Georgia Guidestones

Habt Ihr schon einmal etwas von den Georgia Guidestones gehört?

Sie sind ein geheimnisvolles Monument und stehen im US-Bundesstaat Georgia. Auf diesem großen Steinmonument sind Inschriften eingraviert. Diese sollen die 10 neuen Gebote für eine Neue Weltordnung sein.

Das Monument steht ca. 180 Kilometer von der Stadt Atlanta entfernt auf einem Hügel im Elbert County im US-Bundesstaat Georgia. Es besteht aus vier hohen Steinen und wurde im Jahre 1980 errichtet. Dieses Monument mit seinen seltsamen Inschriften gibt Rätsel auf. In die Stelen sind in acht Sprachen Inschriften eingraviert. Manche sagen, es seien die Zehn Gebote der Neuzeit und der NWO – der Neuen Weltordnung. Es ist nicht bekannt, wer dieses Monument mit den Inschriften auf den vier 5,87 Meter hohen und rund 20 Tonnen schweren symmetrisch angeordneten Steintafeln in Auftrag gegeben und finanziert hat.

Die zehn Botschaften auf dem Monument sind in acht Sprachen eingraviert: Auf Englisch, Spanisch, Swahili, Hindi, Hebräisch, Arabisch, Alt-Chinesisch und Russisch.

Hier sind die Inschriften:

  1. „Halte die Menschheit unter 500.000.000 in andauerndem Gleichgewicht mit der Natur.“
  2. „Vereine die Menschheit mit einer neuen Sprache.“
  3. „Steuere die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern.“
  4. „Beherrsche Leidenschaft – Glaube – Tradition und alle Dinge mit gemäßigter Vernunft.“
  5. „Schütze Menschen und Nationen durch faire Gesetze und gerechte Gerichte.“
  6. „Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten intern regeln und internationale Auseinandersetzungen vor einem Weltgericht beilegen.“
  7. „Vermeide kleinliche Gesetze und unnütze Beamte.“
  8. „Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen Pflichten.“
  9. „Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – bei der Suche nach Harmonie mit dem Unendlichen.“
  10. „Sei kein Krebsgeschwür auf dieser Erde – lasse Raum für die Natur – lasse Raum für die Natur.“

Soweit die Inschriften.

Ich weiß nicht, ob diese Inschriften eine Bewandtnis oder Relevanz haben. Und ich weiß auch nicht, ob dahinter ein großer Plan steht.

Nicht alle Inschriften auf den Stelen scheinen mir auf den ersten Blick schlecht zu sein. Zum Beispiel Punkt 5: „Schütze Menschen und Nationen durch faire Gesetze und gerechte Gerichte.“

Gegen solch eine Forderung lässt sich doch eigentlich erst mal nichts einwenden. Aber die Frage stellt sich mir, ob denn jeder Mensch unter „gerecht“ und „fair“ auch das Gleiche versteht? Was ist, wenn für den einen etwas „gerecht“ ist, was ein anderer als ungerecht empfindet?

Bei manchen Punkten beschleicht mich ein ungutes Gefühl.

Zu Punkt 1: „Halte die Menschheit unter 500.000.000…“

Die derzeitige Weltbevölkerung liegt bei mehr als 7,6 Milliarden Menschen. Und sie wächst rasant. Die Geburtenrate, vor allem in den Entwicklungsländern, ist exorbitant hoch. Wenn man das, was auf den Stelen eingraviert ist, umsetzen wollte oder sich zum Ziel setzen wollte, dann hätten wir einen absoluten Menschenüberschuss. Wohin also mit all den Menschen, frage ich mich.

Zu Punkt 3: „Steuere die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern.“

Fortpflanzung steuern? Tauglichkeit verbessern? Hierzu fallen mir auf Anhieb ein paar Fragen ein: Wer bestimmt denn, ob einer „tauglich“ ist oder nicht? Gibt es eine übergeordnete Instanz, die dies von oben herab entscheidet? Wenn ja – wer ist diese Instanz? Wer hat sie dazu bestimmt? Und – was soll eigentlich mit denen passieren, die als nicht tauglich befunden werden? Was bedeutet es überhaupt, „tauglich“ zu sein? Hier denke ich an den Transhumanismus (hier speziell die Eugenik), der vorsieht, den Menschen zu „verbessern“. In meinem Artikel „Transhumanismus – Mensch, was wird aus Dir?“ habe ich das thematisiert.

Ich hatte einmal für eine längere Zeit Kontakt zu einer alten Dame. Eine kluge Frau war das. Sie war gehbehindert. Also körperlich eingeschränkt. Nicht mobil. Lt. Commander Data vom Raumschiff Enterprise würde sagen: „Sie funktioniert nicht innerhalb normaler Parameter.“ Aber ihr Geist war lebendig und ihr Verstand messerscharf. Durch diese alte Dame habe ich viel gelernt. Und unser Austausch war eine große Bereicherung. Ist so ein Mensch, der körperlich eingeschränkt ist, nun tauglich oder nicht tauglich? Welche Maßstäbe werden hier angesetzt?

