Abschied vom Paradies – oder: Warum Auswandern doch keine gute Idee ist!

Vor gut einem Jahr habe ich mein Heimatland Deutschland verlassen und bin mit Sack und Pack nach Tschechien gezogen. Mit im Gepäck hatte ich die Hoffnung, dass es in Tschechien besser ist als im hoffnungslos verloren gewähnten Deutschland. Und tatsächlich, zuerst sah das auch genau so aus. Voller Begeisterung schrieb ich meinen ersten Artikel „Willkommen im Paradies“. Aber dann kam alles anders.

Auf der Suche nach dem Paradies

Sollten wir danach streben, das Paradies zu suchen? Gibt es einen Ort der Glückseligkeit, an dem alles gut und schön ist? Oder wenigstens besser oder erträglicher? Nachdem ich nun seit 14 Monaten in Tschechien lebe, stelle ich fest: Nein! Diesen Ort gibt es nicht. Hier ist nicht das Paradies und ich glaube auch, dass das vermeintliche Paradies nirgendwo anders zu finden ist, als in einem selbst.

Nach einem entspannten Sommer letztes Jahr in Tschechien zogen ab Herbst plötzlich die Coronamaßnahmen extrem an und ein langer, harter Lockdown bis weit ins Frühjahr hinein war die Folge. Das tschechische Regime entpuppte sich als Corona Hardliner und der Ministerpräsident sowie die ebenso wie in Deutschland gleichgeschalteten Blockparteien waren und sind ebenso auf strammem UN-Agenda 2030 Kurs. Auch hier in Tschechien sind die gleichen Klima- und Gender-Ideologen am Werk und im tschechischen Fernsehen läuft ebenso wie in Deutschland Corona in Endlosschleife und die Impfung wird hier ebenso unerträglich penetrant propagiert. Sogar von einer allgemeinen Impfpflicht nach den Wahlen im Oktober war schon die Rede. So habe ich mir das Paradies nicht vorgestellt.

Nach anfänglicher großer Begeisterung über dieses kleine, überschaubare Land mit liebenswerter Landschaft merkte ich von Woche zu Woche, dass mein Heimweh nach Deutschland immer größer wurde. Es waren Kleinigkeiten, die ich vermisste. Vor allem nette Begegnungen mit Menschen, die meine Sprache sprechen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mir wurde klar, wie wichtig es ist, sich verständigen zu können und dass es (mir) eben nicht reicht, eine Sprache auf absolut niedrigem Niveau zu verstehen und zu sprechen. Sprache ist elementar. Und auch die Sozialisierung, die Herkunft und eine gemeinsame Geschichte. Ich fühlte mich als Fremdkörper hier, so nett die Menschen auch sind, aber sie leben in einer Parallelwelt, die nicht die Meine ist. Es ist, als würde mich eine unsichtbare Wand von ihnen trennen. Ihre Feste sind nicht meine Feste, ihre Lieder sind nicht meine Lieder. Ihre Geschichten sind nicht meine Geschichten. Mir ist mit den Monaten klar geworden, dass ich doch sehr an meinem Heimatland Deutschland hänge, so schlecht dort vieles auch ist. Trotzdem ist dies meine Heimat, in der Menschen leben, mit denen mich doch so viel mehr verbindet, als ich mir erst eingestehen wollte.

Erst wenn man etwas nicht mehr hat, weiß man es zu schätzen

Jedes Mal, wenn ich in den letzten Monaten Deutschland besuchte, freute ich mich, wieder mal ein leckeres Bauernbrot oder leckere deutsche Wurstwaren zu essen. Ich merkte, wie viel besser doch die Auswahl und die Qualität der Waren in Deutschland sind und wie lieb mir doch so viele Produkte in Deutschland geworden sind, für die ich in Tschechien keinen annähernden Ersatz fand. Ich genoss es, in meiner Muttersprache mit Menschen zu sprechen und mir wurde klar, wie sehr mir das hier fehlt. Mir wurde bewusst, dass ich zwar all die Monate hier in Tschechien lebte, aber doch immer weiterhin die Deutschen Nachrichten verfolgte und ich beim zappen oftmals beim Hessischen Rundfunk hängenblieb und mir beim Hören der regionalen Nachrichten wehmütig ums Herz wurde. Die Moderatoren dort kamen mir wie vertraute alte Bekannte vor, auch wenn sie nun wie überall vorwiegend auf Corona gebürstet sind. Immer öfter dachte ich, dass es hier in Bezug auf Corona und die anderen Ziele der Agenda 2030 genauso schlimm ist wie in Deutschland mit dem Unterschied, dass mir hier Sprache und Menschen fremd sind. Es ist doch so: Einen alten Baum, der breitflächig Wurzeln geschlagen hat, verpflanzt man nicht mehr so ohne weiteres.

Können wir entfliehen?

Mir ist klar geworden, dass meine Wurzeln in Deutschland sind, trotz allem Schlimmen, das sich dort seit Jahren zuträgt. Trotz Migration, Klima-, Corona- und Genderwahn ist Deutschland meine Heimat! Neben all den Verblendeten, Bekloppten und Indoktrinierten gibt es ja auch noch Euch! Die meisten meiner Freunde und Leser leben in Deutschland und auch und gerade sie machen das Deutschland aus, nach dem ich mich zurücksehne. Mit all jenen Menschen wäre es möglich, eine Wende einzuleiten und aktiv zu einer Verbesserung beizutragen. Und wenn das nicht gelingt, dann sind wir eben füreinander da und machen das Beste aus dem Schlechten. Miteinander ist es besser als ohne einander. Mir kam der Gedanke, dass man sich zuhause trifft, so wie die frühen Christen es taten, die sich im Geheimen zuhause trafen, weil sie damals als christliche Sekte von der Obrigkeit verfolgt wurden. Sie halfen sich gegenseitig, hatten ihre geheimen Zeichen und bauten quasi eine Parallelstruktur auf.

