Gutmenschen, die systemtreuen Untertanen

Gastbeitrag von Thomas Abendroth

Bis auf wenige Aufrichtige innerhalb der schreibenden und verkündenden Zunft, haben wir der Staatspropaganda, die auch von den privaten Medien verbreitet wird, zu verdanken, dass sich durch Jahrzehnte währende Indoktrination, gerade bei den meist aus der linksliberalen Gesellschaft stammenden humanistischen Bildungsbürgern und systemtreuen Intellektuellen, ein neuer Typus von Untertan herausgebildet hat. Gemeint ist die Metamorphose vom guten Menschen zum »Gutmenschen«.

Wer sind die Opfer der Indoktrination?

Opfer von gezielter Indoktrination sind in der Regel sozial engagierte, aufrichtig wohlmeinende, arglose und idealistische Gutgläubige – eben die ganz normalen guten Menschen.

Ist das gesunde Misstrauen aus den Hirnen erst einmal herausgespült, macht sich Gutgläubigkeit bis hin zu Vertrauensseligkeit breit. Die Betroffenen glauben dann unerschütterlich, weil, selbst wenn ihnen das Gegenteil bewiesen wird, sie aus mentalem Selbstschutz, Bequemlichkeit oder aus purer Naivität glauben wollen.

Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf,
so füllt sie ihn völlig aus,
weil keine andere da ist,
die ihr den Rang streitig machen könnte.

Charles Baron de Montesquieu

Diese indoktrinierte, teilweise sich autosuggestiv unmündig gemachte Masse muss als Schild der Herrschenden herhalten, im Kampf gegen die noch nicht manipulierten und somit potentiellen Feinde des Herrschaftssystems. Hingegen bieten opportunistisches Mitläufertum und Korrumpierbarkeit keine geeignete Angriffsfläche für ideologische Manipulation, charakterisieren sie doch bewusste Verhaltensweisen, nur auf den persönlichen Vorteil bedacht.

Der Gutmensch fühlt sich in seinem Gutsein gegenüber den vor den Karren der Reaktionäre gespannten »Ungläubigen« überlegen und glaubt alles, wenn es nur in einem bürgerlich-humanistischen Gewand politisch korrekt daherkommt. Er versteht sich als Vorbild für den unbelehrbaren Rest und betreibt Wertetyrannei gegen Andersdenkende. Selbstreflexion und daraus abgeleitete Selbstkritik ist ihm fremd.

Die aufgesetzte Empathie mit den geschundenen Kreaturen aus fernen Ländern hat die große Gruppe der Gutmenschen medial für sich gepachtet. Jedoch für das zunehmende Elend im eigenen Volk bleibt kaum etwas Mitgefühl übrig. Sie profitieren von den Segnungen des entarteten Kapitalismus und wollen durch geheuchelte Betroffenheit und Solidarität mit den Verlierern des Systems, welche aus allen möglichen Ecken der Welt bei uns »Zuflucht« suchen, ihr schlechtes Gewissen entlasten, ohne jedoch die tieferen Ursachen des Übels überhaupt verstehen, geschweige denn, bekämpfen zu wollen. Das Ganze läuft zu ihrem seelischen Selbstschutz in ihrem manipulierten Unterbewusstsein ab, sodass sie sich ungestört in ihrem Gutsein suhlen können.

Die Gutmenschen bedienen dabei einen Zeitgeist, den die Globalisierungsstrategen aus der kulturmarxistischen, internationalistischen Fraktion in die Welt gesetzt haben, der von den Medien als schöne bunte Welt ständig aufrechterhalten wird. Ein Zeitgeist der die Negierung der Nationalstaaten und des Nationalbewusstseins propagiert, Patriotismus tabuisiert und Heimatliebe verhöhnt.

Der illustre Kreis der wichtigtuerischen Weltverbesserer

Wer nicht über genügend kritisches Bewusstsein und die dazu notwendigen kognitiven Fähigkeiten verfügt, fühlt sich in diesem illustren Kreis der wichtigtuerischen Weltverbesserer gut aufgehoben und möchte gern dazu gehören.

Gutmenschen sind wie alle per Geburt Zwangsmitglieder der bürgerlichen westlichen Wertegemeinschaft, welche ihnen durch ihre Sozialisation, Herkunft, schulische und mediale Beeinflussung, als gutes und erstrebenswertes Ideal für das gesellschaftliche Zusammenleben eingebrannt wurde. Ihr eigenes humanistisches, anerzogenes Weltbild projizieren sie in dieses ständig heraufbeschworene westliche Wertesystem und verdrängen geflissentlich die Schweinereien und Verbrechen, die im Namen und zur Verteidigung eben dieser transatlantischen Werte weltweit geschehen. Sie applaudieren sogar für den Verfall der wenigen gebliebenen, wertvollen demokratischen Grundrechte, die Freiheit des geschriebenen und öffentlich gesprochenen Wortes. Wenn es darum geht, anders Denkenden das Wort zu verbieten, muss ein neues Gesetz ihr Lügengebäude stützen.

Will man meinen,

„Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten,

sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen,

kein Jäger erschießen.

Es bleibet dabei:

Die Gedanken sind frei.“,

so gilt das nicht für schwere Fälle von geistigem Masochismus, wenn selbst die eigenen Gedanken der freiwillig auferlegten politischen Korrektheit zum Opfer fallen.Ihre Unterstützung und Rückhalt erfahren die Gutmenschen auch durch die christlichen Kirchen, die selbst gefangen in der Abhängigkeit zur Staatsmacht, ihre Kernkompetenz, die Nächstenliebe nutzen, verbal massenwirksam die hereinströmenden Christenhasser ihren eigenen bedürftigen Schäfchen vorzuziehen. Sie heißen sogar ihre eigenen Mörder willkommen, wie in dem tragischen Fall des mit durchgeschnittener Kehle von einem fanatischen Moslem hingerichteten normannischen Priesters Jaques Hamel.

Wenn Gutmenschentum überhand nimmt, wird Dummheit epidemisch.

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