Zu Punkt 2: „Vereine die Menschheit mit einer neuen Sprache.“

Sprache ist doch identitätsstiftend und gemeinschaftsfördernd. Wenn man sich auf eine einzige Sprache einigen möchte, welche sollte es denn sein? Eine schon Vorhandene? Oder eine ganz Neue? Jedenfalls würde man den Menschen damit einen Teil ihrer Identität und Kultur wegnehmen. Würde diese eine gemeinschaftliche neue Sprache dazu führen, die Menschen zu verbinden und die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Die einzelnen Punkte der Stelen lassen viel Raum für Interpretation.

Was meint Ihr dazu?

12 Kommentare zu „Georgia Guidestones

  1. Interessante Ansätze und Fragen. Die Botschaften der Inschriften erscheinen zum Grossteil plausibel und human. Meines Erachtens zeigt die Geschichte aber immer, dass das , was z.B. „fair“ oder „lohnenswert“ ist, also moralische Wertungen darstellt, immer von denen vorgegeben wird, die die Macht in einem Land haben. Dieser Punkt wird noch stärker zunehmen, da traditionelle Werte immer mehr vernachlässigt werden.
    Sehr interessanter Artikel. Danke sehr.

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  2. Insgesamt mMn sehr sinnvolle, gute, richtige „Anweisungen“.
    Das Dilemma, insb. bei 1) und 3), ist (einmal mehr) die Frage „Gesinnungsethik“ (GE) oder „Verantwortungsethik“ (VE).

    Ich bin bekennender VE und meine deshalb:
    1) Reduktion auf 500 Mio: Je eher, desto besser.
    Als Kompromiss mit den GE meinethalben durch Alterung und nat. Tod – zwingend aber einhergehend mit Massensterilisierungen – es gibt kein individuelles Recht auf Fortpflanzung (mehr – siehe auch 3)).
    3) Fortpflanzung so, wie wir es seit Jahrhunderten mit Pflanzen und Tier tun: Selektive „Zucht“. Das heisst (nur!) Menschen mit wünschenswerten Eigenschaften (gesund, stark, intelligent, …) wird die Fortpflanzung erlaubt (nicht erzwungen, es soll kein Lebensborn 2.0 werden).
    Generell massiver Einsatz von Gentechnik, wenigstens in der Diagnostik.

    2) Sprache: Englisch. Ist unter gebildeten Menschen die weltweit verbreitetste Sprache, sämtl. relevante wiss. Fachliteratur ist in Englisch.
    Kulturelle Identität über Beibehaltung der eigenen Sprache als Zweitsprache. Wie heute schon im internationalen Internet.

    Der Rest das übliche Salbadern. Ich sehe es positiv: Hehre Ziele geben wenigstens die Chance auf gute Ergebnisse.

    P.S. 6) weist darauf hin, dass dies kein „NWO“-Projekt ist (der NWO wird zugeschrieben, einen globalen Superstaat zu wollen – siehe auch Dein eigener Artikel https://tbreitschneider.home.blog/2019/05/30/nwo-ausloschung-der-volker-und-identitaten/)

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    1. Danke für Deine Gedanken und Dein Feedback. Was Du zu Punkt 3 geschrieben hast (selektive Zucht): Hier bekomme ich etwas Bauchschmerzen. Ob die Welt ein besserer Ort wird, wenn in ihr nur noch gesunde, starke und intelligente Menschen leben? Was ist mit der Warmherzigkeit von vielleicht weniger intelligenten Menschen, die einem aber Hoffnung, Trost und Freude geben? Geht es denn nur um Effizienz?

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      1. Grundsätzlich ist es eine Frage der Auswahl der Zuchtkriterien.
        Wer sagt denn, Warmherzigkeit, oder allgemeiner soft skills, soziale Fähigkeiten (soweit genetisch veranlagt – nicht „nur“ anerzogen), wäre/n keine erwünschten Zuchtkriterien?
        Bei Hunden z.B. wird ja auch auf das Wesen geachtet.

        Ein zufriedenes Volk ist ein leicht(er) regierbares Volk. Bereits deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass nicht auch auf soft skills Wert gelegt würde.

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      2. Das hört sich ein wenig besser an, aber dennoch bekomme ich bei dem Wort „Zuchtkriterien“ Bauchschmerzen. Aber danke sehr für Deine Gedanken. Ich werde mir das auf jeden Fall durch den Kopf gehen lassen…

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      3. Im Gegensatz zu den Lehren der social „sciences“ (schönes Beispiel: gender „sciences“) macht eine beschönigende, irreführende Bezeichnung eine Sache nicht besser: Ein Neger bleibt ein Neger, auch wenn man ihn „PoC“ nennt. Und ein Zigeuner Zigeuner, auch wenn man ihn „Rotationseuropäer“ oder „Sinti&Roma“ nennt.
        In der gleichen Weise bleibt ein Zuchtprogramm ein Zuchtprogramm (folglich mit Zuchtkriterien), auch wenn man es „Steuere die Fortpflanzung“ nennt.

        Klare, harte Bezeichnungen helfen, den Kern einer Sache zu sehen, zu verstehen. Weichwaschen hilft primär den Demagogen.

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