Zusammen ist man weniger allein

Ich glaube in diesen unruhigen Zeiten, in denen ein breiter, dunkler Graben die Menschen voneinander trennt, ist es mehr denn je unbedingt notwendig, Gleichgesinnte und Freunde in der Nähe zu haben, die sich gegenseitig unterstützen. Mehr denn je ist es wichtig zusammenzustehen und zusammen neue Wege zu gehen. Es ist wichtig, sich zu verbünden und ggf. eine Parallelgesellschaft aufzubauen. Wie sollte das funktionieren, wenn jeder das Land verlässt und auf eigene Faust sein Glück sucht? Und – wo soll man es denn finden, dieses Glück oder das „Paradies“, wenn man es nicht in sich selbst findet? Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass es woanders nicht besser ist, nur anders schlecht! Es gibt keinen Hort der Glückseligkeit oder Land der Unschuld mehr! Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, die Massenmigration, der ganze grünsozialistische Mist, ist ausgemachte Sache! Und zwar weltweit. Bei den einen kommt es früher, bei den anderen später. Kein Land kann sich der weltweiten Agenda entziehen. Und hört mir mit Schweden oder der Schweiz auf. Der bargeldlose Zahlungsverkehr und damit einer der Hauptwerkzeuge zur Massenüberwachung ist in Schweden so gut wie abgeschlossen. Und auch die Schweiz macht voll mit bei der Corona-, Klima-, und Gender-Agenda. Ich war erst kürzlich in der Schweiz und habe gesehen und gehört, wie es dort läuft. Dasselbe in grün, nur noch viel teurer. Wir können nicht entfliehen. Wenn wir etwas bewegen wollen, so geht dies nur gemeinsam und zwar dort, wo die Chancen sich zu verbünden am Größten sind! Und das ist nicht im Ausland.

Abschied vom Paradies

Ihr ahnt es bereits, dass ich mit diesem Text meinen Abschied vom Paradies eingeläutet habe.

Ja, die Entscheidung, Tschechien zu verlassen und wieder zurück nach Deutschland zu gehen ist definitiv. Eine Frage stellte sich noch, ob es West- oder Ost-Deutschland sein sollte. Nach ein paar Sekunden Nachdenken war klar, dass es nur Ost-Deutschland sein kann. Denn dort sind die Menschen noch eher sensibilisiert, was die Machenschaften der Obrigkeit betrifft. Dort ist die Verblendung in Bezug auf die Massenmigration aber auch in Bezug auf Klima, Corona und Gender noch nicht so weit vorangeschritten wie in den westlichen Bundesländern. Daher wird es mich nun also, wenn alles gut geht, ins schöne und standhafte Sachsen verschlagen.

Aus der Traum?

Nun, natürlich werde ich auch hier wieder mit einem lachenden und einem weinenden Auge fortgehen. Vermissen werde ich die beschauliche Gemütlichkeit und entspannte Gemächlichkeit des Landlebens. Vermissen werde ich meine Schaukel und das morgendliche Wecken durch die vielen Hähne in der Nachbarschaft und das tägliche Gackern der glücklichen Hühner vom Garten nebenan. Vermissen werde ich die ohrenbetäubende Stille und die schwarze Nacht, in der man noch zahlreiche Sterne zum Greifen nah am Himmel sehen kann. Vermissen werde ich das leckere Softeis und die tollen Kuchen und Waffeln. Vermissen werde ich super saubere und kostenlose Toiletten in den Einkaufscentren. Vermissen werden ich die entspannte Unaufgeregtheit der Tschechen, die Fünfe gerne auch mal gerade sein lassen. Vermissen werde ich die freundliche Hilfsbereitschaft der schnörkellosen, aber grundehrlichen Menschen. Vermissen werde ich, dass es hier keine Negativzinsen gibt, da Tschechien nicht im Euro ist. Vermissen werde ich, dass man mit weniger Geld zu viel mehr kommt als in Deutschland.

Ist mein Traum vom Paradies geplatzt? Nein. Denn mir ist klar geworden, dass es das Paradies in dem Sinne gar nicht gibt und eine Suche danach ein sinnloses Unterfangen ist. Das Paradies kann man nicht einfach irgendwo finden. Es wartet nicht auf einen. Das Paradies muss man sich erarbeiten. Und das jeden Tag aufs Neue. Das Paradies ist, von Menschen umgeben zu sein, die die gleiche Sprache sprechen. Das vermeintliche Paradies kann sich schnell auch als ein Gefängnis entpuppen. Mir ist klar geworden, dass ich weder auf den Malediven noch in Florida, weder in Arkadien noch im Wolkenkukucksheim leben möchte. Ich möchte in meiner Heimat leben. In dem Land, in dem ich aufgewachsen bin und dessen Geschichten und Lieder ich kenne. Ich möchte in dem Land leben, in dem meine Familie und Freunde leben, die ich jederzeit besuchen kann und sie mich. Ich möchte in dem Land leben, das mich, Tamara Breitschneider, braucht und in dem ich persönlich dazu beitragen kann, dass es wieder besser wird.

Das Paradies ist da, wo ich bin.

Voltaire

35 Kommentare zu „Abschied vom Paradies – oder: Warum Auswandern doch keine gute Idee ist!

  1. Ja es ist immer schwierig die Heimat zu verlassen und es wird immer Sachen geben die man vermisst. So geht es unseren ausgewanderten Freunden auch die wir in regelmäßigen Abständen mit den lieb gewonnenen Leckereien im Ausland versorgen. Und ja es ist auch schwierig mit der Sprache. Und ein drittes Ja das ich mich so entscheiden würde wenn die Wahl zwischen deutschem Kokolores Diktat und ausländischem Kokolores Diktat stehen würde.Fakt ist in vielen Ländern ist es momentan so und die Fluchtinseln werden weniger. Momentan sind diese wohl nur noch auf dem Balkan zu finden. Aber auch da kann es einem passieren das die Stimmung in 12 Monaten wieder gekippt ist und die Schlinge sich weiter zu zieht. Ob Ostdeutschland besser/schlechter ist wird schwierig zu entscheiden sein. Ich kennen Gegenden im Osten wo die Kokolores Hysterie schlimmer ist als im Westen und umgekehrt. Wichtig ist ein gleichgesinnter Freundeskreis egal wo. Auch ich beschäftige mich mit dem Gedanken Deutschland zu verlassen, ob auf zeit oder für immer steht auf einem anderen Blatt. Noch sage ich mir sind die Lücken um das System/die Bürokratie hier auszutricksen gegeben. Noch haben wir keine Zustände wie in Australien. Aber sicher bin ich mir, sollte es soweit kommen dann gehe ich egal wieviel nett gewonnene Dinge ich dann nicht mehr haben oder vermissen werde. Für deinen Rückzug viel Glück. Für mich wäre dann eine ländliche Gegend die erste Option in der Oberlausitz oder in Brandenburg. Wichtig wohl eher die ländliche Gegend.

