Die Familie im Wandel der Zeit

Gastbeitrag von Robert, Ex-Banker und Selbstversorger

Einleitung

Es ist früh am Morgen, ich trinke meinen Kaffee und surfe am Computer durch die Weiten des Internets. Da stoße ich auf den Spiegel Artikel „Eine Frau soll für die Fortpflanzung keinen Mann brauchen müssen.“ Sogleich war es vorbei mit dem gemütlichen Surfen. Mein Puls erklomm neue, nie geahnte Höhen. Ich weiß schon, wie ich heutzutage einen Spiegel Artikel einzuordnen habe und dass solch ein Artikel auch seine geneigte Zielgruppe hat. Es ist ja auch nicht der erste Artikel, der in diese Richtung geht, aber meine Wahrnehmung sagt mir, dass die Schlagzahl der Veröffentlichung solcher Indoktrinations-Artikel stetig und rasant zugenommen hat. Wie darf ich mir die Autorin vorstellen? Etwa so: Es ist halb zehn in Deutschland und sie simst ihrem Partner «Ein Termin heute um 17 Uhr ist ausgefallen, wir könnten uns spontan zum Sex verabreden und danach bei unserem Lieblings Italiener, etwas Kleines essen, bevor ich den 20 Uhr Termin wahrnehme. PS: Schau zu, dass du am Nachmittag einen Gang zurück schaltest, nicht dass der Sex wieder so jämmerlich wird, wie beim letzten Mal.»» Ich weiß, das ist ein wenig überspitzt formuliert, aber so ungefähr stelle ich mir ihr «Familienleben» vor.

Was für ein glücklicher Zufall, dass ich ein paar Stunden später hier auf Tamaras Tagebuch Eintrag: „Ein typisch deutscher Samstag – Heimat, die wir lieben“ gestoßen bin. Eine humorvolle Beschreibung des alltäglichen Familien «Wahnsinns», wo ich mich an der einen oder anderen Stelle ertappt und überführt wieder finde. Und ehrlich, dieses Ehepaar, das Tamara dort mit einem Augenzwinkern beschrieben hat, mit all seinen kleinen Fehlern, wird sich wohl kaum per SMS zum Sex verabreden.

Zwei Artikel, die unterschiedlicher nicht sein können. Doch welcher der beiden entspricht denn eigentlich der Realität? Befinde ich mich in einer Fantasiewelt und weigere mich, die Realität zu akzeptieren? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich mit Ihnen auf eine Reise in die Vergangenheit gehen.

Wie war es früher?  Die Familie im Wandel der Zeit von 1900 bis heute.

Meine Reise beginnt im Zeitraum, als meine Großeltern das Licht der Welt erblickten, die Zeit um 1900. Das war eine Zeit, in der die Frauen wenig Rechte hatten und man unverheiratete Frauen verächtlich als «Blaustrumpf» bezeichnete. Das war die Generation, deren Jugend in die Zeit des 1. Weltkrieges fiel, abgelöst von der Weimarer Republik mit ihren Krisenjahren 1919 bis 1923.  Die Zeit bis 1929 war eine kleine Verschnaufpause mit Stabilität und wirtschaftlicher Erholung. Danach kam die Weltwirtschaftskrise mit den vielen Erwerbslosen und dramatisch gesunkenem Realeinkommens. Diese schwere Zeit, in der man lernte zu funktionieren, prägte sicher meine Großeltern. Verallgemeinernd kann man sagen, die junge Frau tat gut daran, nach einer guten Partie Ausschau zu halten. Liebe stand nicht zuoberst auf der Wunschliste. Arbeitete die Ehefrau mit im eigenen Betrieb, so war sie eine Angestellte. Brachte sie Vermögen mit in die Ehe, so verwaltete der Ehemann das Vermögen und bestimmte das Taschengeld der Frau. Mein Großvater war Prokurist und wenn er und meine Großmutter, sie war Ärztin, am Sonntag flanieren gingen, grüßten die Spaziergänger meine Großeltern mit «guten Tage Herr Prokurist». Meine Großmutter, falls überhaupt wahrgenommen, war – obwohl sie den respektablen Beruf der Ärztin hatte – nur die Frau des Prokuristen. Frauen, die keinen Stammhalter gebaren, wurden ersetzt, zu wichtig war es, einen Stammhalter vorzuweisen. Die Rollen waren klar verteilt, eine Frau die dies nicht akzeptieren wollte, konnte leicht ausgetauscht werden, es gab ja genug Frauen, die eine gute Partie suchten.

