Erich Kästners „Drei Männer im Schnee“ – charmante, politisch unkorrekte Geschichte

Das diesjährige Weihnachtsprogramm war ähnlich wie das letzte und auch das der vergangenen Jahre. Wiederholungen auf allen Kanälen. Nichts Neues unterm Tannenbaum und auch nicht im Fernsehen.

Hadmut Danisch bemerkte richtig, dass sich die Öffentlich Unrechtlichen früher noch ein wenig Mühe gaben und für Weihnachten extra Weihnachtsserien produzierten, die dann während der Feiertage bzw. „zwischen den Jahren“ ausgestrahlt wurden. Darunter waren ganz nette Serien wie „Patrick Pacard“, „Nesthäckchen“ (was hab ich die geliebt!) oder „Anna“. Warum man damit aufhörte, steht in den Sternen.

Nicht alles Alte ist schlecht und nicht alles Neue ist gut!

Es gibt ein paar alte Filme, die so manche neuen Produktionen wirklich in den Schatten stellen. Früher war man noch halbwegs in der Lage, schöne und vor allem keine politisch korrekten Filme zu drehen, wie das heute der Fall ist. Man kam noch ohne Quoten-Neger, Quoten-Transe und ohne sonstige politisch korrekte Botschaften aus. Daher bin ich teilweise nicht ganz unglücklich über den „alten Kram“, der in Endlosschleife über die Flimmerkiste flimmert. Lieber alte aber schöne Filme, anstatt neue Schlechte ansehen.

Drei Männer im Schnee

Ein Film lief auch dieses Jahr wieder, so wie an allen vergangenen Weihnachten. Es ist die Verfilmung von Erich Kästners Buch „Drei Männer im Schnee“. Ich liebe Erich Kästner sehr und das nicht nur, weil wir an demselben Tag Geburtstag haben. Ich liebe seine Kinderbücher und auch seine anderen Werke. Vor allem liebe ich die Geschichte der „Drei Männer im Schnee“. Das Buch habe ich schon mehrmals gelesen. Es ist ein wenig anders als die schwarz-weiß Verfilmung  von 1955 mit Paul Dahlke, Claus Biederstaedt und Nicole Heesters. Trotzdem ist dieser Film sehr gelungen, finde ich. Er transportiert die heitere Stimmung des Buches und wartet mit einer gehörigen Portion Menschlichkeit auf, ohne nicht auch die menschlichen Unzulänglichkeiten mit einem Augenzwinkern zu beleuchten. Vor allem ist dieser Film noch so angenehm politisch unkorrekt.

Können Sie kochen?

Da fragt der Protagonist Fritz Hagedorn seine Angebetete und Frau, die er heiraten möchte, in einer Szene, ob sie denn kochen könne. Undenkbar heute, oder? Es würde ein Aufschrei durch die Reihen der Feministen und Genderideologen gehen. Für sie wäre diese Frage frauenfeindlich. Man würde es als diskriminierend ansehen, von einer Frau wissen zu wollen, ob sie denn kochen könne. Als die Gefragte aufzählt, was sie alles kochen kann, nämlich Spiegelei, Rührei, Ei mit Schinken etc. – also alles mit Ei – kommt die charmante Antwort des Bräutigams in spe: „Wie gut, dass ich Eier so gerne esse“. So herrlich locker und entspannt ging Fernsehen einmal vor langer Zeit, als noch keine Ideologen an den Schalthebeln der Sendeanstalten saßen. Sie trauten sich noch, Erich Kästners Vorlage 1:1 in einem Film umzusetzen und nicht jeden Satz auf politische Korrektheit abzuklopfen und bis zur Unkenntlichkeit zu zensieren.

Das ist heute nicht mehr der Fall! Kürzlich las ich irgendwo, dass eine Buchhändlerin Kästners Bücher aus ihren Regalen genommen hat, da in einem seiner Bücher irgendwo das Wort „Neger“ vorkommt. Unglaublich, aber wahr! Das habe ich in meinem Artikel „Jetzt also auch Erich Kästner“ thematisiert.

So weit sind wir jetzt also schon wieder. Es gibt Bücherverbote. Und auch Sprechverbote. Und bald wohl auch Denkverbote!

Wahrscheinlich würde man heute schon an dem Titel „Drei Männer im Schnee“ Anstoß nehmen. Man würde ihn politisch korrekt umtaufen in „Drei Frauen im Schnee“. Männer haben in der Gendergesellschaft keinen Platz mehr. So ist es den „Ghostbusters“ ergangen. In einem Remake hat man die männlichen Protagonisten durch Frauen ersetzt. Ergebnis: Der Film war ein Flop in den Kinos.

Geschichten, die nicht aus dem Leben sind

Heutzutage wartet man in neueren Fernsehproduktionen mit Geschlechterkonstellationen auf und lässt Menschen aus vor allem afrikanischen oder arabischen Kulturkreisen auftreten, die alles nur nicht aus dem alltäglichen Leben der allermeisten Zuseher sind. Da sind dann die Ausländer die Guten und Netten, der alte weiße Mann ist per se der Böse, die Frauen sind die Macherinnen, die Männer die Luschen. Überall sehen wir mindestens eine Transe  und die gleichgeschlechtliche Liebe kommt in einer Häufigkeit vor, die mit der Realität wenig bis nichts zu tun hat. Alles Gender, oder was?

Das ist aber nicht zufällig einfach so. Nein, das ist gewollt. So geht Erziehungsfernsehen. Wir sollen uns auf die neue bunte Gendergesellschaft einstellen und daher werden wir damit tagtäglich geimpft.

Dann sehe ich mir lieber zum x-ten Mal die alten Produktionen an und bin froh, dass man diese noch immer zeigt und nicht schon längst auf den Index gesetzt hat. Ich bin gespannt, wann das passieren wird!

Ein Kommentar zu „Erich Kästners „Drei Männer im Schnee“ – charmante, politisch unkorrekte Geschichte

  1. Hallo Tammy,
    danke für Deine nette Geschichte aus der guten alten Zeit. Ich denke sehr gern an sie zurück.
    Hätte noch Vorschläge für politisch korrekte Filmtitel:
    3 Menschen im Schnee
    3 Personen im Schnee
    3 Hominiden im Schnee
    3 im Schnee 🙂

    Über die neuen TV-Inhalte muss ich mich zum Glück nur seltenst aufregen, wenn irgendwo zu Besuch die Glotze strahlt. Nicht nur, dass mich oft der Inhalt selbst anko… , auch die Glotzenglotzer beweisen mir immer wieder schmerzlich, wie flächendeckend verseucht und dressiert die Mehrheit unserer Bevölkerung ist 😦

    Ich vergeude seit über 10 Jahren keine Freizeit mehr für diesen GEZ-Propaganda-Verteiler.
    Fühle mich sehr wohl dabei. Hab mehr Zeit z.B. zum Lesen auch hier oder zum Schreiben u. v. a. 🙂

    LG an alle Selbst-Denker

    Gefällt 1 Person

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