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  2. Na dann, herzlich willkommen zurück, Tamara… ja, der Widerstand hier kann jeden aufrechten Menschen mehr gut vertragen, der sein Herz noch am rechten Fleck trägt und die Feder mit der Hand und gutem Hausverstand so gut schwingen kann wie Du, liebe Mimenschin! 🤗 Lass uns gemeinsam für eine bessere Welt einstehen, auch wenn dieser Kampf vermutlich eine Ewigkeit dauern wird…
    Liebe Grüße, Jürgen

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  3. Sehr schöner und treffender Text!
    Es ist wahr und diese Überlegungen hatte ich auch. War schon mehrere Male für lange Zeit im Ausland, habe aber festgestellt, daß der Ort an dem man aufwächst die Biografie und Persönlichkeit bestimmt. Ich kann mir zwar ein wärmeres und lockereres Klima vorstellen, aber in der derzeitigen desolaten Lage ist das nirgendwo zu finden.
    Mein Favorit ist derzeit Bad Reichenhall/Berchtesgaden oder dort, wo ich ländlich wohnen und arbeiten kann.
    Die kleinen, realen, analogen Gemeinschaften sind das was zählt. Zumindest solange der Mob nicht auf Jagd geht. So wie die frühen Christen heimlich ihren Glauben lebten, werden – so glaube ich – Menschen, die nicht Mitläufer sind, auch leben müssen.
    Das wichtigste aber ist, daß wir Visionen erschaffen für das Danach. Denn das klägliche und verlustreiche Scheitern dieser Dystopie ist unausweichlich.
    Dir viel Glück in Sachsen 🙂

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  4. In meiner ganzen (neu entstandenen) Bekanntschaft geht es ständig um dieses Thema: Wohin sollen wir gehen, wenn sie uns hier nicht mehr in Ruhe lassen?

    Wir hatten im letzten Sommer darüber nachgedacht, in die Niederlande zu gehen, die waren schon immer etwas toleranter, es lebt(e) sich dort relativ entspannt, der Lebensstandard ist hoch und die Sprache anders als eine slawische Sprachen schnell zu erlernen und wir hätten auch von hieraus arbeiten können Alles erschien vielversprechend. Dann waren wir im Frühherbst noch einmal dort und erlebten, wie die Dinge binnen Tagen ins Gegenteil kippten und es war plötzlich schlimmer als bei uns.

    Es gibt keinen Ausweg, nicht durch Auswanderung – ausgenommen, du hasst einen Sack von Geld und kannst dir das Paradies kaufen, aber dann kannst du auch hier bleiben und dir einen goldenen Käfig bauen. Alle anderen mit Durchschnittseinkommen und -existenz werden hier bleiben müssen und hier um ihre Freiheit kämpfen müssen.

    Klar könnte ich beispielsweise nach Moldawien gehen, ein bettelarmes Land, in dem ich mit meinem bisschen Geld wie ein König dastehen könnte und wo das Land zu arm für „Maßnahmen“ ist. Ich könnte in den Yukon gehen, dort habe ich Bekannte und der Yukon ist dünn besiedelt, aber der Yukon gehört zu Kanada und unter Trudeau zu leben dürfte genauso gemütlich werden wie unter dem möglicherweise drohenden Bärbock-Regime. Zumal selbst im Yukon im hinterletzten Waldviertel mittlerweile die RCMP auftaucht und die Einhaltung der Maßnahmen einfordert. Du hast nirgends deine Ruhe, selbst in Schweden weißt du nicht, was passiert, wenn morgen Tegnell ganz zufällig vom Bus überfahren werden sollte.

    Wir müssen hierbleiben, uns vernetzen und uns gemeinsam gegen den Irrsinn stemmen. Das wird ein langer und harter Kampf werden und vielleicht wird er eines Tages in einer blutigen Revolution (und dann in einer anderen Dystopie) enden. Wegzugehen lohnt sich erst, wenn sie dir direkt nach dem Leben trachten, wenn sie anfangen, deine Kinder wegzunehmen, wenn sie dich in Lager stecken. Vorher bleibe ich hier und stemme mich gegen den Sturm. Es geht nur darum, den richtigen Moment zu erwischen, bevor es definitiv zu spät ist.

    -apfelpuree (bei Twitter mittlerweile gesperrt)

