Droht uns ein Finanzcrash?

Gastbeitrag von Robert, Ex-Banker und Selbstversorger

In letzter Zeit mehren sich die Berichte, dass ein Finanzcrash kommt. Das wirft einige ganz wichtige Fragen auf, die ich mit meinen kleinen Beitrag gerne beleuchten möchte. Dies ist kein Aufruf zur Panik, im Gegenteil. Indem wir versuchen, die Fakten ein wenig zu beleuchten und verständlich zu machen, soll Wissen und das Erkennen der Gefahr zu einer verbesserten “Sicherheit” führen.

Mit dem Ausbruch des Liegenschaften Crash (Subprime Krise) in Amerika im Jahre 2007 und der daraus erfolgten Pleite der Investmentbank Lehman Brothers wurde der erste Dominostein zum Fallen gebracht und nur dank enormen Finanzspritzen konnte der Super Gau verhindert werden. Zur Stützung des Finanzplatzes Deutschland stellte die Regierung sofort hunderte von Milliarden dem Finanzplatz zur Verfügung. Die Staatsschulden stiegen dadurch exorbitant. Zugleich traten Merkel und der damalige Finanzminister Steinbrück vor die Presse und verkündeten: „Die Spareinlagen sind sicher“.

Lüge Nr. 1 Einlagensicherung

Die Einlagensicherung gilt für Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie für Sparguthaben und Sparbriefe.

Verabschieden Sie sich bitte von dieser Illusion, auch wenn Sie nicht über Euro 100.000 Bankguthaben verfügen. Die Banken haben für den Fall eines Crashs gar nicht die notwendigen Eigenmittel. Die wurde schon immer den Bankengewinnen zuliebe klein gehalten. Das gleiche gilt für die Trennung von Bank und Investmentbank, auch dies wurde immer wieder verhindert. Auch der Staat wird diesesmal nicht mit einer Finanzspritze aushelfen können, weil heute 500 Milliarden schlicht weg nicht ausreichten. Die benötigte(n) Billion(en) würden sofort zur Hyperinflation und sofortigen Staatsbankrott führen.

Geld ist Vertrauen, aber das Vertrauen ist bei einem Crash nicht mehr vorhanden, das Geld ist somit wertlos.

1. Erkenntnis: Versuchen Sie so viel wie möglich in Sachwerte anzulegen.

Ein Finanzberater wird Ihnen vielleicht eine Liegenschaft oder ein Investment anbieten. Lassen Sie lieber die Finger davon. Sachwerte sind mE Dinge mit denen Sie tauschen können, denn in einem Crash startet sofort der Tauschhandel. Keiner wird im Tauschhandel mehr Bargeld akzeptieren. Es wird nur noch Zahlung von Wertbeständigen angenommen. Als Beispiel Gold, Silber, Schmuck, Lebensmittel (Kaffee, Zucker) Alkohol, Zigaretten, Tabak, Werkzeuge, Schrauben, Nägel, Toilettenpapier, etc. Ich glaube, so langsam verstehen Sie, was ich mit Sachwerten meine, oder?

Lüge Nr. 2 Schnell noch Schulden machen

Sicher kennen Sie die einschlägigen Werbungen von Finanzhaien, die Ihnen billige Kredite anbieten. Oder Ihre Kreditkarten Bank offeriert Ihnen einen grösseren Kreditrahmen. Nicht vergessen wollen wir noch den freundlichen Herrn der Bank, der noch ein Schnäppchen hätte und über die Finanzierung bräuchten Sie sich bei den tiefen Zinsen keine Sorgen zu machen. Schmeißen Sie dies sofort in die Tonne! Bei einem Crash ist der Erste, der an Ihre Tür klopft, der Schuldeneintreiber!

2. Erkenntnis: Versuchen Sie so schnell wie möglich ihre Schulden zu reduzieren bzw zu tilgen (abzuzahlen, kündigen)

Vorbereitung:

Bei einem Crash kommt es zu Verwerfungen. An erster Stelle geschlossene Banken, der Zugang zu Ihrem Konto ist gesperrt, Sie haben kein Zugriff auf Ihr Vermögen und auch der Zutritt zu Ihrem Tresor Schließfach ist gesperrt. Die Frage, ob Sie je den Inhalt ihres Tresor Schließfaches wieder einmal zu sehen bekommen, überlasse ich Ihrer Fantasie. Bei einer “just in time” Lieferkette gehe ich davon aus, dass die Lieferkette sehr schnell zum Erliegen kommt. Kein Benzin = keine Fahrten. Plünderungen sind vorprogrammiert. Und wer dafür in Frage kommt, brauche ich wohl nicht zu erklären. Für diejenigen, die noch an das Gute glauben, in Youtube gibt es Videos, als beim Hurrican Katrina der Mob die Strassen erobert und die Elektromärkte leer räumt.

3. Erkenntnis: Versuchen Sie so wenig wie möglich, solange der Mob wütet, auf die Straßen zu gehen.

Das heißt Sie müssen eine längere Zeit, mE mindestens 30 Tage, autark leben können. Das heißt absolutes Minimum von Lebensmittel und Wasser für 30 Tage, rechnen sie lieber mit 60 Tagen. Sollten Sie rechtzeitig vom Finanzcrash erfahren, füllen Sie sofort Ihre Badewanne und falls vorhanden, leere Pet-Flaschen mit Wasser auf. Ein Strom Blackout ist vorprogrammiert, dann erliegt die letzte zivilisierte Bastion. Die Toilettenspülung wird dann auch den Geist aufgeben. Kein Strom = kein Licht, keine herkömmliche Kommunikation. Haben sie Kerzen? Haben sie ein Handkurbel Radio? Apropos Kommunikation, ganz Hartgesottene haben ein Batterie betriebenes Amateurfunkgerät. Städter sind klar im Nachteil, Leute in ländlicheren Gebieten haben es “ein wenig” einfacher. Wären Sie evtl. in der Lage bei Dunkelheit aus der Stadt zu fliehen? Vielleicht denken Sie, jetzt dreht der noch ganz durch. Vielleicht haben Sie Recht, wer kann das Szenario schon zu 100 % vorhersagen. Aber ich versuche, mich bei dieser drohenden Gefahrenlage, nicht nach der scheinbar einfachsten Lösung zu orientieren, sondern nach der, die mir am meisten Sicherheit verspricht.

Mein Schlusswort:

Wenn Sie einen Teil ihres Vermögens in Sachwerte umzuwandeln, Schulden reduzieren oder sogar eliminieren und einen Notvorrat anlegen, so verlieren Sie praktisch nichts, aber der Gewinn ist unbezahlbar. Bereiten Sie sich geistig auf ein mögliches Szenario vor. Ich empfehle Ihnen wärmsten die Videos Krisenvorsorge Folge 1 bis 16 von Torsten Donnerstein (https://torsten-donnerstein.de/category/videos/krisenvorsorge/). Ich garantiere Ihnen, dass wenn Sie auch nur einen Teil seiner Ratschläge für sich umsetzen können, Ihr Sicherheitsgefühl steigt.

Dies sind meine ganz persönlichen Gedanken zu einem Ereignis, das ich nie wollte, aber droht, schnell immer näher zu kommen. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, so zögern Sie nicht mich zu kontaktieren.

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2 Kommentare zu „Droht uns ein Finanzcrash?

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