Konsum – Ein Stück vom Glück?

Gastbeitrag von Robert, Ex-Banker und Privatier

Wir konsumieren uns zu Tode. Die Werbung animiert uns, immer mehr und immer wieder unnütze Dinge zu kaufen. Die Werbefritzen, es gäbe da noch ein paar andere Benennungen, da wir aber Weihnachten haben, belasse ich es bei „Werbefritzen“, wissen sehr genau, wie sie die Zielgruppe Frau und Mann um den Finger wickeln können. Bei uns Männern ist es das Thema Auto und der Baumarkt. Bei Frauen Kosmetik, Mode und Deko.

Konsumieren bis der Arzt kommt

Das kaputte und korrupte Geldsystem verlangt nach immer höheren Konsum, denn die Aktionäre und Manager gieren, gleich dem Drogen Junkie, nach immer höheren Gewinnen und Boni. Da ist kein Platz für Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit. Der Rubel muss rollen und zwar in immer schnellerem Tempo. Ein Zeichen wie die Geldentwertung, einer Lawine gleich, immer schneller zu Tale rollt. Genau an dieser Geschwindigkeit lässt sich ablesen, wann die Lawine das Dorf im Tal erreicht und alles, innert kürzester Zeit unter sich begräbt. Dieses Ereignis kann man dem uns bevorstehenden Crash des Geldsystems gleichsetzen.

Das weiss auch die Wirtschaft und um ihre schier unendliche Gier, zum Teufel komm raus (was für ein zutreffendes Wortspiel), nach mehr und noch mehr zu befriedigen, greift sie zur Allzweckwaffe „Konsum um jeden Preis“. Dazu ist ihr jedes Mittel recht, denn bestraft wird sie keinesfalls, oder nur gering. Manchmal wird eine Firma bestraft, aber da werde ich den Verdacht nicht los, dass da einfach ein lästiger Konkurrent ausgeschaltet werden soll.

Scheinwelt

Konsum um jeden Preis“ durch Obsoleszenz (ein wichtiges Thema!) und durch das Produkt mit einer Gefühlswelt zu verbinden. Ein TV Spot einer deutschen Automarke zeigt mir eine rührende Geschichte einer ach so tollen und glücklichen Familie und wenn ich Schwein habe, sehe ich für 2 Sekunden das Auto, um das es eigentlich im Spot gehen soll. „Das Auto“ und „Das Team“ zeigen klipp und klar: Es geht in der Werbung schon lange nicht mehr um das Produkt, es geht um die Scheinwelt. Ob Scheindemokratie oder “Schöne neue Welt“, es soll uns etwas aufoktroyiert werden, das uns einlullt und gefügig macht.

Wer das Nudging nicht versteht, der befindet sich auf einem Trip, als hätte er an Pilzen geknabbert, die halluzinogene Zustände hervor rufen. Und so sind wir und die Wirtschaft beide Drogen-Junkies. Die Frage, die jetzt im Raum steht: Wer ist der Lieferant der Drogen? Und damit meine ich nicht die willfährigen „Drogendealer“.

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