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    1. Hallo Michael, hallo Tamara,
      eure Texte sind gut, aber es sind nur Meinungen. Es gibt zu solchen komplexen Themen keine einseitigen Texte, die die Lage pauschal und für alle gültig beschreibt.
      Zuerst zu dir Tamara: Tschechien ist meine 2. Heimat geworden, ich kenne dort einige Menschen und kann auch behaupten, daß ich dort Freunde habe. Ich konnte immerhin einige Wörter lernen und Redewendungen und zum Glück sprechen meine Bekannten alle sehr gut englisch, so daß die Kommunikation kein Problem darstellt.
      Wie ticken die Tschechen? Natürlich hat jede Gegend ihre eigenen Traditionen, aber die Tschechen sind schon sehr nahe an den Deutschen/Bayern/Österreichern. Vieles Kulinarisches ist angelehnt an unsere gutbürgerliche Küche: Schnitzel, Knödel, Gulasch, dazu Bier, da war wenig Neues für mich dabei.
      Es sind gesellige Menschen, mit etwas mehr Draht zum Sport / zur körperlichen Fitness, hilfsbereit, freundlich und tolerant gegenüber anderen Ansichten.
      Das Land ist wunderschön, es fehlt nur das Meer und Prag hat als Stadt alles, was man sich wünschen kann. Kultur, Events, Leben aber auch erhaltene geschichtsträchtige Gebäude.
      Es ist klar, aller Anfang ist schwer und speziell zu Beginn fallen einem die Unterschiede auf und die Dinge, die fehlen. Aber das ist ähnlich, wenn man von München nach Worms zieht, oder nach Ludwigsburg (2 meiner über 20 Umzüge).
      Zu Corona: Ja 2020 war in Tschechien bis zum Herbst deutlich entspannter als in Deutschland. Im Winter hatten sie mit die schlimmsten Zahlen und dort waren die Krankenhäuser anscheinend wirklich am Limit oder überlastet. Ich kann es persönlich schwer vergleichen, denn ich war in Deutschland, aber alle meiner tschechischen Bekannten haben das berichtet und die offiziellen Zahlen bestätigen das. Insofern kann ich zumindest deren härteren Lockdown eher verstehen (auch wenn ich nicht glaube, daß es was bringt) als ähnliche Maßnahmen in DE. Der Unterschied ist, sobald die Zahlen runtergehen, werden die Maßnahmen schneller gelockert und das normale Leben kehrt zu einem höheren %-Satz zurück als es in Deutschland der Fall war. Und insbesondere wenn die Zahlen niedrig sind, schauen weniger Offizielle streng nach. Und Denunzierung habe ich dort auch nicht erlebt. Du hattest es angedeutet, die Tschechen lassen dann 5 auch mal gerade sein.
      Der für alle Osteuropäischen Länder gleichermaßen geltende Unterschied zu Deutschland sind folgende 2 zumindest für mich sehr wichtige Aspekte:
      1. Die Osteuropäer wollen mit überwiegender Mehrheit keine Zuwanderung von kulturfremden Menschen, weder aus Afrika, noch aus Asien. Man hat sich überall dort zu weniger sozialem Netz und mehr Kapitalismus entschieden, einem System, daß ich selbst auch befürworte und das weniger Wirtschaftsflüchtlinge anzieht.
      Allein diese Hysterie der Deutschen, anderen, weit entfernten Ländern zu helfen durch Geld aber auch durch Massenmigration ist ein Grund zur Flucht für mich. Ich bin jetzt 50 Jahre alt und kenne ein anderes Deutschland, wo man sein Auto nicht abgeschlossen am Sonntag Nachmittag vor dem Eiscafe stehen lassen kann. Ein Deutschland, wo man nachts keine Angst zu haben braucht, wenn man mit der S-Bahn zu einem entlegenen Bahnhof fahren muß. Eine meiner Ex Freudinnen war auf einer Realschule in Berg am Laim Lehrerin und die Anzahl der Ausländer betrug damals (vor knapp 20 Jahren) 85%. Mitten in München. Das hatte Folgen auch für die deutschen Schüler, denn der Schlechteste gibt das Tempo vor.
      2. Wir alle sind uns bewusst, daß es um die Agenda 2030 geht? Nicht um die Rettung vor einem Virus?! Gut, und sobald dort die Menschen diese Entwicklung sehen, und das wird bald der Fall sein, ist es vorbei für die Agenda. Diese Menschen haben selbst (oder zumindest deren Eltern) den Sozialismus erlebt und sich mühsam eine neue schöne Welt aufgebaut. Diese Menschen werden es nicht zulassen, zurückzukehren zum Sozialismus.
      Das ist nebenbei bemerkt auch einer der Gründe – meiner Meinung nach – warum in Ostdeutschland auch weniger Menschen diese Agenda schlucken als in Westdeutschland.
      Und wenn dieser NEO-Sozialismus daherkommt, egal mit welchen Argumenten (Klima), dann werden weder Polizisten noch Soldaten die korrupten Politiker schützen, denn auch diese „normalen“ Menschen haben keinen Bock auf Polizeistaat.
      Das Selbe gilt meiner Meinung nach für die USA, wo wir ja alle merken, wie es immer schwerer wird für Fauci, Biden und co, ihre Agenda durchzuziehen. Dort haben die Menschen selbst Waffen und dort fürchten ALLE, Republikaner wie Demokraten, den Kommunismus/Sozialismus mehr als der Teufel das Weihwasser. Und auch dort gilt, die Armee wird die USA schützen, nicht unbedingt den Präsidenten. Will der Präsident das Volk unterjochen, wird es dort nicht einfach hingenommen werden.
      In (West)Deutschland sind insbesondere die jüngeren Generationen, verwöhnte, politisch gehirngewaschene, Weichlinge. Ja, ich würde sehr gerne für Deutschland kämpfen, aber dazu müßten wir zumindest in der Mehrheit sein. Und da sehe ich auf absehbare Zeit keine Chance, daß sich diese Situation einstellt. Sehr früh hat man die Querdenker als rechtsradikal, als Nazis, als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. In anderen Ländern gibt es diese Nazi-Nummer nicht. Da funktioniert diese Diffamierung nicht so wie hier.

      zu Michael:
      Ja, ich verstehe und begrüße jeden, der hier kämpfen will, aber ich befürchte das wird hier nichts und man kann vielleicht sogar mehr bewirken wenn man im Ausland kämpft. In diesem Kampf ist Deutschland nicht in der Vorreiterrolle, entweder die Agenda scheitert erst woanders und dann auch in Deutschland oder sie gelingt und dann fast überall.
      Im 3. Reich dachten damals auch viele, man kann noch warten, noch kommt man nicht in Lager und das eigene Leben ist nicht in Gefahr. Daher betrachte ich es zumindest als riskant, wenn nicht sogar als naiv zu glauben, man kann noch warten, denn keiner weiß vorher, wann es zu spät sein wird.
      Und ja, man muß sich gut überlegen wohin man gehen könnte. Ich persönlich bin von Osteuropäischen Ländern überzeugt und den USA (Südstaaten). Aber ja, ein Restrisiko gibt es immer. Kanada, Australien und Neuseeland, sonst typische Auswanderer-Ziele sind sicher keine gute Idee. Eine Optimal-Lösung habe ich leider auch nicht parat. Aber eines ist klar, kämpfen wird bald K Ä M P F E N bedeuten, und damit meine ich keine sinnfreien Schlagabtäusche auf Twitter mit ein paar Rotpunkten. Ob man, insbesondere in Deutschland, mit Wahl (Dominion), mit Diskussionen und Argumenten, mit friedlichen Demos die Agenda verhindern kann, dass bezweifle ich sehr stark. Die Mächtigen dieser Erde lassen sich davon nicht beeindrucken und ihre Helfershelfer (unsere Regierung) zögert nicht, Andersdenkende mit Strafen, Psychoterror, Zensur und Diffamierung so lange zu penetrieren, bis Andersdenkende verstummt sind.

      Ich wünsche uns allen, egal für welchen Weg wir uns entscheiden, daß wir gewinnen, denn wir sind die Guten!

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      1. die offiziellen Zahlen sind wie überall gefaked…..und dass die Krankenhäuser am Limit sind oder waren, liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht am Hohen C…….

