Kaltes Land oder: Relikt aus einer längst vergangenen Zeit: Menschlichkeit

Seit nunmehr fast zwei Jahren ist es kalt in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern dieser Erde geworden. Viele Menschenherzen sind erstarrt und das einstige Lächeln in den Gesichtern der Menschen ist erfroren – eingefroren – durch eine von mir noch niemals so dermaßen schmerzlich empfundene menschliche Kälte, die das Land in ein eisiges Gewand hüllt.

Der Geist ist aus der Flasche

In den letzten Wochen überschlagen sich die täglichen Horrormeldungen zu neuen, perfiden Restriktionen für die unfolgsamen impffreien Menschen. Es schaukelt sich regelrecht hoch, so kommt es mir vor und Undenkbares wird denkbar. So äußerte Spahn tatsächlich, dass er sich vorstellen kann, die unwilligen Impffreien das ganze Jahr 2022 und vielleicht sogar noch länger vom öffentlichen Leben auszusperren. Nur noch ins Rathaus oder in den Supermarkt dürften sie dann noch gehen. Da eine allgemeine Impfpflicht schwierig sei umzusetzen, würde man es eben so versuchen und dann würden sie mal sehen, wo der Hammer hängt, die renitenten Ungeimpften, die für uns alle eine Bedrohung darstellen und jetzt endlich diszipliniert werden müssten. Das mit dem Hammer hat er so nicht gesagt, aber der Tenor war genau so. Und genau so wollte er sich auch verstanden wissen.

Und ja, wir haben verstanden. Wir wissen woran wir sind und was wir von dieser Regierung und wahrscheinlich auch von der zukünftigen Regierung zu erwarten haben. Auch Bundeskanzler in spe, Olaf Scholz, sprach von einem „Instrumentenkasten“ in Bezug auf Maßnahmen gegen das Virus bzw. gegen die aufmüpfigen, unverbesserlichen Ungeimpften, aus dem man sich bedienen könnte, in dem alles denkbar sei. Alles? Ja, alles ist mittlerweile denkbar. Der Geist des Hasses und die Jagd auf den neuen Tod- und Staatsfeind der Nation ist aus der Flasche und ich habe gerade wirklich meine Zweifel, ob man diesen Geist je wieder wird einfangen können. Der Hass auf impffreie Menschen bricht sich gerade dermaßen Bahn, er überschlägt sich in seiner unbändigen Wut auf Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen.

Corona ist ein Lackmustest

Corona bzw. diese „Pandemie“ reinigt aber auch die Beziehungen zwischen den Menschen. Jetzt wird offenbar, wer wirklich ein Freund ist und wer nur ein Schönwetterfreund war. Corona zeigt, was in den Menschen steckt und leider wird offenbar, wie viel Schlechtes, Bösartiges und Falsches in ihnen steckt. Es zeigt auch, dass die Menschheit rein gar nichts dazu gelernt hat aus finstersten Zeiten. Es kann jederzeit wieder alles Undenkbare geschehen in diesem Land. Ein Twitterfreund formulierte es so: Jeder, der im Geschichtsunterricht geschlafen hat, bekommt jetzt einen lebendigen Anschauungsunterricht, wie sich das damals alles zugetragen hat, als man auch eine Gruppierung von Menschen zum Abschuss freigegeben hat und diesen Menschen ihr Menschsein abgesprochen hat. Man hat sie zuerst entmenschlicht und dann stürzte sich die von den Herrschenden und Medien aufgestachelte Meute auf sie. Früher hieß es „kauft nicht bei Juden“ heute „Ungeimpfte hier unerwünscht“. Ja, das steht (stand) tatsächlich auf einem Schaufenster. Wie viel muss noch geschehen, bis auch der Letzte begreift, was hier gerade geschieht? Muss es wirklich ganz schlimm kommen?

Worum geht es wirklich?

