Die Trekkingsandale, das Mode It-Piece des Sommers

Tja, liebe Freunde, nun habe ich mir doch tatsächlich eines der angesagtesten und heißesten Mode It-Pieces des Sommers gekauft, ohne mir dessen bewusst gewesen zu sein. Ja, unglaublich aber trotzdem wahr: Tammy geht nun groß in Mode, oder besser gesagt: In Trekkingsandalen.

Wie alles begann…

Eigentlich war ich in einem Sportgeschäft auf der Suche nach Sommer-Sneaker und fand auch welche. Nachdem ich dutzende Paare anprobierte, lief es wieder auf Nike-Sneaker hinaus. Reduziert waren sie auch noch, die super bequemen und optisch ansprechenden Schühchen und schon war ich schnellen Schrittes mit dem Schuhkarton im Arm zufrieden auf dem Weg zur Kasse, als mein Blick im langen Gang mit den Trekkingsandalen plötzlich aus den Augenwinkeln ein Paar in rosa-weiß erhaschte. Unvermittelt blieb ich stehen, um sie mir genauer anzusehen. Überhaupt wunderte ich mich, dass es seit einiger Zeit so viele Trekkingsandalen gibt. Das war doch früher nicht der Fall. Traurig fristeten sie ihr Dasein, verschämt und verstaubt in den Sportgeschäften und wurden nur von denen gekauft, die einen Trekking-Trip im Himalaya planten oder von rüstigen Rentnern die sich auf ihrem 4-Tages-Trip mit STEWA an den Gardasee einen bequemen Fuß machen wollten. Sind denn die Menschen plötzlich alle unter die Outdoor-Freaks gegangen, so dass der Bedarf an Trekkingsandalen plötzlich so groß geworden ist, fragte ich mich, während ich das rosa-weiß-farbene Paar inzwischen in Händen hielt und von allen Seiten begutachtete.

Mir fiel gleich auf, wie federleicht diese Trekkingsandale war. Ein Fliegengewicht im Vergleich zu sonstigen Sommersandaletten. Und dann sahen sie super bequem aus. Ich entschied mich spontan, sie einfach mal unverbindlich anzuprobieren. Kostet ja nichts und schaden tut es auch nicht. Zudem: Wer weiß, wie lange man noch so entspannt ohne Test und doppelte Impfung einkaufen kann. Also steuerte ich den nächsten Probiersessel an, zog die Trekkingsandalen über und ging ein paar Schritte. Und, was soll ich sagen? Ein absoluter Lauftraum, den ich nicht für möglich gehalten hätte. In meinem ganzen Leben hatte ich noch niemals einen annähernd so bequemen Sommerschuh an. Ich lief wie auf Wolken, aber doch hatte der Fuß Halt. Jetzt ärgerte es mich fast, ihn anprobiert zu haben, denn mein Unterbewusstsein wusste bereits vor mir, dass ich diesen Schuh haben will und haben muss. Tja, und so kam es dann auch. Im Vergleich zu den anderen Trekkingsandalen war diese Sandalette zierlicher und optisch sehr ansprechend mit meiner Lieblingsfarbkombi altrosa-weiß und zum guten Schluss war dieser Traumschuh einer schwedischen Marke auch noch reduziert.

Die nette Sandalette

So fuhr ich dann also mit zwei Paar Schuhen bepackt freudig nachhause. Während der Fahrt kamen mir all die Jahre des schmerzhaften Gehens in schicken aber unbequemen Schuhen in den Sinn. Ich dachte an all die vielen Urlaube und Städtetrips im Hochsommer bei 30 Grad, wo ich entweder die Wahl eines bequemen aber viel zu warmen Sneaker oder aber einer netten aber für längere Strecken untauglichen Riemchensandalette hatte und mich meist für Letzteres entschied. Dies rächte sich dann regelmäßig abends, nachdem ich in der Sandalette zwar die Stadt unsicher, aber meine Füße und Gelenke ganz sicher kaputt machte. Hätte ich doch bloß die bequemen Sneaker, die noch jungfräulich im ungeöffneten Schuhsack im Hotelzimmer lagen, angezogen, ärgerte ich mich dann regelmäßig. Zu spät. Wer schön Bein will muss leiden. Oder: Wer leidet ist selber schuld. Ich hätte es ja anders haben können. Aber meine Eitelkeit ließ es eben nicht zu, im hochsommerlichem Kleidchen und klobigen, geschlossenen Turnschuhen auf Tour zu gehen. Nein, nein und nochmals nein.

Kind, zieh doch mal bequeme Schuhe an

So oft lag mir meine Mutter, die mein Faible für schickes aber hartes Schuhwerk niemals teilte, damit in den Ohren. Ja, Mama, heute versteh ich Dich. Du hattest recht. Aber ich war da einfach noch nicht so weit. Man lernt ja bekanntlich nur aus den eigenen Fehlern. Aber: Für eine Einsicht ist es niemals zu spät.

Die kam nun, da ich merkte, wie fantastisch entspannend und bequem man in Trekkingsandalen laufen kann. Es läuft sich quasi von ganz allein mit diesen Leise- und Leichttretern. Nur, was sagt das modische Herz dazu? Nun, es schlägt – und zwar voll aus. Wirklich!

Jetzt kommt der Hammer

Nun hatte ich Blut geleckt und recherchierte zuhause im Netz nach diesen Trekkingsandalen und wollte wissen, warum die auf einmal wie Sand am Meer in den Läden feilgeboten werden. Und das nicht nur in Sportgeschäften sondern in ganz normalen Schuhläden. Überall sieht man Trekkingsandalen in zahlreichen Variationen und Farben. Sogar teure Designer wie Gucci & Co. sind auf den Trekkingzug aufgesprungen und haben Trekkingsandalen in ihr Luxussegment für teures Geld aufgenommen.

Und warum das alles? Ganz einfach. Die Trekkingsandale ist ganz groß in Mode und DAS It-Piece dieses Sommers 2021. Man sagt ihr sogar eine glorreiche Zukunft voraus und dass sie, ebenso wie die Birkenstock-Schlappen, vom Modemarkt nicht mehr wegzudenken sind. Denn auch andere scheinen inzwischen auf den Treter gekommen zu sein, dass diese Schuhe ein absoluter Leicht-Lauf-Traum sind und zudem noch das elegante Röckchen oder Kleidchen nicht gar so elegant, steif und bieder daher kommen lassen, wie das mit Ballerinas oder sonstigen herkömmlichen Sandaletten der fade Fall ist. Gerade dieser „Bruch“ zwischen elegant und sportlich ist es, was den Reiz ausmacht und der Trekkingsandale einen kometenhaften Aufstieg aus der Outdoor-Nische hinauf auf den Mode-Olymp bescherte.

Eine Trekkingsandale macht zwar noch keinen Sommer, aber ein Sommer ohne Trekkingsandale ist für mich ab sofort undenkbar geworden.

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