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  5. Ich werde Deutschland sehr bald verlassen. Gut nachvollziehen kann ich, was einem in einem anderen Land alles fehlt. Ich werde nach Spanien gehen und habe dort auch schon gesehen, dass es viele Dinge in den Supermärkten nicht gibt oder zu total überzogenen Preisen, auf die ich eigentlich nicht verzichten möchte. Ein anderes Thema ist die Versorgung bei Krankheit, die für mich schon eine große Rolle spielt. Aber das wichtigste sind dann doch die Sprache und die persönlichen Beziehungen. Daher kann ich die Beweggründe gut nachvollziehen, wieder zurück nach Deutschland zu gehen.

    Ich werde zunächst wochenweise und wenn alles gut läuft, ab Sommer nächsten Jahres dauerhaft in Spanien leben und für Auftraggeber in Deutschland arbeiten. Zunächst einmal war es die Sonne und das Meer, was mich anzog, aber auch die entspanntere Art der Spanier mit den Dingen umzugehen. Entscheidend war aber dann die Situation in Deutschland, die mich bewogen hat, diesen Schritt wirklich zu gehen.

    Deutschland ist dabei, sich in einen totalitären Staat zu verwandeln, der jegliches Abweichen von der Mainstream-Ideologie versucht zu unterbinden und die Abweichler zu sanktionieren. Haupttreiber sind Regierung(en) und Mainstream-Medien. Dabei behilflich sind willfährige Unternehmen und Denunzianten. Ich bin ein Freigeist, der gerne auch seine Gedanken zum Ausdruck bringt. Da meine Vorstellungen nicht zum Mainstream passen, ecke ich immer mehr an und bekomme beruflich und privat Probleme. Da ich das nicht länger mitmachen möchte, bleibt mir keine andere Möglichkeit, als das Land, das meine Heimat ist, zu verlassen.

    Kontakte kann man dank der Medien auch über große Entfernungen hinweg pflegen. Durch meine Kontakte und meine berufliche Tätigkeit habe ich weiterhin die Möglichkeit und auch den Wunsch, einen bescheidenen Beitrag zu leisten für Veränderungen in Deutschland. Aber ich möchte für mich mehr Abstand zu dem, was hier passiert.

    Der Kontakt zu Dir und anderen Gleichgesinnten ist mir sehr wichtig.

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    1. Na dann wünsche ich dir viel Glück mit Spanien. Allerdings bin ich da im Moment skeptisch bezüglich Spanien und das es da besser ist. Nach dem Maskenball am Strand und der aktuell hohen Impfbereitschaft habe ich zumindest aktuell Spanien und Skandinavien als „Fluchtburg“ gestrichen. Einzige Möglichkeit die ich aktuell sehe für den Fall das es „ernst“ wird ist der Balkan. Dort ist aktuell eine niedrige Bereitschaft die „Gaben“ von Gates anzunehmen , noch ist das Leben sehr relaxt und die EU Aussengrenze ist leicht erreichbar. Aber leider muss man wie man sieht vorsichtig sein mit zu großen Hoffnungen wie man am Beispiel von Tamara sieht.

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      1. Vielen Dank. Ich bin davon überzeugt, dass es in Spanien besser ist als in Deutschland. Am Strand gibt es keine Maskenpflicht. Wenn der eine oder andere eine Maske trägt, soll er das machen. Ich hatte nirgendwo Stress ohne Maske in ein Geschäft zu gehen. Mit einem Hinweis auf spanisch und meinem Attest auf deutsch! bin ich überall problemlos reingekommen. Das sieht in Deutschland ganz anders aus.

        Ich denke, man sollte sich ein Land aber auch nicht nur nach der aktuellen Corona-Politik aussuchen. Dann bleibt nämlich nicht sehr viel Auswahl.

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    2. Kann ich gut verstehen, dass man aufgrund des Wetters und so einigen anderen Annehmlichkeiten Spanien wählt. Aber da sollte man sich keinesfalls täuschen, Der Spanische Präsident ist ein absoluter auf UNO Linie getrimmter Mitstreiter. Spanien wird in Kürze eine Diktatur erleben, welche Franco in den schatten stellen wird. Gerade Gestern hat der Präsident (auf RT Deutsch) ein Interview gegeben, wo er meinte, dass Spanien für die EU die wichtigste Drehscheibe bei den Verteilungen von Flüchtlinge spielen wird. Da würde ich lieber etwas die Schulbank drücken und eine slavische Sprache lernen. Dort wird es schon etwas schwieriger die UN Agenda durchzusetzen, denn der Balkan ist und war schon immer unberechenbar, da Kracht es sehr schnell, wenn die Politiker zu weit gehen. Denn wenn die Regierendes etwas nicht mögen, dann ist es für eine Ideologie ihr Leben und die ihrer Verwandten zu verlieren.

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  6. Hallo liebe Tammy,
    ich verstehe Dich in all Deinen Aussagen und Gefühlen incl. Widersprüchen / Zweifeln voll und ganz.
    Es ist wohl verdammt schwierig, heute eine neue Heimat zu finden,
    in der man sich so wohl fühlt wie früher im guten alten Deutschland.
    Aber Du hast es versucht, Respekt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

    Ich glaube, das Vaterland zu verlassen, ist schon ein sehr schwerer und auch mutiger Schritt.
    Aber auch noch die Muttersprache zu verlieren, ist eine große zusätzliche Belastung.
    Und wenn diese sehr weitreichenden Veränderungen allein gegangen werden,
    sind sie nochmals mehrfach so belastend.

    Du solltest vielleicht beste Freunde oder gar Familienmitglieder mit in das nächste „Paradies“ nehmen,
    damit geteiltes Leid halbiert und gemeinsame Freude verdoppelt wird.
    Wobei es keine Garantie gibt, dass dies dann auch sicher klappt.

    Es gibt sehr viele deutsche Familien, die wieder „zurück gekommen“ sind aus allen Teilen der Welt.
    Oft ist es wohl einfach auch nur Glück oder Pech, abhängig von anderen Personen, Orten oder Ereignissen,
    auf die man selbst keinerlei Einfluss hat. Manche nennen sowas Schicksal.