Es kam die Zeit meiner Eltern (1930), auch sie wurden ihrer Jugend beraubt, denn es wütete in ganz Europa der 2. Weltkrieg. Viele Männer verloren ihr Leben im Krieg und kehrten nie wieder zu ihren Familien zurück. Viele Frauen, die plötzlich ohne Männer da standen, wurden zum Freiwild erklärt. Trotz allem Leid, es waren die Trümmerfrauen, die Unglaubliches leisteten. Warum würdigen wir ihre Leistungen nicht mit einem Gedenktag? Lieber bestimmen wir den Baum des Jahres! Erst im Jahre 1958 trat das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau, in Kraft. Vom Inkrafttreten bis zur vollständigen Akzeptanz in der Gesellschaft, sollten aber noch Jahrzehnte vergehen. Dennoch kann ich behaupten, dass das Familienleben meiner Eltern sich stark von dem meiner Großeltern unterschied. Jetzt setzten die Boom Jahre ein und machten so manche Abhängigkeit überflüssig. Die Stellung der Frau in der Gesellschaft verbesserte sich.

Babyboomer, neuer Wohlstand und neue Freiheiten

Nun kam die Zeit meiner Generation, die der Babyboomer, aufgewachsen in den Boomjahren in der guten bürgerlichen Mitte. Meine Generation profitierte vom neuen Wohlstand. Die Frauen meiner Generation wurden selbstbewusster und freier. Man sprach über Liebe und Sex, etwas das für meine Eltern und Großeltern mehrheitlich als Tabu galt. Und dann kam in den 80er Jahren der Feminismus. Die Zeitungen wälzten Themen wie «Vergewaltigung in der Ehe», „Der Mann der Patriarch, der Unterdrücker“, „Wieso Frauen einen Orgasmus vortäuschen“ usw. rauf und runter. Legendär Nina Hagens Auftritt in der Talkshow „Club 2“, wo sie über weibliche Masturbationstechniken dozierte. Das war dann aber auch für die damalige Zeit des Guten zu viel. Ein Skandal. Das war auch die große Stunde von Alice Schwarzer. Daraus resultierte mit den Jahren: Wohlstand setzt Fett an und macht träge, die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Familie sank, die Scheidungsrate stieg. Die Frau erkannte und nutzte ihre neu erlangte «Freiheit» und wurde als Belohnung zu einem Steuersubjekt.

Wie sieht es heute aus?

Heute haben wir Pornhub, 60 Gender Möglichkeiten, Ehe für Alle, Eltern1 und Eltern2, Kita möglichst ab dem 1. Lebensjahr, Transgender, die mir als Frauen verkauft werden, wo ich nur hinschaue. Gender Studies an Universitäten, „was Du hattest noch nie Analverkehr, wo lebst Du denn?“ Sex mit Minderjährigen praktisch schon freigegeben, Fake-Brüste, Schlauchboot- Lippen, Botox, Intim Rasur, damit man das Gefühl hat, man hat Sex mit einer 11 jährigen, Penis Vergrößerungen, die Kosmetiklinie für den Mann, falsche Fingernägel. Und für was das alles? Man(n) liebt die Verpackung mehr als den Inhalt. Man entzweite Mann und Frau.

Männer haben ausgedient. Eine Frau soll für die Fortpflanzung keinen Mann mehr brauchen müssen.

Schlusswort

Ende der 70er Jahre wurde der Club of Rome gegründet und seitdem haben wir das Thema „Klima“ an der Backe. Und zufälligerweise begann auf einmal der Feminismus, der uns heute entzweit. Sehen Sie die Parallelen?

Im Jahre 1986 kam der Film „Extremities“ in die Kinos. Thema des Films: Vergewaltigung. Schauspielerin: Farrah Fawcett, den meisten bekannt als eine der 3 Engel für Charlie. Ihr Geburtsort ist Corpus Christi (Leib Christi). Die Entdeckung des Ortes Corpus Christi in den USA fand am Fronleichnamsfest 1519 statt und wird eng mit den Jesuiten verknüpft. Meine Interpretation: Corpus Christi – Vergewaltigung – Jesuiten gesteuert.

„In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant“ sagte Franklin Delano Roosevelt.

Und wenn Sie das nächste mal jemanden sagen hören «Seit die Frauen an der Macht sind, geht es mit uns abwärts», dann entgegnen Sie der Person doch bitte, dass Sie es ablehnen sich an dem Spiel «Teile und Herrsche zu beteiligen, denn wir dürfen es nicht zulassen, dass wir uns angesichts kommender Probleme entzweien lassen. Aber auch denen, die in dem Feminismus die Einzige aller Wahrheiten und die Frau als neues Maß aller Dinge sehen, sollte man ebenfalls entschieden entgegentreten. Wenn es zum großen Knall kommt, werden wir alle sehr froh sein, dass wir einander haben, trotz der vielen kleinen «Fehler» die Männlein und Weiblein so haben.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s