Einkaufserlebnis im digitalen Neuland

Ein Erfahrungsbericht von Jochen Maier, Informatiker

Kaufen bei amazon ist sowas von bäh – oder doch nicht?

Traditionell habe ich gerne den Harenberg-Geschichtskalender auf dem Schreibtisch stehen. Aufgrund des Lockdowns scheidet leider der analoge  Kauf im Laden aus und es bleibt der Online-Kauf. Da fällt mir zuerst amazon ein.

Aber die verheerende Corona-Politik der Regierungen lässt den Mittelstand ausbluten und führt zu enormen Gewinnen der großen Digitalunternehmer, wie z.B. amazon. Außerdem gibt es viele Berichte über die erfolgreiche Steuervermeidung dieses Unternehmens. Daher liegt der Gedanke nahe, diesmal einen anderen Online-Händler zu bemühen. Meine Wahl fiel auf buecher.de.

Abenteuer Suche

Aber bereits die Suche ist nicht so komfortabel, wie ich sie von amazon gewohnt bin. Es gibt während der Eingabe keine passenden Suchvorschläge, zumindest bei mir. Allerdings nutze ich meinen Internet-Browser im Privat- oder Inkognito-Modus, so dass weder der Verlauf noch Cookies auf meinem Rechner  gespeichert werden. Zur Nachverfolgung müssen die Internet-Unternehmen daher mehr investieren. Daher hat mich dieses Verhalten auch nicht gestört.

Aber auch nach Eingabe des Suchbegriffs war die Auswahl unübersichtlich. Es wurden mir diverse Geschichtsbücher angezeigt. Also habe ich noch den Filter auf Kalender aktiviert und voilà: Der gesuchte Kalender war nicht dabei. (Musste an dieser Stelle gerade schallend lachen, lieber Jochen 🙂 – Anm. der Redaktion) Dafür wurden immer noch Geschichtsbücher angezeigt, allerdings weiter unten. Verschiedene Suchbegriffe führten nicht zum Erfolg.

Ich gebe nicht so schnell auf

Ein anderer Nutzer hätte sich vielleicht jetzt schon entnervt abgewendet, aber nicht mit mir. Eine kurze Suche über Startpage (verwendet Google, aber anonym) liefert auf der Harenberg-Seite den gewünschten Kalender samt ISBN. Jetzt habe ich Euch bei buecher.de, denke ich mir und verwende die ISBN als Suchkriterium. Und siehe da, der gewünschte Kalender erscheint – aber er ist nicht lieferbar. Diese Information wäre schon bei der ersten Suche hilfreich gewesen.

Vergleich analog – digital

Kurzer Ausflug in die analoge Welt: Ich gehen zum Buchhändler und frage nach dem Geschichtskalender. Variante1: Als Antwort bekomme ich verschiedene Kalender gezeigt und einige Geschichtsbücher, aber nicht den Geschichtskalender. Variante2: Ich erhalte die Info, dass dieser Kalender leider nicht lieferbar ist, aber ich könnte ja einen anderen Kalender kaufen. Bei Variante1 verlasse ich garantiert  den Laden und gehe in einen anderen, bei Variante2 besteht die Möglichkeit, dass ich einen anderen Kalender kaufe.

buecher.de wählt Variante1

Also doch amazon

Zur Prüfung schaue ich noch bei amazon nach: Sofort nach Eingabe von Harenberg  wird mir Harenberg Geschichte vorgeschlagen. Und dort ist der Kalender auf Lager und sofort lieferbar. Also habe ich ihn bestellt und erst jetzt melde ich mich bei amazon an, um den Einkauf abzuschließen. Mir wird die 30-tägige kostenlose Prime-Mitgliedschaft angeboten, bei der ich die Lieferung am nächsten Tag erhalten würde und keine Versandkosten anfallen würden. Ich lehne dieses Angebot ab, da mir die normale Lieferzeit in einer Woche genügt und vor Weihnachten eh keine Versandkosten anfallen. Trotzdem bekomme ich am nächsten Tag den gewünschten Kalender.

Fazit

Es gibt sicher vieles bei amazon zu kritisieren, siehe oben. Aber was den Service für den Kunden betrifft, kann sich manch ein Konkurrent eine Scheibe abschneiden.

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