bei uns Kindern der Fall war. Wir aßen in der großen Pause leckere (heute rassistische) Mohrenkopfbrötchen und spielten stundenlang draußen auf der Straße oder im Wald Cowboy und Indianer oder holten uns beim Rollschuhfahren blutige Knie und Ellenbogen. Die Mikadostäbchen hatten noch Spitzen und wir bastelten an Weihnachten Sterne aus der (heute bösen) bunten Alufolie. Ich weiß von manchen Jungs, dass diese gerne mit ihrer Laubsäge Allerlei aus Holz ausgesägt haben. Keiner hat da geschrien, wie gefährlich das doch ist. Die Süßigkeitenverpackungen früher waren noch nicht voll gepflastert mit queeren und sonstigen Zeitgeistbotschaften und wir Kinder sind noch ohne Helm Fahrrad gefahren. Wir waren einfach Kind und man ließ uns Kinder sein. Wir durften spielen was wir wollten und hatten jede Menge unbeschwerten Spaß. Einfach so.

Schön war die Zeit

Nichts, wirklich nichts, bleibt so wie es einmal gut war und Spaß machte. Selbst harmlose Spiele fallen dem Zeitgeist zum Opfer. Pippi Langstrumpf und Bücher von Erich Kästner stehen plötzlich unter Generalverdacht, sie seien rassistisch. Es geht nur noch 24/7 um Gesinnung. Kleinste Kinder plärren schon vom Klimaschutz, aber nicht weil sie von selbst darauf gekommen sind. Nein, sie werden schamlos missbraucht von jenen Klima-Apologeten, die ihre Agenda mit Gewalt und ohne Rücksicht auf Verluste vorantreiben möchten. Über die Schulen wird das an die Kinder gebracht und natürlich auch über die Medien. Es ist eine konzertierte Aktion, die zum Ziel hat, die Kleinsten schon aufzustacheln gegen ihre Eltern und gegen alles, was früher einmal galt und gut war. Mit spitzen Holzstäbchen dürfen sie nicht spielen, aber älteren Menschen und ihren eigenen Eltern ein freches Maul anhängen, sie belehren und beschimpfen, das dürfen sie, die „lieben“ Kleinen.

Verkehrte Welt.

Die neuen Männer haben keine Eier, die neuen Frauen keine Anmut, das neue Mikado-Spiel hat keine Spitzen und die neue Freiheit gibt es nur noch mit Impfung.

Ein Kommentar zu „Mikado – Über ein kastriertes Kinderspiel und den Zustand unserer Gesellschaft

  1. „Ihr sollt nix mehr können,
    damit eure Abhängigkeit immer größer wird
    – und perfekter für uns!“

    -> Und wenn ihr mal spielen wollt (oder wachsen), dann geben wir euch was „toll-Destruktives“,
    ein oberflächliches Räppelchen ohne geistigen Nährwert „… und halten euch beschäftigt“.

    Wem fällt da nicht die Ausrichtung und Proklamierung einer UN-Tochter ein,
    wo als Ziel schoko-braune Mischlinge mit einem IQ von 70/80 herangezogen werden sollen,
    die zwar noch monotone Fließband-Arbeiten hinkriegen, jedoch scheitern beim Reflektieren des eigenen Seins.

    Schöne Neue Welt, yepp und wer mit grausen oder mißtrauen an andere literarische Dystopien denkt,
    der liegt blöderweise mal gar nicht so falsch:

    Alles läuft, die Agenda wird umgesetzt!

    Trotzallem, haufenweise Mut
    und Liebe,
    Raphael.

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