Ver.di hetzt gegen Weihnachtslieder

Jeden Tag gibt es wieder eine neue Ungeheuerlichkeit, die man über sich ergehen lassen muss. Jetzt geht es also den Weihnachtsliedern an den Kragen.

Die Gewerkschaft ver.di sorgt sich um das Wohl der Beschäftigten und fordert, in den Kaufhäusern und im gesamten Einzelhandel keine Weihnachtslieder mehr zu spielen. Das betrifft auch die Weihnachtsmarktbeschicker mit ihren Buden. Die Dauerbeschallung mit Weihnachtsliedern schlage den Mitarbeitern aufs Gemüt, heißt es.

Mir schlägt auch etwas verdammt auf mein Gemüt. Und zwar, dass sich eine Institution, die seit Jahren einen auf Arbeitnehmervertretung macht, aber in Wahrheit mit den Regierenden klüngelt und mehr deren Interessen als die ihrer Mitglieder vertritt, sich nun um eines der geringsten aller Probleme, nämlich die Weihnachtslieder, „kümmert“. Die Frage ist auch, um welche Weihnachtlieder geht es eigentlich? Es gibt ja etliche moderne Pop-Weihnachtssongs, die sich kaum von anderen Songs unterscheiden, außer dass ein paar Glockentöne untergemischt werden und der Text einen Weihnachtsbezug hat.

Vor allem, ist dies überhaupt ein Problem?

Natürlich kann ich nicht für die Verkäufer sprechen, die den ganzen Tag dieser Musik ausgesetzt sind. Aber ist es denn nicht so, dass sie immer mit irgendeiner Musik beschallt werden? Wenn es keine Weihnachtslieder sind, dann sind es eben aktuelle Lieder aus den Charts. Diese laufen in den Geschäften in manchmal ohrenbetäubender Lautstärke ja auch in Dauerschleife, so dass man meint, man befände sich in einer Discothek. Hat sich darüber auch schon einer mal beschwert? Oder haben die Weihnachtslieder etwas Schädlicheres an sich, als die andere Musik?

Und was geht es hier eigentlich wirklich, frage ich mich.

Die Köpfe von ver.di

Sehe ich mir die Vorstandsmitglieder von ver.di an, so fällt auf, dass ein Großteil der Vorstandsmitglieder von Verdi Mitglieder der Parteien SPD, CDU und Bündnis 90/Grüne sind. Auch wenn die Parteimitgliedschaft in der Gewerkschaft eine lange Tradition hat, so stelle ich sie trotzdem in Frage.

Beim Klimastreik „Gemeinsam für Klimaschutz“ ist ver.di mit den Kids von FFF und anderen Organisationen ebenfalls vorne mit dabei. Und, wenn wundert es noch: Für eine offene Gesellschaft setzt sich ver.di natürlich ebenfalls ein und hetzt mit den anderen vollmundig gegen die AfD. Sie hat sich dem linksgrünen Meinungsdiktat ebenso unterworfen, wie die Kirchen und andere Institutionen in Deutschland. Und daher regt sich in mir der Verdacht, dass es hier nur vordergründig um den Schutz der Angestellten im Einzelhandel geht. Vielleicht geht es ja in Wahrheit darum, dem Weihnachtsfest den Garaus zu machen?

Mir scheint, man feuert gerade aus allen Rohren gegen das Weihnachtsfest und wie wir es seit Jahrzehnten leben und lieben.

7 Kommentare zu „Ver.di hetzt gegen Weihnachtslieder

  1. Firmen, „Prominente“, Kirchen und jetzt die Gewerkschaft Ver.di, alles biedert sich billigst der Regierung bzw dem tiefen Staat an. Es scheint fast so, als hätte das Kanzleramt einen versteckten Hilferuf ausgestossen und die Opportunisten, Heuchler und Landesverräter versammeln sich um den Kanzler Bunker. Anlehnung an vergangene Bunkerzeiten sind rein zu fällig gewählt, wenn es auch genau so ablief. Man bereitet sich also auf die finale Schlacht vor. Jetzt gilt es dem Druck stand zu halten und dem tiefen Staat die Stirn zu bieten.

    „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi (angeblich)

    Gefällt 3 Personen

  2. Natürlich können einem Weihnachtslieder auf den Keks gehen.
    Das liegt aber mit Sicherheit nicht an den Weihnachtsliedern per se – sondern an der Auswahl der Lieder und an der Häufigkeit.
    Wenn ich 5 x pro Stunde „Last Christmas“ hören muß und das auf einem Weihnachtsmarkt, auf dem ich 4 Wochen lang arbeiten soll, dann ist auch bei mir die Tendenz zum Suizid da.
    Jedes Jahr aber kommen ca. ein Dutzend neue CDs mit Weihnachtslieder raus, bei denen von KLASSISCH über VOLKSTÜMLICH, POP bis ROCKIG alles dabei ist.

    Kurz gesagt: Die Abwechselung macht es und man sollte sich mit Nachbarständen absprechen – aber deshalb muß man Weihnachtslieder noch lange nicht als Teufelszeug betrachten.

    Gefällt 3 Personen

  3. Wir sollten das sehr ernst nehmen.
    Klar nervts, wenns zu oft gehört wird.
    Aber wir alle wissen,
    es geht mittlerweile um Höheres.
    Von daher sollten wir bereit sein, kleine Nervereuen hinzunehmen, um das an sich Gute beibehalten zu können.
    Wenn wir dies nicht jetzt schützen, werden Dinge passieren, die wir alle nicht wollen.
    Die in Ermangelung einer guten Regierung eh im Raume stehen .
    Aber Vorschub sollten wir nicht leisten.
    Hört Ihnen zu, den schönen Liedern und schützt sie.

    Mischi

    Gefällt 2 Personen

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