Nudging unter dem Deckmantel der Satire

Jetzt wird es richtig übel. Das ZDF macht sich im „Satirischen Jahresrückblick 2019“  über Ängste der Menschen lustig. Und zwar in einer Art und Weise, die einen sprachlos zurücklässt.

Es geht um einen Videoclip , in welchem dargestellt wird, wie Menschen mit Ängsten sich an eine fiktive „Hotline für den emotionalisierten Patrioten“ wenden können und sie dann dort „Hilfe“ bekommen.

Zu Beginn sitzt ein Mann heulend auf einer Parkbank und fühlt sich missverstanden, weil er seine Meinung in Deutschland nicht mehr frei äußern darf. Er wählt die Nummer der Hotline und wird von einer burschikosen, kurzhaarigen Frau begrüßt, die in einer Art Callcenter vor einem Monitor sitzt. Überall im Hintergrund  sieht man Callcenter-Mitarbeiter vor Bildschirmen sitzen und auf allen Bildschirmen ist das Logo der AfD deutlich zu sehen. Nur mit dem Schriftzug „heul dich aus“. Das ist Nudging:  Unterschwellig wird suggeriert, dass alle die, die die AfD wählen oder sympathisieren hier gemeint sind.

In dem Videoclip wird der besorgte Bürger als Nazi tituliert, da er angeblich will dass:

  1. Alle Ausländer rausgeworfen werden
  2. Merkel erschossen gehört
  3. Homosexuelle pervers sind
  4. Das linke Pack ins Lager geschickt werden sollte

Auch das ist Nudging und ein beliebtes Manipulationsmittel. Es werden extrem krasse und radikale Aussagen einer fiktionalen Figur auf eine ganze Gruppe bezogen bzw. projiziert. Damit wird pauschal eine ganze Gruppe als rechtsextrem diffamiert. Menschen, die einfach nur gegen die Massenmigration sind und die sich nicht dem Meinungsdiktat der Regierenden beugen wollen, werden hier übelst in eine Ecke gestellt. Dies dient der Abschreckung, denn keiner möchte sich mit oben genannten krassen Aussagen identifizieren und dieser Gruppe zugerechnet werden.

Natürlich darf auch das Feindbild Nummer 1, Björn Höcke, in diesem üblen Propagandastück nicht fehlen. Hier wird er auf subtile Weise nach Strich und Faden lächerlich gemacht.

Es geht noch perfider. Als nächstes ist ein Mann mit Oberlippenschnauzbart zu sehen, der sich bei der Hotline lautstark und unflätigst darüber beschwert, man könne seine Meinung nicht mehr äußern. Auch hier wieder Nudging: Das typische Klischee wird bedient. Eine Dumpfbacke mit Weste und Schnäuzer, soll wohl den „alten weißen Mann“ darstellen, den ewig gestrigen und verblendeten Unsympathling, mit dem keiner etwas zu tun haben will.

Die Meinungsfreiheit wird pervertiert,  indem man sie von dem Protagonisten gleichsetzen lässt mit wirklichen Beleidigungen und Bedrohungen. Das ist wieder Nudging. Es verschleiert die tatsächlichen Einschränkungen von Meinungsfreiheit. In diesem Video wird so getan, als ob nur Äußerungen eingeschränkt werden, die wirklich übel und nicht erlaubt sind.

Am Ende des Videos wird dann nochmals mit der Holzhammermethode dem  Letzten, der es noch nicht kapiert hat, eingehämmert, worum es geht.

Ziel ist es, mit diesem Propagandastück par excellence, die Behauptung, dass man nicht öffentlich seine Meinung sagen darf, ad absurdum zu führen. Ängste oder Ansichten, die nicht systemkonform sind, werden lächerlich gemacht und in den Dreck gezogen.

Komisch: Geschürte Ängste in Bezug auf den Klimawandel dagegen sind legitim. Hierüber dürfen und sollen Bürger besorgt sein. Diese werden aber nicht „besorgte Bürger“ bezeichnet, nein, bei denen handelt es sich um kritische, an der Zukunft interessierte Menschen, die sich Gedanken machen.

Unter dem Deckmantel der Satire wird hier astreines Nudging im Sinne der Regierung betrieben. Wieder einmal zeigt der Staatsfunk, dass er dem Begriff „Systempresse“ zu 100% gerecht wird.

7 Kommentare zu „Nudging unter dem Deckmantel der Satire

  1. Sehr gut heraus gearbeiteter Text, der die Verlogenheit klar benennt. Und ganz wichtig in diesem Zusammenhang, das Erwähnen ihrer Propaganda Werkzeuge Nudging und Framing.

    Die Heute Show hatte auch vor dem Herbst 2015, nie die Klasse einer Sendung wie «Neues aus der Anstalt», die Nachfolge Sendung «Die Anstalt» kann da mit dem Original nicht mithalten. Die Sketche der Heute Show spielten in der selben Regionalliga, wie diejenigen der Komödianten Truppe des Trash TVs. Und dann kam der «wir schaffen das» Herbst 2015, der offizielle Startschuss der Indoktrination mittels der Satire. Postum, ich verwende extra den Begriff, wurde Oliver Welke vom ZDF geadelt und mit sämtlichen Freiheiten ausgestattet, um gegen uns Konservative und die AfD, mit vollen Kanonen zu schiessen. Es wurden Passagen aus AfD Filmbeiträgen, willkürlich heraus geschnitten und neu, zu einem reisserischen Beitrag zusammen gemixt. Wahrheitsgehalt nebensächlich, Hauptsache AfD und wir Konservative müssen als Primitive dargestellt werden. Locker wurden die niveaulosen Ergüsse der Gaukler vom Trash-TV um Längen unterboten. Die Satire bekam ein neues Etikett, Propaganda Werkzeug Nudging. Im Jahr 2016 konnte man viele Kommentare lesen, bei denen Zuschauer mitteilten, dass sie angewidert der Heute Show den Rücken gekehrt haben. Was bei tiefen TV Quoten bei den Privatanstalten für die Absetzung der Sendung führt, spornt das GEZ alimentierte ZDF nur noch mehr an, die verbliebenen Zuschauer mit noch mehr Satire, ich nenne es Sondermüll zu zuschütten. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, wurde die Sendung 2016 mit der goldenen Henne und 2017 im Bereich «beste Satire» mit der goldenen Kamera ausgezeichnet. Man hätte auch den Karl Marx Orden, aus der DDR Zeit, vergeben können.

    Am Donnerstag kam es im Bundestag zu einem weiteren Tiefpunkt. Der Bundestags Abgeordnete Paul Podolay, Kandidat der Afd für den Posten eines Vizepräsidenten, scheiterte auch im 3. Durchgang. Er ist somit der 4. Kandidat der Afd dem man das Recht auf den Posten des Vizepräsidenten abspricht.

    Und warum erwähne ich dies? Das Un Rechts System hat keinerlei sachliche Argumente um der AfD oder uns Konservativen etwas entgegen zu halten. Und so bedient es sich immer niveauloseren Instrumenten, um den «Aufstand» klein zu halten. Das bringt mich zu folgenden Ausagen:

    a) Wäre der Druck der Konservativen klein, würde das Un Rechts System nicht einen dermassen hohen Aufwand betreiben um uns Konservative zu verunglimpfigen.
    b) Wir Konservative müssen dem Un Rechts System und seinen, dem Kadergehorsam verpflichteten Opportunisten, tagtäglich den Spiegel vorhalten, um sie mit ihrem dummen und niveaulosen Gebaren zu konfrontieren.
    c) Wir sind der Sand im Getriebe.

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