Testrepublik Deutschland – oder: „Isse scheißegal, ob jemand wirklich krank ist, testen wie Flasche leer, was erlauben Strunz?!“

Kurzzeitig spielte ich mit dem Gedanken, für ein paar Tage nach Berlin zu reisen. Berlin ist fast ein wenig zu meiner zweiten Heimat geworden, da meine Mutter und auch zwei Tanten dort leben und da auch ich selbst einmal für ein paar Jahre in Berlin lebte. So ist es zu einer schönen Gewohnheit geworden, immer mal wieder ein paar Tage in Berlin zu verbringen.

Nur mal schnell nen Test machen…von wegen

Also rief ich in meinem Lieblings- und Stammhotel in einer Seitenstraße des Ku’damms an, um nach den Unterbringungs bzw. Coronabedingungen zu fragen. Tatsächlich ist es als Privatperson ab 11. Juni wieder möglich, in einem Hotel zu nächtigen. Jedoch nur mit einem Coronatest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Dies sagte mir die sehr freundliche und fast ein wenig übermotivierte Dame vom Empfang. Das wäre alles ganz easy und das Testzentrum auch gleich gegenüber. Nur mal schnell testen lassen, dann auf das Ergebnis warten und danach sorgenfrei einchecken, wollte mir die gute Dame das Procedere schmackhaft machen. Hartnäckig wie ich bin, fragte ich nochmals nach, wie das genau ablaufen soll und bekam dann heraus, dass man sich für den Test erst online anmelden muss bzw. sich vorher telefonisch einen Termin geben lassen muss. Spontan geht da schon mal gar nichts. Dann erfuhr ich, dass das Späßchen 40 Euro kostet, was bedeutet, dass man bei einem 4-Tages Trip für zwei Personen sage und schreibe 160 Mäuse nur für Tests berappen muss. Denn, so sagte mir die Dame etwas kleinlaut, man müsse alle zwei Tage einen erneuten Test im Hotel vorlegen. Das bedeutet also, dass man am 3. Tag seins 4-Tage-Kurztrips erneut das Testprocedere mit Terminbuchung, Hinfahrt, Wartezeit vorher und Wartezeit nachher über sich ergehen lassen muss und somit fast ein halber Tag im Eimer ist. Das bedeutet also im Klartext, dass man fast die Hälfte seiner eh schon kurzen Reise damit zubringen muss, einen Test zu machen, der eine Infektion gar nicht oder falsch positiv „nachweist“, an dem eine Menge Leute, eine Menge verdienen und der abgehalfterten  Politikern als Inzidenzgarantie dient und ihr Narrativ der gefährlichen Pandemie aufrechterhält. Die gute Frau meinte noch jovial, dass das bisher noch niemals passiert sei, dass jemand positiv getestet wurde. Ich wollte dann noch wissen, was passiert, wenn man doch positiv getestet wird. Ihre knappe Antwort: „Dann müssen Sie in Quarantäne“.

Ich beendete demoralisiert das Gespräch und beerdigte meine Reiseabsichten. So etwas tue ich mir wirklich nicht an und ich werde dieses perfide Spiel auch nicht unterstützen. Keinen müden Euro für unsinnige Tests werde ich den Raffgeiern und Absahnern in den Rachen schmeißen.

Testen auf Teufel komm raus

Und wenn ich mir die „Testinfrastruktur“ in Berlin und wahrscheinlich in ganz Deutschland so ansehe, dann wird mir angst und bange. Testzentren sprießen gerade bundesweit wie Pilze auf dem furchtbar fruchtbar sauren Boden des coronaverängstigten Landes. Auf der Internetseite „Test-to-go“ sieht man vor lauter Testcentren die Stadt nicht mehr. Schaut Euch das mal an:

Allein schon der Name „Test to Go“ ist ein einziger Wortwitz. To-Go ist da gar nichts, wenn ich mir erst mal online einen Testtermin buchen und dann noch 40 Euro für einen Antigen-Schnelltest berappen muss.

Glaubt wirklich noch jemand, dass die das Rad irgendwann auf „Normal“ zurückdrehen werden? Das Schlimme ist, die Leute lassen sich testen wie haste nicht gesehen. Da stellen sich kerngesunde Menschen in eine Schlange und stehen ewig und drei Tage an für einen Test. Meine Güte, wie krank ist das alles?

Was ich mich frage:

Was ist eigentlich, wenn ich positiv getestet werde und in Quarantäne muss? Wohin komme ich dann? Ins Hotel darf ich ja dann nicht. Werde ich dann in einem Corona-Quarantänelager weggesperrt? Oder muss ich dann schnellstens die Stadt und das Land verlassen? Was ist mit meiner Begleitung? Muss die dann auch mit in Quarantäne? Werden mir meine Hotelkosten erstattet? Und wenn ja, von wem? Oder habe ich dann einfach Pech gehabt? Geld weg, Urlaub versaut und Einzelhaft im Quarantänelager?

Das Schlimme ist, dass ein Ende der Testerei nicht abzusehen ist. Die Frau vom Hotel meinte, dass sich das wohl auch nicht mehr ändern wird, selbst bei noch besseren Inzidenzen. Na prima. Genau das habe ich befürchtet und nun spricht das diese Dame gelassen aus.

Ich bin nun alles andere als gelassen.

Was erlauben RKI? War erlauben die Regierung? Was erlauben die Medien? Was erlauben Bürgermeister Müller? Macht Politik wie Flasche leer.

Dann bleibe ich eben im Lande Tschechien und erfreue mich an dem, was ich hier habe. Mein eigenes Essen, einen wunderschönen großen Garten, meine geliebte Schaukel, Hühner, die mich morgens wecken, gute, saubere Luft, keinen Straßen- oder sonstigen Lärm, Sauberkeit, freundliche und entspannte Menschen und vor allem, das gute Gefühl, diesen Irrsinn nicht zu unterstützen. Sollen die sich doch testen bis der Arzt kommt.

Ich habe fertig.

Hier das Flugblatt des Artikels zum Herunterladen.

Ein Kommentar zu „Testrepublik Deutschland – oder: „Isse scheißegal, ob jemand wirklich krank ist, testen wie Flasche leer, was erlauben Strunz?!“

  1. Was für ein totaler Irrsinn, so wird einem jede Freude an Kurztrips oder Urlaub zerstört! Allerdings fürchte ich, die Masse stört das nicht mal, man lässt sich halt impfen, testen oder trägt den Maulkorb freiwillig weiter. Neben den vielen anderen Problemen von Deutschland 🇩🇪 ist noch ein weiteres hinzukommen und viele machen mit! Wieder einmal!

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