Werteunion – Muster ohne Wert?

Schon eine längere Zeit frage ich mich, was ich von der Werteunion, der konservativen Gruppierung innerhalb der CDU, halten soll.

Ich habe mir mal das „Konservative Manifest“ der Werteunion angesehen und stellte fest, dass dessen Inhalt sich nur marginal (wenn überhaupt) von den Forderungen der AfD unterscheidet.

Konservatives Manifest der Werteunion

In ihrem „konservativen Manifest“ setzt sich die Werteunion klar für eine restriktive Migrationspolitik und die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft ein. Sie prangern „Parallelgesellschaften“ an und fordern in der Migrationspolitik die Annahme einer europäisch-deutschen Leitkultur. Sie halten die Masseneinwanderung seit 2015 für rechtswidrig und falsch und fordern, dass diese rückgängig gemacht werden soll. Die illegalen Migranten sollen schnell und konsequent abgeschoben werden.

Desweiteren fordert die Werteunion eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam. Sie erkennen in dieser „Religion“ auch eine politische Ideologie mit Allmachtsanspruch. Sie erwarten von den Muslimen, sich zu assimilieren bzw. der Mehrheitsgesellschaft anzupassen.

Einen EU-Zentralstaat lehnen sie ab.

Sie sprechen sich gegen die staatliche Förderung der ideologisch motivierten sogenannten Genderforschung aus.

So viel dazu erst mal. Den Rest mögt Ihr bitte selbst hier nachlesen.

Welches Spiel spielt die Werteunion?

Teilweise sitzen Vertreter der Werteunion in Talkshows und oder man liest Interviews mit ihnen und oftmals denke ich so bei mir: Da spricht doch einer von der AfD. Da bekommt man gute Aussagen in reinster AfD-Sprache und Denke zu hören und zu lesen. Und dann wieder distanzieren sich diese gleichen Nasen vehement von der AfD und grenzen sich ab, als hätten sie rein gar nichts mit denen gemein! Was soll man davon halten? Für mich werden sie dadurch wirklich unglaubwürdig. Da passt doch etwas nicht, oder? Wie kann man in entscheidenden Punkten mit den Zielen und Forderungen der AfD absolut übereinstimmen, aber dann zusammen im Chor mit den systemkonformen linkgsgrünen Systemlingen gegen die AfD hetzen?

Vielleicht ist es ja so, dass es tatsächlich einen Teil von Mitgliedern in der Werteunion gibt, die gegenüber einer Zusammenarbeit mit der AfD in Teilbereichen aufgeschlossen wären, dass dies aber von den oberen Funktionären nicht zugelassen wird? Und so fügen sie sich eben und es bleibt nichts als heiße Luft. Viel Wort – wenig Wert.

Ich wollte von Robert wissen, wie seine Sicht der Dinge in Bezug auf die Werteunion ist und welchen Wert sie in seinen Augen tatsächlich darstellt?

Hier Roberts Statement:

– Bei der Wahl zur Nachfolge A. Merkels präferierte die Werteunion F. Merz.
– Für die anstehende Wahl des/der  Bundeskanzler Kandaten/ Kandidatin, forderte die Werteunion eine Urwahl.
– Prominentestes Mitglied ist der ex Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maassen.
– Die neue Vorsitzende, A. Kramp-Karrenbauer, hält die Werteunion für nicht erforderlich.

Wenn eine A. Merkel öffentlich die Annullierung der Ministerpräsidentenwahl Thüringens fordert, dann hat sie auch die Macht, innerhalb der CDU/CSU ohne laute Nebengeräusche die Werteunion in die Schranken zu weisen. Auch das Argument, dass Maaßen als ex Geheimdienstler etwas gegen A. Merkel in der Hand hält, erachte ich als dummes Geschwätz. Wieso ist er in der CDU, wo sich andere Lösungen anbieten, wenn er irgendwelche Ambitionen hätte. Forderungen seitens der Werteunion, die einfach in die Welt geplappert werden, ohne auch nur im Entferntesten konkret zu werden, bzw. mit Austritt aus der CDU/CSU zu drohen, sind ebenfalls nur heiße Luft.

Für mich ist die Posse um die Werteunion schlichtweg eine schlecht inszenierte Schmierenkomödie, die aber offenbar von vielen nicht durchschaut wird. Die Werteunion wurde installiert, um eine sogenannte Opposition innerhalb der CDU/CSU zu simulieren.

Soweit Roberts Gedanken zur Werteunion.

Fazit:

Ich finde, die Werteunion sollte sich endlich ehrlich machen. Durch diesen schwammigen Schlingerkurs, den sie fährt, lockt sie doch keinen einzigen AfD Wähler in ihre Reihen, oder? Und wenn sie die CDU wirklich von innen heraus erneuern will, braucht es dazu keine Halbherzigkeit sondern Konsequenz und Mut. Sie müssen endlich Farbe bekennen, sonst sind sie für mich lediglich ein Muster ohne Wert!

