Abstumpfung – ein scharfes Schwert!

Wisst Ihr, was mich wirklich erschreckt? Die täglichen Messerangriffe sind kaum mehr eine Meldung oder einen Aufreger wert.

Haben wir uns schon an das Schreckliche gewöhnt?

Erschreckend ist, dass ich an mir selbst feststelle, dass diese täglichen Horrormeldungen immer mehr an mir abprallen. Ich stelle fest, dass ich diese Schlagzeilen jeden Tag aufs Neue zwar fassungslos lese und entsetzt bin ob der Brutalität der Taten. Aber ich merke auch, wie sie auf eine seltsame Art an mir und meinem Herzen immer mehr abprallen. Es ist wohl eine Art Selbstschutz. Ein Abwehrmechanismus, der sich in Gang setzt, weil wir ansonsten kaputt gehen würden. An all dem Schmerzlichen, dem Leid der Opfer und Angehörigen, der Trauer, der Bösartigkeit und Niedertracht der Täter. Und das erschreckt mich. Ich will nicht wie die Politiker werden, die nach solchen schlimmen Ereignissen wie Zombies ihre Phrasendreschmaschine anwerfen und ihre immer gleichen Phrasenfragmente aus ihrem Phrasen-Repertoire emotionslos abspulen.

Ich möchte, dass jedes einzelne Opfer die ehrliche Trauer von Herzen bekommt, die ihm zusteht. Ich finde, das ist das Mindeste, was wir noch tun können. Auf die eine Tat folgt schon kurz darauf die nächste böse Tat. Und nichts, aber auch gar nichts wird dagegen unternommen. Man verfällt in einen Aktionismus, will die Überwachung weiter ausbauen und sonstige Pseudo-Maßnahmen ergreifen. Aber die eigentliche wirkliche Ursache wird nicht benannt. Man lässt es einfach immer so weiter laufen. Das ist perfide! Solange man die Dinge nicht benennt, solange kann und wird man sie nicht beseitigen. Jeden Tag neue abscheuliche Verbrechen – bis es zu einer schrecklichen, allgegenwärtigen Gewohnheit und Alltäglichkeit geworden ist. Eine Gewohnheit, die zur Gewöhnung führt. Wer kann das noch verkraften? Wer kann das noch ertragen? Wohin soll das führen?

Unbewegte bewegen nichts

Die Gleichgültigkeit ist für mich schon lange ein Übel. Und ich halte sie auch für gefährlich. Denn von gleichgültigen Menschen kann man nichts erwarten. Weder Engagement noch Unterstützung.

Diese Gleichgültigen und Abgestumpften werden vor allem eines nicht. Sie werden niemals kämpfen. Sie haben schon verloren, bevor es überhaupt anfing. Mit ihnen kann man keinen Blumentopf gewinnen. Und noch schlimmer. Sie lähmen und überziehen mit ihrem tranigen Mehltau der Gleichgültigkeit auch diejenigen, die noch Feuer und Flamme sind und etwas bewegen wollen. Helden der Geschichte, Krieger und Kämpfer waren niemals gleichgültig. Nein, sie waren und sind engagiert und ja, sie haben eine Überzeugung. Und für diese treten sie ein. Das erfordert Mut und Entschlossenheit. Ich bewundere Menschen, die den Mut haben, eine Überzeugung zu haben und für diese auch einzustehen. Diesen Mut und diese Entschlossenheit haben die Gleichgültigen nicht. Kampflos überlassen sie den Anderen das Feld. Sie bewegen nichts. Weder sich selbst noch andere.

Daher ist die Abstumpfung ein scharfes Schwert! Und zwar eines der Regierenden. Für die, die uns das alles eingebrockt haben, gibt es nicht Besseres, als wenn uns irgendwann alles egal ist. Dann haben sie gewonnen!

Ich will nicht zu einem emotionslosen und abgestumpften Wesen werden. Dann hätten sie es wirklich geschafft. Ein Mensch, der abgestumpft ist, der kämpft auch nicht mehr. Er lässt alles geschehen. Mit sich, mit anderen. Er hat sich selbst verloren. Er spürt sein Herz nicht mehr. Und er hat auch keines für andere. Es entsteht eine herzlose, gleichgültige Gesellschaft. Möchten wir das? Wir sind auf dem besten Wege dorthin.

Lass uns lieber selbst ein scharfes Schwert sein und für unsere Überzeugung eintreten. Und vor allem: Lasst uns nicht gleichgültig werden!

Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen

Georg Christoph Lichtenberg

6 Kommentare zu „Abstumpfung – ein scharfes Schwert!

  1. Liebe Tammy, wieder mal hast du vollkommen Recht. Ein weiterer Punkt spielt da mit rein. Ich stelle immer wieder fest, dass in der Bevölkerung das Ausmaß der tödlichen Übergriffe nicht bekannt ist. In die Medien schaffen es gerade noch die Zugschubser und Machettenmörder. Es bleiben regionale Einzelfälle. Hab aber dazu auch keine Lösung um der Mehrheit im Lande darüber die Augen zu öffnen. Im Migrationspakt steht ja, wie die Berichterstattung zur Migration zu erfolgen hat.

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    1. Lieber Norbert! Du hast vollkommen recht! Vielen ist das wohl wirklich nicht bewusst, was in unserem Land los ist :-(. Und ja, durch den UN Migrationspakt ist fest geschrieben worden, wie die Berichterstattung über Migration zu erfolgen ist. Nur Positiv. Es kommt mir wirklich aussichtslos vor. Die Agenda ist klar. Ziel: Die Neue Weltordnung mit vermischten Rassen und die Eliminierung der Identitäten. Ich glaube wirklich, dass der Zug abgefahren ist. Liebe traurige Grüße! Tammy

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  2. Ignorantia legis non excusat (Wikipedia)

    Ignorantia legis non excusat, manchmal auch Ignorantia iuris non excusat oder Ignorantia iuris neminem excusat ist ein Rechtsgrundsatz aus dem römischen Recht, der im deutschen Sprachraum als Volksweisheit „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ bekannt ist.

    Ich bin kein Rechtsanwalt und werde mich hüten dies rechtlich zu bewerten. Was ich aber sicher kann ist die emotionale Komponente beurteilen. Galt für 1933 noch der Grundsatz man hat es nicht mitbekommen, was ich übrigens als ein sehr schwaches Argument halte, so trifft dies ganz sicher nicht für die heutige Zeit zu. Und die Entschuldigung, dass wenn etwas nicht in den MSM oder den ÖR gemeldet wird, es schlicht nicht stattgefunden hat, ist das billigste, verleumderischste Argument. Im Zeitalter wo die meisten wissen, wie der Stuhlgang des Prominenten XY ist, ist Nichtwissen unentschuldbar.

    Wir müssen den Spiess umkehren. Unser Zorn muss sich nicht nur auf die Regierung, den Parlamentariern der Einheitsparteien richten, sondern auch auf die Entscheidungsträger und Beamten der Ministerien. Und last but not least, alle Bürger die den Kopf in den Sand stecken müssen geächtet werden. Es kann nicht sein, das man, wie einige Parlamentarier, sich umdreht wenn jemand von der AfD redet und meinen man sei damit aus dem Schneider. Nein, alle die die Wahrheit verleumden, gehören auf die Anklagebank.

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    1. Lieber Robert! Danke für Deinen klaren Kommentar! Vielleicht hast Du recht damit, dass man die, die wegsehen oder von denen man annimmt, sie bekämen nichts mit, nicht entschuldigen kann und darf. Das hat mich jetzt nachdenklich gemacht! Herzlich alles Liebe! Tammy

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  3. Sehr geehrte Frau Bretschneider,
    seit einigen Wochen kenne ich Ihren Blog und lese ihn mit großer Zustimmung. Ich bin pensionierter Lehrer und habe einige Bücher geschrieben, die für Sie von Interesse sein dürften. An Gleichgültigkeit und Feigheit sind schon ganze Kulturen und Völker untergegangen worden. Bitte schauen Sie sich meine Bücher bei Amazon oder Buecher.de an, dort finden Sie auch entsprechende Beschreibungen. Folgende 2019 erschienene Bücher werden Ihre Lebenseinstellung, soweit ich sie in Ihren Beiträgen kennengelernt habe, unterstützen und bestätigen.
    – Jochen Schaare: Mythos, Skepsis und Logos im Zeitalter der Dekadenz. Band I; Die leise Stimme der Vernunft und realistische Welterfahrung…; Berlin 2019
    – Jochen Schaare: Mythos, Skepsis und Logos im Zeitalter der Dekadenz. Band II; Eine Abrechnung mit dem kranken Zeitgeist. Berlin 2019

    Wenn Sie Interesse zeigen, dann übersende ich Ihnen Besprechungsexemplare.

    Viele herzliche Grüße

    J. Schaare

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    1. Sehr geehrter Herr Schaare! Vielen Dank für Ihren Kommentar und die Vorstellung Ihrer Bücher, die sich wirklich interessant anhören. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich mir sie gerne ansehen. Herzliche Grüße! Tamara Breitschneider

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