Grenzschließung 2.0 – Deutsche Regierung weist immer mehr EU Staaten zu Risikogebieten aus

So, nun ist es soweit: Tammy lebt jetzt auch in einem Risikogebiet. Neben 13 anderen Staaten hat das RKI bzw. Deutschland nun auch Tschechien zu einem Risikogebiet erklärt.

Manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehen…

Früher wurden Reisewarnungen für Länder ausgesprochen, in denen Krieg und Terror herrschte und man um Leib und Leben bangen musste, wenn man dorthin reiste. Heutzutage reichen irgendwelche ominösen „Infektionszahlen“, die aufgrund von fehlerhaften PCR-Massentests entstanden sind und mit denen man ganz hervorragend die Bevölkerung an die Kandare nehmen kann.

Grenzschließungen waren gestern. Heute weist man einfach Staaten zu „Risikogebieten“ aus und verhindert so effektiv, ohne das Kind beim Namen zu nennen, dass Menschen dorthin reisen. Denn, wer will sich schon auf einen solch beschwerlichen Weg machen, wenn es nicht unbedingt sein muss?

Über sieben Brücken musst Du gehen….

Wenn ich meine Mutter oder meine Tanten in Deutschland besuchen möchte, kann ich das jetzt von Tschechien aus nur noch mit einem negativen Covid-Test tun oder aber ich begebe mich in Deutschland sofort in Quarantäne. Die Dauer der Quarantärezeit ändert sich täglich, so dass man überhaupt nicht mehr weiß, was gerade gilt.

Solch ein Covid-Test kostet mich hier in Tschechien knapp 90 Euro, denn es handelt sich ja um einen „freiwilligen“ Test. Das ist kein Pappenstiel. Zudem kostet er mich auch unendlich viel Zeit. Um mich hier in Tschechien an meinem Wohnort testen zu lassen, muss ich den Betrag 24 Stunden vorher auf das Konto des Spitals einbezahlen. Dann muss ich online einen Termin zum Testen vereinbaren. Erst dann kann ich mich hier im örtlichen Krankenhaus testen lassen. Das ist, wenn ich „Glück“ habe einen Tag später. Nach dem Test bekomme ich innerhalb von 24 Stunden eine SMS des Krankenhauses mit dem Ergebnis. Das Ergebnis kann ich frühestens nach 24 Stunden im Krankenhaus in Papierform abholen. Und dann erst kann ich mit diesem (negativen) Test die Grenze zu Deutschland „sorgenfrei“ passieren. Das ist der günstigste Fall.

Was jedoch, wenn mein Testergebnis fälschlicherweise „positiv“ ausfällt? Wie wir mittlerweile wissen, gibt es erhebliche Bedenken zur Aussagekraft des PCR-Tests. Dann kann ich die Grenze nicht überschreiten, müsste hier in Tschechien für zehn Tage in Quarantäne gehen, um mich dann erneut testen zu lassen. Jetzt habe schon zwei Wochen verloren. Und das Procedere beginnt von Neuem. Wer bitteschön tut sich das an, wenn es nicht unbedingt sein muss?

Das Ganze erinnert ein wenig an die Episode aus „Asterix erobert Rom“, in welcher Asterix und Obelix verzweifelt in einer Behörde nach dem Passierschein A38 ersuchen. Sie werden von den Beamten von Pontius zu Pilatus geschickt, denn keiner fühlt sich zuständig oder weiß Bescheid oder ist interessiert zu helfen.

Sieben dunkle Jahre überstehen….

Und was ist eigentlich bei einem familiären Notfall? Wenn man also schnell reagieren muss? Das ist jetzt nicht mehr möglich. Wenn meine Mutter oder meine Tante im Krankenhaus wären, hätte ich als Tochter oder Nichte keinerlei Chance, sie (zeitnah) zu besuchen.

Die Grenzen sind zwar faktisch offen, aber eigentlich wird das Passieren der innereuropäischen Grenzen durch die Ausweisung von Risikogebieten innerhalb der EU so dermaßen erschwert, dass man es sich 3 x überlegt, all diese Schikanen auf sich zu nehmen. Von den Kosten ganz zu schweigen.

Manchmal ist man wie von Fernweh krank…

Es wird ja seitens der Politik immer wieder darauf hingewiesen, im eigenen Land zu bleiben. Diese obigen Hürden sind die erzieherischen Maßnahmen, um das durchzusetzen.

All das jahrelange Gerede über das grenzenlose Europa, das Hochhalten der Vorzüge der Freizügigkeit der EU kann man jetzt getrost in die Tonne treten. Die, die jahrelang auf jene, denen die nationalen Grenzen wichtig waren, eingeprügelt haben, ziehen nun selbst die Grenzen hoch. Dies gilt jedoch nicht für Migranten und Landnehmer. Für diese gilt nach wie vor: Open borders.

Obwohl die Schlagbäume jetzt zwar oben sind, ist der Grenzübertritt innerhalb der EU für Privatpersonen kaum mehr möglich. Spontane Besuche oder Urlaube werden verunmöglicht. Faktisch werden die Menschen in eigenem Land eingeschlossen. Das wird nun der endgültige Todesstoß für die Tourismus- und Gastronomiebranche sein. Der Lockdown heißt jetzt Reisebeschränkung – sonst ändert sich nix.

Sieben mal wirst du die Asche sein….

Erst wenn die ganze Wirtschaft in Trümmern, Schutt und Asche liegt, wird es vielleicht ein Erwachen und Umdenken geben.

….aber einmal auch der helle Schein. (Hoffentlich!)

Wunderschöner Song „Über sieben Brücken musst Du gehen“ von Karat

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