    Wichtig finde ich auch, dass man ein klares Ziel auf sehr lange Zeit hat:
    Also entweder in D standhalten / kämpfen gegen all das, was nicht gut ist und immer schlimmer wird
    gemeinsam mit der Mehrheit der Einheimischen, die hier bleiben wollen oder müssen.
    Oder eben dies nicht wollen und in der Fremde Glück und Zufriedenheit suchen und finden,
    was aber auch nie leicht und problemlos sein wird.
    Zumal sich politische Verhältnisse gegenwärtig äußerst schnell ändern können, siehe Corona und Migration …

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und Erfolg bei Deinen nächsten Entscheidungen und Veränderungen.

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    1. Lieber Alter Germane! Hab ganz lieben Dank für Deine einfühlsamen Worte! Ja, der Weg ist so oder so schwierig. Im Grunde muss man irgendwie das kleinere Übel wählen. Ich suche bzw. erwarte kein Paradies mehr, wenn ich nach Deutschland gehe. Aber ich freue mich riesig, wieder meine Muttersprache sprechen zu können. Ich hoffe, Dir geht es gut! Herzlich alles Liebe! :-)Tammy

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  7. Danke für den fundierten Beitrag zu einer aktuellen Debatte.
    Meine Partnerin würde gerne raus aus Deutschland in ein Land, das hier nicht genannt werden muss. Ich sage immer, dass ich eher noch nach Tschechien gehen würde, weil es (nicht nur geografisch) näher ist und die Sprache lernbarer.
    Dieser Beitrag passt da hervorragend rein: alte Bäume sollten nicht mehr weggehen. Große Geister sind im Exil untergegangen, obwohl sie die Sprache schon besser beherrschten. Erich Kästner blieb und überlebte, ohne sich zu verbiegen. Sebastian Haffner war erst in den 30ern, als er es in England (gerade so) schaffte, und kehrte später doch wieder heim.
    Anders sieht es dagegen für die Jungen aus: sie sollten sich im Ausland erproben, die Sprache lernen und so neue Optionen gewinnen. Die Eltern sollten bleiben, um ihnen die Rückkehr zu erleichtern, wenn es nötig ist.

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  8. Hallo,
    bin als Westfälin vor fast 12 Jahren nach Sachsen gezogen. Alles war mir fremd, es gab kaum Gemeinsamkeiten. Ob Loriot, Das Leben des Brian oder Karneval… Auch die Sprache war verschieden, uralte Witze unbekannt.
    Als Krankenschwester war ich es gewöhnt Schwester … genannt zu werden. Hier bin ich die Fachkraft. Schwester wird hier zudem mit Schw. abgekürzt statt mit Sr. Ich behalte meine Berufsbezeichnung und mein Sr. trotzig bei und oute mich dadurch automatisch als Westschwester.🤔
    Das allein finde ich schon schwierig genug, dachte bisher auch, in Deutschland ist fast alles gleich, inklusive Schulen.
    Nun lebe ich seit 12 Jahren hier und so langsam könnte ich es als meine Heimat bezeichnen.
    Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, wie schwer ein Neuanfang in einem fremden Land sein muss.
    Bevor ich nach Sachsen ging überlegte ich mir auch, auszuwandern. Aber das hier hat mir völlig gereicht.

    Also ich denke es braucht seine Zeit, bis man neue Wurzeln schlägt und nicht mehr täglich darüber nachdenkt, zurückzukehren.
    So denke ich zumindest 80% – erwische mich aber dabei das ich mich zu Leuten hingezogen fühle, die ihre Familie in NRW haben und mit den Gedanken spielen dorthin zu ziehen.

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  9. Ein sehr treffender Bericht. Ich war vor Corona 20 Jahre in Südafrika, und während der 80ger 12 Jahre in USA, davor als Kind 7 Jahre. Jedes Mal war ich froh wieder in Deutschland zu sein. Nicht weil es besser ist als andere Länder, sondern weil ich das Land und die Menschen verstehen kann. Ich kam drüben gut zurecht, aber hier gehöre ich dazu. Viele, die auswandern, vergessen, dass sie dort immer Ausländer sein werden. Nur die Kinder werden sich eingliedern können.
    Agnes

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  10. Sehr schön geschrieben. Als Auslanddeutscher (Jahrgang 1963) weiß ich, was kulturelle Heimat bedeutet. Die gibt es doch nur dort, wo man seinesgleichen findet. Das kann zwar auch im Ausland sein, wenn es dort deutsche Gemeinden gibt. Aber am einfachsten ist es sicher in Deutschland, denn dort muß man sich nicht erklären – solange es noch Deutsch-Land ist. Das werden Sie in der Tat eher in Mitteldeutschland finden als im Westen, zumal dann, wenn Ihnen mondänes, städtisches und multikulturelles Leben nicht so wichtig ist. Nebenbei: je nachdem, wo Sie in der Tschechischen Republik waren, haben Sie deutsches Kulturland erleben dürfen. Bis 1945 war nicht nur das Sudetenland über Jahrhunderte deutsch geprägt. So ist in Prag die erste deutsche Universität überhaupt gegründet worden, 1348. Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Rückkehr in die deutsche Heimat.

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  11. Na ja, wer deutsches Brot und Fleisch vermisst sollte nie weggehen. Ich war schon länger im Ausland unterwegs und das war nie das, was ich vermisste. Mit einem ausländischen Vater hatte ich sowieso immer zwei Ansichten der gleichen Sache. Hühner und krähende Hähne haben wir akut auch in Deutschland. Es war gerade 18:00 und wie täglich zwei Stunden Konzert auf dem schwäbischen Land. Morgen um 6 wieder. Tschechien ist nicht weit genug weg. 😂😂😂 Alles Gute.

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  12. Liebe Tamara
    Danke für deinen ehrlichen Bericht und deine Erfahrung.
    Wir sind auch ausgewandert – nach Südamerika. Wir sahen wie unsere Heimat bröckelte. Liebgewonnenes wurde entsorgt oder zerstört, wir fühlten immer mehr den Groll auf das Land. Und mit Ärger im Bauch lebt es sich nicht gut… Der Unterschied zu dir ist bei uns :wir haben alle Freunde und die gesamte Familie „verloren“. Außer 1 Freundin sind alle Staatstreu und diesem mit allen Auflagen zutiefst ergeben. Über 30 Jahre alte Freundschaften zerbrachen…. Furchtbar. Hier in südamerika fanden wir Menschen, die Freunde wurden. Hier fanden wir herzliche Menschen und keine linientreue Roboter. Ja…. Zugegeben :ein herzhaftes Vollkornbrot mit Leberwurst… Boah… Das wäre schon was… Aber kein Grund um zurück zu kommen.
    Aber :hätten wir in Deutschland einen Freundeskreis gehabt, der mit uns zusammen der Politik den Kampf angesagt hätte oder bei denen wir zumindest uns hätten austauschen können…. Vielleicht hätten wir es uns anders überlegt… Bzw die Auswanderung wäre uns schwerer gefallen..
    Ich wünsche dir von Herzen ein gutes ankommen und gute Freunde an deiner Seite ❤️

