Deutschlands hässlichster Körperteil: Der moralische Zeigefinger – oder: Auch Schadenfreude ist eine Freude!

Unumwunden gebe ich zu, dass ich heute angesichts Deutschlands vorletzten Platzes beim ESC schon ein wenig Schadenfreude empfand. Mit nur 3 Punkten wurde Deutschland abgestraft und landete mal wieder ganz weit hinten. Absolut verdient. Nur noch ein Land schnitt noch schlechter ab und das war England mit 0 Punkten.

Deutschlands moralischer Zeigefinger

Unerträglich, was Deutschland schon seit Jahren abliefert. Und zwar nicht nur auf politischer Bühne sondern auch auf der Show Bühne. Die Oberspaßbremse Deutschlands möchte sogar bei einem vergnüglichen Song-Contest die Menschen mit seinem moralischen Zeigefinger belehren, indem es einen Song zum Contest schickt, dessen Titel schon verrät, worum es wieder geht: Gegen Hass. Natürlich. Wie könnte es auch anders sein. Deutschland auf der Suche nach dem Hass. Darunter machen sie es einfach nicht. „I don’t feel hate“ heißt der Song und schon beim Titel verging mir die gute Laune und Lust, diesen Titel anzuhören. Das tat ich dann aber doch heute Morgen. Den ESC sehe ich mir nämlich seit Lenas Sieg mit „Satellite“ kaum mehr an. Was Deutschland da seitdem auf die Bühne brachte war unterste Schublade und auch die Präsentation durch die schrilldralle Barbara Schöneberger war für mich unerträglich.

Guildo hat Euch lieb

Da lob ich mir doch noch direkt Guildo Horns Ohrwurm „Guildo hat Euch lieb“, der 1998 so dermaßen unangepasst und sich selbst auf die Schippe nehmend daherkam, dass er schon wieder gut war und damit sogar einen beachtenswerten siebten Platz einfuhr oder auch Stefan Raab, der im Jahr 2000 mit seinem Jux- Song „wadde hadde Dudde da?“ und einer super Performance den fünften Platz erhielt. Übrigens schrieb und produzierte Stefan Raab den Song „Guildo hat Euch lieb“ ebenso, wie Lenas „Satellite“, die damit im Jahr 2010 den Song-Contest verdient gewann.

Damals wollte Deutschland noch nicht die Welt belehren und bekehren sondern einfach nur ein bisschen Spaß haben ohne Hintergedanken. Diese Zeiten sind leider lang vorbei. Deutschland erinnert mich an den sauertöpfischen Nieselpriem und Stinkstiefel Lehrer Lämpel, der den anderen in seiner unerträglichen Schulmeisterei jeden harmlosen Spaß missgönnt und vor lauter dogmatischer Verbissenheit vergisst, worum es im Leben eigentlich wirklich gehen sollte: Um Lebenslust, Freiheit und ein bisschen Spaß.

Deutschland ist wie der unliebsame Langweiler und Streber in der Schule, mit dem keiner was zu tun haben will. Als Geldgeber des ESC darf Deutschland weiter mitspielen, ansonsten wäre es schon längst dort, wo es hingehört: In der Versenkung.

Hier das Flugblatt des Artikels zum Herunterladen.

2 Kommentare zu „Deutschlands hässlichster Körperteil: Der moralische Zeigefinger – oder: Auch Schadenfreude ist eine Freude!

  1. Oh, ich kann mich noch gut erinnern in den 70′ und 80er hörte ich Musik, von der ich glaubte sie könnte die Welt verändern! Was für ein Blödsinn! Heute höre ich die Musik aus den Zeiten von damals(und damals verachtet habe), die mir einfach nur gute Laune machen! Die heutige Musik will mich zum großen Teil umerziehen oder ist einfach nur einfallslos. Vielen Helden meines früheren Musikgeschmackes sind mittlerweile über die Reling gegangen. Das war für mich eigentlich unvorstellbar!

    Gefällt 2 Personen

  2. 80er hörte ich Musik, von der ich glaubte sie könnte die Welt verändern! Was für ein Blödsinn! Heute höre ich die Musik aus den Zeiten von damals(und damals verachtet habe), die mir einfach nur gute Laune machen! Die heutige Musik will mich zum großen Teil umerziehen oder ist einfach nur einfallslos. Vielen Helden meines früheren Musikgeschmackes sind mittlerweile über die Reling gegangen. Das war für mich eigentlich unvorstellbar!
    Denn ESC habe ich bis vor ein paar Jahren noch gerne gesehen, aber seit 2015 ist die Flimmerkiste nur noch aus!
    Und ich denke, ohne den Song gehört, zu haben ist der Platz verdient, aber warum waren die Briten noch schlechter?

    Gefällt 2 Personen

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