Spahn sagte, dass es ganz egal ist, wie hoch oder niedrig die Inzidenz nächstes Jahr sein wird, die 2G Regel für Ungeimpfte sollte trotzdem gelten. Also auch bei einer Inzidenz von 0? Also geht es gar nicht um Gesundheit. Das hat er damit offen zugegeben. Es geht darum, die ungehorsamen Menschen zu disziplinieren. Nur darum geht es. Und es ging auch überhaupt noch nie um Gesundheit oder Schutz der Menschen. Das wird immer offensichtlicher – für die, die es sehen wollen, ist es ganz klar. Hier wird etwas ganz anderes aufgezogen, etwas viel Größeres und Komplexeres. Klaus Schwab hat es ja deutlich in seinem Buch „The Great Reset“ beschrieben. Corona dient als Türöffner für die Transformation der Gesellschaft hin zu einer Überwachungs- und Hygienediktatur, zu einem Ökofaschismus, der die Menschen optimieren will (Transhumanismus) und ihm jegliche Individualität nicht mehr zugesteht. Wir sollen vollgepumpt und vollgespritzt mit Medikamenten und Gen-Impfungen werden und besitzen dürfen wir nichts mehr, nicht einmal mehr eine eigene Meinung oder das Recht auf Selbstbestimmung. Das ist nicht mehr gefragt in dieser Neuen Zeit. Was bzw. wer nutzlos ist, wird keine Lebensberechtigung mehr haben. Und genau das sollen wir nun eingetrichtert bekommen. Wir werden konditioniert hin zu staatsgläubigen, untertänigen, unkritischen Subjekten, die niemals in Frage stellen, was die Herrschenden ihnen befehlen. Und nicht nur das, bejubeln sollen wir das sogar noch. Daher sind all jene, die aufbegehren, die auf die Straße gehen und die in ihrer Familie oder Firma einsam auf weiter Flur standhaft bleiben, die neuen Staatsfeinde, die es zu bekämpfen gilt. Daher weht der Wind. Der eisige Wind der Unmenschlichkeit, der uns entgegenschlägt und der viele von uns gerade sehr nieder drückt. Manch einer gibt auf und lässt sich die Spritze geben, weil er nicht mehr kann. Oder weil es doch bequemer ist. So traurig ist das.

Menschliche Wärme

Gestern hatte ich dann unverhofft doch eine tolle Begegnung in der Stadt. Eine Gruppe von sechs Leuten stand mit einem Plakat bzw. Banner „Keinen ausgrenzen –  2G beenden“ bei eisiger Kälte an der Straße. Wir kamen ins Gespräch und ich lernte wahnsinnig freundliche und herzliche Menschen kennen, die sich jeden Montag zum Spazierengehen treffen und dafür einsetzen, diese Coronadiktatur enden zu lassen. Zum ersten Mal nach fast zwei Jahren gaben mir Menschen ihre Hand und sie zeigten mir ihr Gesicht. Ich sah in freundliche Augen und lachende Gesichter. Eine Frau erzählte mir, wie es damals in der DDR war und dass wir jetzt wieder so weit sind. Sie stand damals 1989 schon einmal mit vielen Menschen Montag für Montag auf der Straße und begehrte auf. Damals mit Erfolg. Das war wirklich eine herzergreifende und auch ermutigende Begegnung mit diesen couragierten und engagierten Menschen. Wir wollen in Kontakt bleiben. Wir wurden herzlich eingeladen und ja, wir werden kommen und mitlaufen. Es braucht nicht nur die ganz großen Demos im fernen Berlin. Allein solch ein Plakat an einer gut frequentierten Straße bewirkt schon viel! Es kamen noch mehr Fußgänger vorbei und zeigten sich begeistert von dieser Aktion. So haben sich alle gefreut. Die, die dort standen und jene, die merkten, dass sie nicht allein sind und dass es Gleichgesinnte gibt die sogar ganz in ihrer Nähe sind.

Ganz wichtig in diesen kalten Zeiten ist es, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden und auch ein wenig menschliche Wärme und Herzlichkeit zu tanken. Menschlichkeit wieder zu erfahren, wo uns doch täglich seitens der Medien, der Mitmenschen und der Regierung nur Kälte und Hass entgegenschlägt.

In den letzten beiden Jahren ist uns die Menschlichkeit abhanden gekommen. Wir betrachten unsere Mitmenschen nur noch als potentielle Virenüberträger und Gefährder. Wir geben uns nicht mehr die Hand, spüren nicht mehr die Wärme und das Wohlwollen unseres Nächsten und durch die Masken bleibt ein Lächeln, so es überhaupt eines gibt, so gut wie ungesehen. Traurige Zeiten sind das.