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      1. Spannend! Von Uruguay habe ich auch schon gehört. Lebt ihr da in so einer Art deutscher Kolonie?
        Von Paraguay habe ich gehört, dass man da für ungefähr 4.000 Euro pro Person lebenslanges Aufenthaltsrecht bekommen kann, wenn ich mich recht erinnere. Ist das in Uruguay ähnlich?
        Also, ich möchte nicht auswandern, würde das nur im schlimmsten Fall eventuell in Betracht ziehen. Allerdings, etwas in der Hinterhand zu haben, wo man weiß, da kann man im Falle des Falles hin, da wäre ich schon bereit, etwas dafür zu bezahlen, vor allen Dingen wenn man wüsste, da sind auch andere Deutsche und das Land funktioniert.
        Hast du zu diesen Themen Infos oder Links oder ein eigenes Blog?
        Könnte mich motivieren, Spanisch zu lernen. 😉 Denn ohne Spanisch kommt man da wohl auch nicht weiter, oder?

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  13. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob es hier eine deutsche Kolonie gibt….danach suchen wir aber auch nicht…die Uruguayos sind so super…..da vermisse ich die Deutschen nicht so wirklich 😉 Aber wir haben auch deutsche Freunde, ja 🙂
    Uruguay ist vom Einwandern komplizierter als Paraguay. Du musst einen Job nachweisen, der mind. 500,- USD monatlich sein muss. Du musst gegen Masern und Tetanus geimpft sein (was nun nicht schwierig ist), die Bürokratie ist schon besonders sagen wir mal … es ist halt auch kein Billigland. Ich habe das immer nicht so beachtet, aber man kann schon sagen, dass Lebensmittel doppelt so teuer wie in Deutschland sind. Dafür zahlt man keine Müllgebühren, weniger Stromkosten, insgesamt weniger Steuern, deutlich weniger für die Krankenversicherung etc.Und man kommt aktuell auch nicht so einfach ins Land….
    Bei LebedeinenTraum gibt es Susanne aus Uruguay die das Leben sehr gut beschreibt…ist von diesem Jahr (meine ich–oder Ende letzten Jahres…..) lohnt sich! 🙂

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  14. Hallo liebe Tammy und alle „Kommentatoren“

    Dieser Artikel mit seinen bisher 27 Kommentaren bricht wohl alle Rekorde hier.
    Was gleichsam bedeutet, dass dieses Thema sehr viele beschäftigt.
    Ich habe alle Beiträge mindestens 3x gelesen um deren Informationen zu verarbeiten.
    Ohne auf Einzelheiten einzugehen, melde ich mich deshalb noch einmal.

    Tammy hat mir geantwortet mit : … das kleinere Übel wählen …
    Daraufhin hab ich für mich versucht, zu klären, welche Übel uns überhaupt zum Verlassen unserer Heimat bewegen, uns aus unserem Vaterland vertreiben ??
    Diese Übel sind hier schon wiederholt aufgelistet, es sind gewiss keine Kleinigkeiten sondern ein stiller Krieg:
    Wir haben in D keinen Rechtsstaat mehr, die Meinungsfreiheit ist so gut wie abgeschafft, das Grundgesetz ebenso. Für Migranten / Asylanten / Clans gelten andere Regeln, die Kriminalität explodiert, der Einheimische ist stets benachteiligt. Es existiert flächendeckend eine Zensur der Medien. Kritiker werden schwer bedrängt bis inhaftiert. Quasi lupenreine Diktatur im besten D aller Zeiten.
    Wenn diese schlimmen Zustände so blieben, könnte man sich womöglich noch irgendwie damit abfinden.
    Aber das Schlimmste ist, dass jeder von uns die Gewissheit hat, dass es (scheibchenweise mit Salamitaktik) noch viel schlimmer kommt.
    Zustände, mit denen man sich nicht mehr abfinden kann weil man sie womöglich nicht überleben wird.
    Die auch unsere Kinder und Enkel nur schwer überleben werden. Erst diese Gedanken bewegen uns dazu, ernsthaft über ein Verlassen unserer geliebten Heimat nachzudenken, Pläne zu schmieden und sie ggf. auch zu realisieren (solange es noch geht).
    Mit mehr oder weniger Erfolg. Es kann eine Entscheidung über Leben oder Tod der Familie werden.
    Jedenfalls sehe ich in allen Beiträgen keine Suche nach Wohlstand, sondern für das langfristige Überleben auch der nächsten Generationen.
    Auf die BTW im September setze ich keine Hoffnung. Die Auswirkungen des Afghanistan-Desasters lassen auch nichts Gutes erahnen. Die vielen blinden und hörigen Landsleute, die uns in den Rücken fallen und noch Beifall klatschen für die Abschaffung von D und Zerstörung unserer Heimat, werden keine Hilfe sein beim Kampf gegen dieses volksfeindliche Regime. Usw. …
    Es ist eine Schande, dass D so massiv zerstört wurde und weiter wird, dass viele Vernünftige ihm berechtigt den Rücken kehren.
    Ich verstehe jeden, der es realisiert und wünsche jedem, dass er sich verbessert und außerhalb von D das Überleben der Deutschen ermöglicht. Denn innerhalb von D wird das Überleben der Einheimischen garantiert noch sehr „problematisch“. Und irgendwann kommt auch keiner mehr legal raus aus diesem Irrenhaus.
    Wer kämpfen kann und will, sollte hier bleiben und sich auf einen harten Kampf womöglich mit Niederlage vorbereiten.
    Wer nicht kämpfen kann oder will, sollte nicht mehr lange zögern, das sinkende Schiff zu verlassen.

    Ich wünsche allen noch einen ruhigen Spätsommer. Herbst und Winter werden garantiert unruhiger.
    Denn kein Problem wird gelöst, alle Konflikte spitzen sich zu. Der soziale Frieden ist in großer Gefahr.

