Zehn kleine Negerlein

Wer kennt es nicht, dieses Kinderlied aus vergangenen Tagen, in denen das Wort „Neger“ noch nicht als böses Wort gebrandmarkt und aus dem Wortschatz verbannt wurde?

Als Kind aß ich noch liebend gern Negerküsse oder huschte schnell in der großen Pause zum Bäcker hinüber, um mir ein leckeres Mohrenkopfbrötchen zu kaufen und keine Menschenseele störte sich je daran. Und dass Pippi Langstrumpf den Negerkönig besuchte, gab keinerlei Anlass für einen großen Aufschrei. Meine Güte, wie entspannt diese Zeiten noch waren, als man nicht jedes Wort dreimal im Munde herumdrehen musste, um ja nicht die Gefühle der gutmeinenden Gutmenschen zu verletzen oder gar die Sprachpolizei auf den Plan zu rufen. Aus welchen Löchern sind sie eigentlich plötzlich gekrochen, all die Arschkriecher (sorry, das musste jetzt sein!) und Opportunisten, die ihr Fähnchen in den Wind des Mainstreams hängen?

Gefühlt seit dem Erstarken der AfD und der Flüchtlingskrise 2015 sowie mit der damit zusammenhängenden extrem gestiegenen Kriminalität in Deutschland, sind diese weltoffenen Weltretter nicht mehr zu retten. Sie überbieten sich regelrecht im Wettbewerb um den ersten Platz in der Disziplin „Wer kann am Moralischsten“  in ihren Solidaritätsbekundungen mit, ja – mit wem denn eigentlich? Mit wem solidarisieren sie sich? Mit den armen Opfern oder mit traumatisierten, vergewaltigten Frauen? Mit den Menschen, die unter der „Bereicherung“ der neuen Mitbürger leiden? Oder mit denen, die von ihren eigenen Volksvertretern als Nazis verunglimpft werden? Nein! Diese Systemmarionetten solidarisieren sich mit den Regierenden und den Eliten und mit denen, die versuchen, den Verfall unseres Landes noch schönzureden und mit aller Macht an einmal falsch getroffenen Entscheidungen festzuhalten. Verkehrte Welt, oder?

Wer sind diese Negerlein?

Dieses Lied schwirrt mir aber noch aus einem ganz anderen Grund seit ein paar Tagen im Kopf herum. Nämlich, weil es gut ausdrückt, dass die kleinen Negerlein nach und nach sterben oder wegfallen, bis am Ende nur noch ein Negerlein übrig bleibt. Und wer sind in unseren Tagen die kleinen Negerlein? Wir! Ja, Ihr hört richtig! Symbolisch gesehen sind wir es. Wir, die wir mit ansehen müssen, wie nach und nach immer mehr Personen des öffentlichen Lebens, Künstler, Institutionen, Gewerkschaftsleute, Industriebosse, Kirchenleute und sogar der Papst u.v.m. uns in den Rücken fallen und so gesehen für uns als „Leute von uns“ wegfallen. Sie alle stellen sich bewusst auf die Seite der Eliten gegen die Eigenen. Fast jeden Tag liest man von einer weiteren möchtegernwichtigen Person, die sich werbewirksam gegen die AfD positioniert. Vielleicht auch nur als verzweifelter Versuch,  wenigstens damit einmal wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu kommen, wenn man schon mit der eigenen Kunst keinen Hund mehr hinterm Ofen hervorlocken kann. Anbiederung als Geschäftsmodell heißt die Devise! Dies ist in unseren Tagen wirklich ein Garant dafür, denn bereitwillig geben unsere Systemmedien ihnen dafür eine Plattform, stecken sie doch alle unter einer Decke. So eben geschehen durch Smudo von den Fanta 4, der verlautbaren ließ, die AfD und der Faschismus gehörten zusammen. Vorher taten dies ja schon Herbert Grönemeyer, Campino, Sarah Connor, Jan-Josef Liefers, Armin Rohde und andere, die sich ein Stelldichein gegen rechts gaben und offen für die Massenmigrationspolitik von A. Merkel und Konsorten einsetzen.

Wie die 10 kleinen Negerlein nach und nach von der Bildfläche verschwinden, so verschwinden liebgewordene Personen, die einem in der Vergangenheit einmal etwas bedeuteten nach und nach und lassen einen enttäuscht zurück. Ich habe einfach keinen Gefallen mehr an Musik von Herbert Grönemeyer, obwohl seine LP „Bochum“ damals eine meiner ersten war und mir seine frühen Songs schon auch gefallen haben. Und über Armin Rohde, der in seinen Filmen oftmals den kleinen Mann von Nebenan spielt, kann ich nicht mehr wirklich lachen – eher bleibt es mir im Halse stecken. Ich fühle mich verraten. Er ist keiner mehr von uns.

Wer wird am Ende bleiben?

Zwei kleine Negerlein,
Die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich tot geweint,
Da gab es nur noch einen.

Wer sich diesen Artikel zum Verteilen als Flugblatt herunterladen möchte, kann dies über diesen Link tun: Flugblatt „10 kleine Negerlein“

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