Bild von Michi S auf Pixabay

5 Kommentare zu „Werteunion – Muster ohne Wert?

  1. Die Werteunion ist für mich aktuell eher das Feigenblatt der Union um Stammwähler zu halten. Ich glaube nicht das hier etwas substantives entstehen kann ohne das ganze Personal von Merkel, AKK,Spahn bis zu EU Uschi auszutauschen. Auch die CSU ist nur noch die weichgespülte Partei von Franz Josef Strauss. Eher wahrscheinlich ist das die CDU bei der nächsten Wahl mit Baerbock und co ins Bett steigt um die Posten zu halten. Auch Merz ist verbraucht und keine Alternative. Ansonsten wäre schon längst was passiert. Aktuell sehe ich da eher schwarz als Hell am Horizont auch nach der nächsten Wahl. Das Wahlpotential der AFD ist nach meiner Meinung bei maximal 20-25 %. Dafür sorgen leider unsere Medien verstärkt und das wirkt bei den ganzen Schafen – leider. Der ganze Quatsch wo immer wieder auf die schlimmste Zeit von 1933-45 verbunden wird so wie aktuell bei der Farce in Thüringen wirkt bei den ganzen Antifanten und steckt die Wechselwähler an. Thüringen wird uns zeigen wo diese in welche Richtung es zukünftig gehen wird. Eher negativ, aber vielleicht gibt es Neuwahlen und Grüne und FDP fliegen raus und die AFD geht in Richtung 30 % (Wunschdenken)

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  2. Werter Rainer, meine Einschätzung zu Ihrer Frage: „Will die Werteunion eine eigene Partei werden?“ Aus dem Artikel von Alexander Benesch geht hervor, dass es sich um ein strategisches Spiel der CDU gehen könnte. Ich gehe mit A. Benesch insofern einig, dass nichts ausgeschlossen werden kann. Die Verein Werteunion eV ist eine Täuschung par excellence. Sie soll Opposition innerhalb der CDU/CSU vortäuschen, stimmt aber immer linientreu ab. Eine Machtperson (dank den Mächten hinter ihrem Rücken) wie Merkel, würde den Chef A. Mitsch innert Sekunden auf mini Zwergengrösse zusammen falten und das Thema Werteunion hätte sich erledigt. Genau anders rum präsentiert sich aus meiner Sicht die Situation. A. Mitsch ist nicht der Renner und darum wurde Hans-Georg Maasen ins Boot geholt. Und sofort ist die Werteunion in aller Munde. Als „Geheimdienstmann“ weiss Maasen, wie Täuschen funktioniert. Und er spielt seine Rolle sehr gut. Ein bisschen Radau, ein bisschen Medienunterstützung, aber nie zuviel, nur soviel um die Suppe am köcheln zu lassen. Eine Werteunion bundesweit schliesse ich zu 100 Prozent aus. Hatten wir nicht vor ein paar Jahren die Diskussion, dass die CSU bundesweit antreten sollte. Alles nur dummes Gerede um dem Bürger Opposition vor zu simulieren. So viel zur CDU und die Werteunion.

    Was ist mit der AfD? Nehmen Sie es mir nicht übel, aber für mich ist die AfD auch eine Mogelpackung, sprich Täuschung. Ich habe mich verabschiedet vom Glauben, dass die heutige Politik, mit der Politik vor 40 Jahren identisch ist. Fraktionszwang, Angst um den Listenplatz, Abhängigkeit von den Diäten usw schaffen ganz andere Voraussetzungen als früher, wobei ich weit davon entfernt von der Vorstellung bin, dass Politik früher nicht dreckig war. Die ursprungs AfD von 2013, unter der Führung von Prof. Lucke hatte ein Ziel, nämlich «Ausstieg aus dem EURO». Parallel lief die Griechenland Rettung und die AfD wurde den NWO Befürwortern brandgefährlich. Bei der Bundestagswahl 2013 scheiterte (musste!) die AfD knapp am Einzug in den Bundestag. Bis dahin war die AfD eine ganz normale Partei. Jetzt kam die Entmachtung Luckes und eine neue Führung übernahm das Ruder. Die neue Partei Doktrin lautete «Raus mit den illegalen Migranten».
    Ab diesem Zeitpunkt konnte die Karte «rechtspopulistisch und Nazi» voll ausgespielt werden. Die Spaltung der Gesellschaft nahm Fahrt auf. Der Austritt aus dem EURO geriet in Vergessenheit und die Griechenland Rettung verschwand zu sehend aus dem Blickwinkel. Die Nähe zur Pegida war der neue Aufhänger. Der Rede kurzer Sinn, die AfD ab 2014 wurde zum Sammelbecken Konservativer, die man nun mit dem Etikett «Nazi» (der Judenstern der Gegenwart) versehen konnte. Der dubiosen Führung der AfD unter der Leitung von Prof. Meuthen und A. Gauland misstraue ich, denn die giesst immer wieder perfide Oel ins Feuer und provoziert den einen oder anderen «Faux pas» immer dann wenn Wahlen oder wichtige Ereignisse anstehen. Figuren wie Bystron, Curio, Bauman etc unterstelle ich (vorerst) hehre Absichten. Für mich ist die AfD ein installiertes Instrument, um die Gesellschaft zu spalten, wobei ich anmerken muss, dass das Experiment in eine andere Richtung laufen könnte, als es sich die Strategen der NWO sich vorstellten. Aber vorderhand haben sie noch die volle Kontrolle, was die Stärke der AfD betrifft.

    Deutschland 2020 ist eine Diktatur, die dem Volk eine parlamentarische Demokratie vorspielt. Das Parlament ein Schatten seiner selbst, ein Sammelbecken willfähriger Opportunisten mit einem ausgeprägtem Kadavergehorsam.

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