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    1. Mit kamen echt die Tränen bei deinem Kommentar…einfach weil du es genau auf den Punkt gebracht hast!!! Ich hatte einer alten Freundin (über 30 Jahre alte Freundschaft) zum auswandern geraten bzw ihr empfohlen mal darüber nachzudenken…. Sie findet multi kulti aber super und ich würde in die rechte Ecke abglitschen….. Ich… Deren Vater Türke war… Der wiederum auch schon vor den Fanatiker gewarnt hat….. Die Freundschaft befindet sich nun auf sehr dünnem Eis… Ich stecke in der rechten Schublade bei ihr und sie habe ich unbewusst auch in die naive Schublade gesteckt…. Am Ende muss jeder in sich reinhören und vorallem genau hinhören… Und dann wichtig :Handeln!!!

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    2. Ich höre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis seit 2015 und verstärkt seit Corona auch, was vorher nie der Fall war, Leute von Auswanderung reden. Verwirklicht hat sie noch niemand, aber mit den Worten fängt es an. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Akademiker mit sehr guten Jobs. Sie könnten sich eine Auswanderung sozusagen gut leisten. Niemandem geht es um mehr Wohlstand. Sie sind politisch frustriert. Es sind übrigens keine ‚Rechten‘, eher CDU- und FDP-Wähler. Aber Leute, die den Laden hier am Laufen halten. Deutschland droht in den nächsten Jahren ein beschleunigter Exodus der Leistungsträger.

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      1. Da hast du so recht. Auch wir sind gegangen – 2 Erwachsene, 2 Pubertiere und ein 1 Hund. Nach Schweden. Wir haben Widerstand in D geleistet. Bis zum OVG gegen die Maskenpflicht geklagt, mit Prof. Bhakdi zusammen „Buch verschenken Aktionen“, tausende Flyer verteilt, uns mit Schulen und Läden angelegt usw.
        Ich bin Unternehmer, meine Frau hat lange gut bezahlt bis zur Krebserkrankung gearbeitet. Die rote Linie war überschritten, als beide Kinder von der Schule nach Hause kamen und wegen ihrer Maskenatteste als Nazis diffamiert und rigoros ausgrenzt wurden. Beide saßen weinend am Küchentisch. Wenige Tage später war ein befreundeter Makler da, um unser Haus aufzunehmen. 4 Wochen später war alles abgewickelt, meine Frau mit Kindern und Hund nach in ein Ferienhaus nach Schweden „verschickt“. Ich bin am 21.12.20 mit der Fähre nachgekommen.
        Ja, alles ist hier schwerer, weil die Sprache dazwischen steht. Für uns deutlich anstrengender, als für die Kinder (die habens nach etwas mehr als 6 Monaten schon richtig gut drauf). Auch hier gibt es Bürokratie und Schweden fühlt sich sozialistisch an. ABER. Du wirst in Ruhe gelassen und zu nichts gezwungen. Keine Maskenpflicht, keine Testpflicht, kein Impfzwang. Ja, die Schweden zahlen viel und gerne mit ihrer „kort“, aber in vielen Geschäften kannst du problemlos mit SEK bezahlen – überhaupt kein Problem. Die Schweden sind halt sehr technikverliebt. Es gehört zum guten Ton, einen Rasenmäher-Robotoer zu haben 🙂 Für alles gibts ne App, aber eben auch die nicht die üblichen verdächtigen – keine ebay, kein Paypal usw. dafür blocket.se oder swish.
        Meine Frau setzt kein Fuß mehr nach D. Ich bin da nicht so extremistisch. Wir fahren in den swedischen Herbstferien mit den Kindern für ein paar Tage nach D – sie wollen Freunde wiedersehen, ich muss mich um mein Unternehmen kümmern. Ganz ehrlich, mir graust es jetzt schon. Ich werde froh sein, wenn ich wieder mit 80 km/h zurück auf schwedischer Bundesstraße bin.
        Ob die nächste Regierung – hier sind die „Schwedendemokraten“ stark am kommen der Agenda 2030 deutlich strenger folgen wird, wissen wir natürlich auch nicht. Aber seit der Krebserkankung, spätestens seit Corona, heißt das Motto „Lebe den Moment“. Und für den Moment ist Schweden im Vergleich zu D die bessere Wahl – für uns. Täglich erreichen mich Anfragen von deutschen Familien, die in D alles aufgeben – Eigenheim, gut bezahlte Jobs, Freunde, Schule und ebenfalls nach Schweden gekommen sind oder kommen.
        Ich wünsche allen, die in D sind oder zurückkehren, dass sie eine Gemeinschaft finden, in der sie nicht mehr gegen das System und die breite Masse kampfen sondern etwas neues beginnen, parallel. D kommt da nicht mehr alleine raus. Sie werden es wieder tun und bis zum „bitteren Ende“ eine Menschheitsgruppe ausschließen – dieses Mal die Ungeimpften.

        Ich gehe jetzt, um unser neu gekauftes Växthus aufzubauen. 🙂

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  15. Liebe Tamara – ganz herzlichen Dank für Deinen Bericht.

    Genau meine Gedanken – bleiben (kämpfen) oder gehen?

    Und ja – ich meine, bleiben ist der einzige Weg – irgendwer muß den Job ja machen, oder?

    Dir alles Liebe!

    Gruß Thomas

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  16. Nun, ich liebe die Tschechei und schätze die Menschen dort, aber gerade auch die noch nicht EU-genormten Produkte. Gerade die Wurst-, Fleisch- und Backwaren sowie die von mir selten gegessenen Süßigkeiten finde ich viel schmackhafter und besser als bei uns. Dort schmecken sogar Waffeln nicht nach Pappe!
    Ich fuhr dorthin in Urlaub, wann immer ich konnte, weil es nah war, und auch, weil ich mich den Menschen oftmals näher fühlte als hier. Hier gehöre ich einer ethnischen Minderheit an, den Biodeutschen. Dort bin ich einer unter Weißen und sehe blonde Frauen oder brünette mit hellem Gesicht.
    Die Natur ist (noch) nicht totgepflegt wie bei uns; es darf auch mal eine Blume wild am Straßenrand wachsen.
    Die Möglichkeiten gründlicher Diskussionen ist allerdings stark eingeschränkt, obwohl auch das im Dorf-Hostinec schon stattfand. Mein „nerozumim“ (ich verstehe nicht) führte zu ausschweifendem Radebrechen in Deutsch, Englisch und Tschechisch.

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