Die Vorboten des Finanzcrashes – hört auf die leisen Töne!

Gastbeitrag von Robert, Ex-Banker und Selbstversorger

Darf ich mich kurz vorstellen, mein Name ist Robert Vollzuvertrauen. Ich bin der Besitzer der Vermögensberatungs -Firma «Straight to Hell» und möchte Ihnen, ganz exklusiv nur für Sie und Heute, ein unschlagbares und todsicheres Investment unterbreiten. Sie brauchen nur hier zu unterschreiben und unsere Firma «Straight to Hell» wird alles Weitere für Sie erledigen.

30 jährige Bundesanleihe mit Null Zins Coupon, die momentan mit einer Rendite von minus 0.11 % gehandelt wird.

Na, sind Sie neugierig geworden? Kribbelt es schon in den Zehenspitzen? Planen Sie schon Ihre Frühpensionierung?

Ihre Antwort:

a) Wo kann ich unterschreiben?

b) Erbitte nähere Auskünfte, damit ich ruhigen Gewissens unterschreiben kann.

c) Robääääääääärt…

Gratuliere, wenn Sie Antwort „c“ getippt haben.

Jetzt aber Spaß bei Seite…..

Schauen wir uns einmal die Faktenlage genauer an.

«Am Mittwoch hat die Finanzagentur zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine 30-jährige Bundesanleihe emittiert, die keine Zinszahlungen vorsieht. Geplant war ein Verkaufsvolumen von zwei Milliarden Euro, verkauft wurden aber nur Papiere im Wert von 824 Millionen Euro.»

Das Interesse scheint nicht so berauschend gewesen zu sein, vor Allem wenn man sich noch die minus Rendite von 0.11 % ansieht. Aber was heißt das jetzt alles eigentlich? Was bedeutet Minus Rendite? Es gab früher schon Anleihen mit einem Null Zins Coupon, die hießen Zero Bonds. Diese Bonds wurden mit einem Abschlag emittiert, wobei der Abschlag der Restlaufzeit und der jährlichen Rendite entsprach.

Zum Beispiel: 0 % Staat XY 2019/2049, Kurs 67 %, Rendite: plus x %. d.h. ich bezahle 67 % des Nennwertes und erhalte bei Fälligkeit 100 %, die Differenz entspricht der jährlichen Verzinsung. So ein Investment kann durchaus Sinn machen, aber wie sieht es mit einer Minus Rendite aus?

Eine Minus Rendite heißt, dass jemand mehr als 100 % bezahlt, also mehr als der Nennwert. Es ist also nichts mit dem Planen der Frührente. Das sind auch gar keine Anlagen für Privatinvestoren wie Sie und ich, das sind Geschäfte der Hochfinanz. Interessant an diesem Beispiel aber ist, und das ist der Grund warum ich diesen Artikel schreibe, dass 41 % des Paketes einen oder mehrere Käufer fanden. Diese Käufer vertrauen, obwohl sie über 100 % bezahlen mussten, darauf, dass das Geld sicher angelegt ist. Deutschland also ein guter Schuldner ist. Nun kann man aber diese Aussage geradezu leicht umdrehen. 59 % wurden nicht verkauft, Deutschland oder das Investment in Staatsschulden ist nicht mehr so sicher, dass man blind investiert. Dazu passend eine Meldung von gestern «Kanzleramt rechnet zeitnah mit Rezession» Wenn die Regierung, so kurz vor den drei wichtigen Landtagswahlen, sich bemüssigt sieht, das Thema Rezession anzuschneiden, dann sollten bei Ihnen sämtliche Alarmglocken laut schrillen!

Bitte legen Sie sich einen genug großen Notvorrat an und lesen Sie meinen früheren Beitrag «Droht uns ein Finanzcrash

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