Fußball im Würgegriff zwischen Wirtschaft und Politik

Gastbeitrag von Robert, Ex-Banker und Privatier

Robert hat sich in Ergänzung zu meinem Artikel „Tote Hose beim DFB“ so seine eigenen Gedanken zum Deutschen Fußball und was aus ihm geworden ist, gemacht.

Fußball ist neben der Formel1 die Nr. 1 beim Sport

Früher war es ein „Familien Vergnügen“ am Sonntagnachmittag ein Fußball Spiel zu besuchen. In der Pause gab es eine Wurst und ein Mineral und das Ganze war ein riesiges Vergnügen, solange natürlich der eigene Klub das Spiel gewonnen hat. Auch brauchte man sich nicht zu fürchten, weder vor Hooligans noch vor Pyro. Und auch die Eintrittskarten waren noch erschwinglich, denn es gab Stehplätze. Wer sitzen wollte, der sollte ins Kino gehen. Das richtige Feeling bekommt man nicht im Sitzen.

Dann kam aber der Aufstieg der FIFA/UEFA. Ab den 80er Jahren musste der Fußball sich neu erfinden und immer professioneller werden. Und je professioneller er wurde, umso mehr Charme hat er verloren. War früher ein UEFA Cup Spiel ein Highlight, ist es heute eine Massenware. Für mich ist die Champions League zur belanglosen Geldorgie verkommen und nicht umsonst spricht man von einer gigantischen Geldwäscherei.

Den Vogel hat aber Deutschland mit dem Umbau der Nationalmannschaft zum „Das Team“ abgeschossen. Von der Führungsspitze, bestückt mit der CDU sehr nahe stehenden Figuren, über so weichgespülte Typen wie Jogi (Joggeli) Löw und «Everybody’s Darling» Oliver Bierhoff.

Und unvergessen, in negativer Hinsicht, die bescheuerte Nivea Werbung mit Löw. Was bitteschön haben Kosmetikprodukte mit Fußball zu tun? Fehlt noch, dass auf der Kapitäns-Binde der Schriftzug „ALWAYS Ultra“ steht. Da erstaunt es keineswegs, dass aus dem Sumpf des Verderbens, der ein oder andere Opportunist sich ein paar Streicheleinheiten bei der Politik abholt, in dem er gegen alles was rechts ist, geifert. Die Zeiten sind längst vorbei, als eine Eintrittskarte bares Geld für den Klub war, denn heute wird der Klub mit Geldwäsche Mittel, manche sagen dazu Sponsorengelder, regelrecht zugeschüttet. Und wenn ich mir die neuen Nationalmannschafts-Trikots ansehe, wird mir – auch als Nichtdeutscher – speiübel.

Ein Kommentar zu „Fußball im Würgegriff zwischen Wirtschaft und Politik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s